Können Sie sich vorstellen, noch einmal Mutter zu werden?
Wenn ich nicht so alt wäre - sofort (lacht). Ich glaube, es ist leider zu spät...
Sie haben gesagt, dass Sie nicht immer nur Heldinnen spielen wollen. Können Sie sich vorstellen, eine richtige Schurkin zu spielen?
Das habe ich auch schon gemacht, z. B. in „Die Patin“ oder auch in der „Rückkehr des Tanzlehrers“. Das hat mir schon Spaß gemacht, so ein kriminalistischer Aspekt - aber nicht ausschließlich. Auch die Komödie macht mir Freude.
Ist es eigentlich noch immer schwer für eine Frau, die wirklich guten Rollen zu bekommen?
Da kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Klar weiß man als Freiberufler nicht was kommt und wie die Dinge sich entwickeln. Aber richtig Angst hatte ich nie.
Spüren Sie etwas von der Finanzkrise?
Klar, die Filmfinanzierungen sind schwieriger geworden. Und auch an den Gagen ist es zu spüren. Für „Unter Bauern“ gab es für alle Einheitsgagen, einen Appel und ein Ei - da habe auch ich keine Ausnahme gebildet. Mir ist es einfach wichtig, dass Projekte, an denen ich hänge, zustande kommen. Ich fühle mich nicht als Quotenqueen. Ich mache Filme nicht wegen der Quote, sondern weil ich dafür brenne und weil ich etwas Besonderes darin sehe.
Sie haben auch eine kurze Nacktszene in dem Film. Was ist das Geheimnis Ihrer Schönheit?
Ich achte auf meine Ernährung. Ich versuche, ganz viel grüne Äpfel zu essen. Zum Frühstück gibt es nur Quark mit frischem Obst. Wenn es geht, nur zwei Tassen Kaffee am Tag. Außerdem trinke ich viel Wasser, esse viel Fisch, Gemüse,
Salat, wenig Kohlenhydrate. Und wenig Süßigkeiten - das fällt mir am schwersten fällt, denn ich
liebe Süßes.
Interview: Angelika Zahn