Home / Living / Kochen & Backen / Pilze: Die wichtigsten Sorten und ihre Zubereitung

Living

Pilze: Die wichtigsten Sorten und ihre Zubereitung

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 10. November 2008


Gerade im Herbst bekommt man Appetit auf herzhafte Gerichte. Eines darf dabei auf keinen Fall fehlen: Pilze. Sie sind nicht nur die perfekten Begleiter zu leckeren Fleischgerichten, sondern können auch allein eine schmackhafte Mahlzeit abgeben. Speisepilze gibt es dabei viele, allerdings stehen nur eine Handvoll Pilzarten regelmäßig auf unserem Speiseplan. Allesamt sind sie schnell und einfach zubereitet, sodass auch Hobby-Köche Spaß am kulinarischen Experimentieren mit Pilzen haben.

Der Allround-Pilz: Champignons

Der Champignon ist der Pilz, der in der Bundesrepublik am meisten verzehrt wird. Nicht nur sein leckerer Geschmack ist für diese Beliebtheit verantwortlich, auch der zumeist günstige Preis dieser Pilze ist ein Kaufanreiz. Aber wieso ist der Champignon im Vergleich zu vielen anderen Pilzsorten etwas für den preisbewussten Einkäufer? Ganz einfach: Champignons lassen sich unkompliziert züchten - viele andere Pilzarten hingegen nicht.

Ein weiterer Pluspunkt, der sich hieraus ergibt: Champignons sind das ganze Jahr über frisch erhältlich. Dem Vorsatz, schmackhafte Champignongerichte zu zaubern - etwa eine Kartoffel-Champignon-Pfanne oder ein Champignoncremesüppchen - steht also das ganze Jahr über nichts entgegen.

Der pure Pilzgenuss: Pfifferlinge

Der Pfifferling zählt zwar nicht zu den vitaminreichsten Pilzsorten, er erfreut sich aber dennoch großer Beliebtheit. Ganz einfach in Butter gebraten schmeckt er am leckersten. Der feine Geschmack und die unkomplizierte Zubereitungsart dieses Pilzes machen ihn bei Spitzenköchen ebenso beliebt wie bei Hobby-Brutzlern.

Pfifferlinge wachsen auch in unseren heimischen Gefilden und können von Pilzfans gesammelt werden. Allerdings werden sie hier immer seltener, sodass die Pfifferlinge, die wir im Supermarkt finden, häufig aus Osteuropa stammen, wo ihre Vorkommen noch größer sind. Saison hat dieser leckere Pilz vom Spätsommer bis in den Herbst. Egal ob als Beilage zum Salat oder in einem Pfifferling-Filettopf, dieser Pilz macht sich in vielen Gerichten gut.

Ein großer Pilz-Genuss: Steinpilz

Der Steinpilz ist ein großer Pilz, der eine hellbraune Färbung aufweist. Sein Stil kann bis zu 20 Zentimeter lang werden. Der Steinpilz ist ein sehr gesunder Pilz: Er enthält zum Beispiel Vitamin B und D. Sein hoher Wasseranteil macht ihn darüber hinaus zu einem leichten Genuss. Aufgrund seines köstlichen, würzigen Geschmackes ist der Steinpilz äußerst beliebt. Er lässt sich dabei vielseitig zubereiten: Lecker ist er nicht nur gebraten, sondern auch geschmort oder eingelegt in einen Essigsud.

Wer sich selbst auf die Suche nach diesem Pilz-Riesen machen will, sollte im Zeitraum von Juli bis Oktober in Nadelwäldern Ausschau halten. Zusammen mit Wild schmecken Steinpilze am köstlichsten, aber auch mit Pasta harmonieren sie hervorragend.

Pilze des Frühlings: Morchel

Auch im Frühling muss man nicht auf frische Pilze verzichten, hier bietet sich zum Beispiel die Morchel an. Aber Achtung: In rohem zustand sind Morcheln giftig, erst erhitzt werden sie zum Pilz-Genuss.

Die Zubereitung von Morcheln stellt keine zu hohen Ansprüche an den Hobby-Koch. Worauf man allerdings achten muss ist, dass diese Pilzart gut gesäubert wird. Die Hohlräume können Steinchen oder Schmutz verbergen, die dem Genuss schnell abträglich sind.

