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Yo, Yo, Yoko! Yoko ist ein Yeti. Ein Fabelwesen aus dem Himalaja, das der fiese Großwildjäger Thor van Sneider (Tobias Moretti) an den Zoodirektor Kellermann (Justus von Dohnányi) verkaufen will. Yoko entwischt und versteckt sich in Pias (Jamie Bick) Baumhaus. Pias Mutter (Jessica Schwarz) und ihre kleine Schwester Marcella (Lilly Reulein) ahnen, dass Pia ein Geheimnis hat.
Pia hat vor einem Jahr ihren Vater verloren und sich seitdem sehr zurückgezogen. Als sie den Yeti Yoko bei sich entdeckt, will sie ihn behalten. Mit ihm hört sie Musik, tanzt und streicht das Zimmer ihrer Schwester. Yoko, eine Mutation aus 'E.T.' und einem weißen Yoda aus 'Star Wars', kann sich unsichtbar machen, schläft in der Tiefkühltruhe und bringt Pia endlich wieder zum Lachen. Aber der skrupellose Jäger van Schneider und der leicht diabolische Zoodirektor Kellermann spüren Pia und ihren neuen Freund auf. Dann wird in bester 'Kevin allein zu Haus'-Tradition der Bösewicht van Sneider von Pia, Schwester Marcella und Freund Lukas (Friedrich Heine) geteert und gefedert bzw. im Zoo mit Obst beworfen und tiefgefroren.
Jamie Bick überzeugt schauspielerisch als Pia, während ihre kleine Schwester Marcella, gespielt von Lilly Reulein, häufig überdreht und aufgesetzt wirkt. Jessica Schwarz ('Kammerflimmern', 'Buddenbrooks') ist im Film Katja, die Mutter der beiden Mädchen. Dafür ließ sie sich von ihrer eigenen Familie inspirieren. „Meine Schwester ist ein großes Vorbild für mich. Als eine gute Mutter, die drei Jungs hat. Die sind vielleicht nicht so zickig, aber gerne mal anstrengend, laut und energiegeladen“, sagt Jessica Schwarz, die später selbst am liebsten einen Jungen hätte. Ihrer Rolle in 'Yoko' wollte die Ex-Viva-Moderatorin einen coolen Touch geben. „Aber man muss auch bedenken, dass Katja ihren Mann verloren hat und die Kinder ihren Vater“, so Jessica Schwarz. „Sie muss Werte vermitteln und ein bisschen resoluter sein, weil sie die Rolle des Vaters mit übernimmt.“ Im Vordergrund des Films stehen aber die Freundschaft und das Abschiednehmen von Pia und Yoko. Freundschaften sind unersetzlich, findet auch Jessica Schwarz. Sie selbst sieht sich als treuen Freund: „Wenn ich mit jemandem befreundet bin, bin ich ein Freund fürs Leben.“ So wie Pia und der weiße, flauschige Yeti.
Die Bindung der beiden wird durch den Tierfänger van Sneider und Kellermann, der Yoko für seinen Zoo begehrt, bedroht. Tobias Moretti alias van Sneider ist das personifizierte Böse in 'Yoko'. Er überzeugt mit einer überspitzten Darstellung des Fieslings inklusive mechanischem Roboterhund als Unterstützung, mit dem er Yoko zu fangen versucht. Als Zoodirektor Kellermann ist auch Justus von Dohnányi fasziniert von dem Yeti und hätte gern ein Exemplar für seine Ausstellung ausgestopfter, geliebter Geschöpfe. Ein Zoodirektor mit skurriler Sammelleidenschaft, die auch der Schauspieler selbst kennt. Allerdings waren es keine toten Tiere: „Als Kind hatte ich alles von der Briefmarke bis hin zu einer alten Messersammlung“, sagt von Dohnányi.
Fazit: Der Film ähnelt thematisch dem Blockbuster 'E.T'., obwohl der Yeti sprachlich weniger aufnahmefähig ist und außer „Yo“ nichts sagt. Eine niedliche Geschichte für Kinder, bei der die moralische Botschaft durch die Wandlung des Zoodirektors abgedeckt wird.
Kinostart: 16. Februar 2012
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