Am besten halbiert man diesen Pilz und reinigt ihn mit einem Pinselchen. Auch das gute Schütteln und Ausklopfen von Morcheln sorgt dafür, dass nur das in die Pilzspeise kommt, was auch hinein soll.

Pilze asiatisch: Shiitakepilze

Shiitakepilze sind uns vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Hier finden sie oft Eingang in die unterschiedlichsten Gemüse- und Fischgerichte. Egal wie diese Pilzart zubereitet wird - gedünstet, gekocht oder gebraten - die Asiaten sagen diesem Pilz nicht nur einen einzigartigen Geschmack nach, sondern attestieren ihm auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Leiden wie Magenschmerzen oder Kopfweh sollen durch den Shiitakepilz zum Beispiel gelindert werden. Fest steht, dass dieser Pilz reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Sogar Cholesterin kann er senken!

In unsere Geschäfte kommt der Shiitakepilz in getrockneter oder frischer Form. Nicht nur in asiatischen Gerichten ist er ein echter Leckerbissen, auch im Zusammenspiel mit Risotto und Pasta macht er sich gut.

Zubereitung: So schmecken Pilze am besten

Für welchen Pilz auch immer Sie sich entscheiden: Sie sollten niemals versuchen, sie mit Wasser zu reinigen. Zwar kommt das unseren Zubereitungsgewohnheiten von anderen Lebensmitteln am nächsten, Pilze saugen allerdings das Wasser wie ein Schwamm auf und werden somit durch eine solche Zubereitung matschig und wässrig im Geschmack. Besser ist es, spezielle kleine Pilzbürstchen oder aber Küchentücher zu verwenden, mit denen Schmutzrückstände abgebürstet bzw. weggewischt werden können. Hierbei sollte man sorgfältig vorgehen, denn nichts vermiest den Pilzgenuss so sehr wie kleine Sandrückstände, die beim Verzehr zwischen den Zähnen quietschen. Über Bakterien brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Sie werden durch das Erhitzen der Pilze in der Pfanne abgetötet.

Pilzrezepte mit Pfiff

Wer nun alleine durchs Lesen Appetit bekommen hat, dem seien an dieser Stelle noch zwei Pilz-Rezepte an die Hand gegeben. Probieren Sie es doch einmal mit eingelegten Steinpilzen - auf diese Weise haben sie länger etwas von der Pilzsaison.

Zunächst einmal muss hierfür ein kräftiger Sud hergestellt werden: Geben Sie hierfür Zwiebeln, Nelken, Knoblauch, Pfeffer und Lorbeerblätter in eine Flüssigkeit, die zu je einem Drittel aus Weißweinessig, Olivenöl und Weißwein besteht. Alles zusammen muss ca. eine halbe Stunde langsam köcheln, damit sich der Geschmack entfalten kann. Danach wird der Sud abgegossen, sodass die Rückstände von Zwiebel, Knoblauch und Co. abgesiebt werden können. Der Sud kommt zurück in den Kochtopf und darf erneut - nun zusammen mit den geschnittenen und gesäuberten Steinpilzen - für ca. 5 Min. köcheln. Nachdem sich alles gut abgekühlt hat, können Sie die Pilze zusammen mit dem Sud in Einmachgläser füllen, in denen sie dann einige Zeit haltbar bleiben und immer mal wieder für eine pikante Nascherei bereit stehen.

Für die schnelle Küche empfiehlt sich ein Shiitakepilz-Süppchen mit Shrimps. Hierfür braten Sie einfach die klein geschnittenen und gesäuberten Shiitakepilze zusammen mit ein paar Frühlingszwiebeln in etwas Öl an. Abgelöscht wird die pikante Mischung mit etwas Weißwein, kurz danach kommen Brühe und Schmand hinzu. Nun einfach die Shrimps in das Süppchen geben und gar ziehen lassen. Alles zusammen wird nach eigenem Gusto mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft abgeschmeckt und fertig ist das leckere Pilz-Süppchen.

von der gofeminin-Redaktion

Das könnte dir auch gefallen