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Seitan: Fleischersatz der schmeckt

Seitan-Steak mit Kartoffelstampf und Gemüse. © Getty Images - Seitan: Fleischersatz der schmeckt
Seitan-Steak mit Kartoffelstampf und Gemüse. © Getty Images
Wer an Buddhismus denkt, dem fallen Begriffe wie 'Mönche', 'Frieden' oder auch 'Weltreligion' ein. An 'Seitan' denkt wohl so schnell keiner. Zu Unrecht, denn der bei Vegetariern und Veganern so beliebte Fleischersatz wurde von japanischen und chinesischen Zen-Buddhisten entwickelt - und zwar als Alternative zu Hühner- oder Schweinefleisch.

In der westlichen Welt wurde Seitan allerdings erst in den 1960er Jahren bekannt, 1969 wurde es zum ersten Mal aus Asien in die USA eingeführt. Der Name 'Seitan' wurde vom Erfinder der makrobiotischen Ernährung, Georges Ohsawa, geprägt.

Seitan ist nicht so bekannt wie Tofu
Im Gegensatz zu Tofu, den auch viele Menschen kennen und probiert haben, die Fleisch essen, ist Seitan bei den meisten von ihnen wohl noch nie auf dem Teller gelandet. Wer ihn schon einmal probiert hat, wird seine - vor allem im Gegensatz zu Tofu - recht feste Konsistenz schätzen, die vom Beißgefühl tatsächlich ziemlich an Fleisch erinnert. Seitan kann eingelegt oder gebraten werden, man kann ihn panieren, um ihn als 'Schnitzel' zu essen oder auch zu 'Würstchen', 'Hack' oder zum Beispiel 'Gyros' verarbeiten.

Geschätzt wird Seitan auch, weil er nur sehr wenig Fett enthält: 100 Gramm kommen auf ca. 1 Gramm Fett. Für Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit ('Zöliakie') ist dieser Fleischersatz allerdings nicht geeignet. Seitan wird nämlich aus Gluten, dem wasserunlöslichen Klebereiweiß des Weizenmehls, hergestellt, das von Menschen mit Zöliakie nicht vertragen wird.

Seitan-Sandwiches © Getty Images
Seitan-Sandwiches © Getty Images
Seitan selbst machen?

Wer das Kochen mit Seitan einmal ausprobieren möchte, der hat zwei Möglichkeiten. Entweder man besorgt sich das fertige Produkt im gut sortierten Reformhaus, Bio- oder Asia-Supermarkt. Dort kann man auch die japanische Variante von Seitan finden, die 'Fu' heißt und viel leichter ist, weil sie erst geröstet, dann gedämpft und anschließend getrocknet wird. Oder man macht Seitan zu Hause selbst, was auch kein Problem ist.

Für die Eigenproduktion kann man entweder das Klebereiweiß, sprich Gluten, aus dem Weizenmehl auswaschen - oder man kauft reines Gluten zum Beispiel in einem Reformhaus oder in spezialisierten Onlineshops. Im Internet kann man zahlreiche Anleitungen für beide Arten der Seitan-Herstellung finden.

Für alle, die gerne Schnitzel essen und einmal die fleischlose Variante testen wollen, haben wir hier ein Rezept, das dem Fleisch-Original sehr nahe kommt:

Mini-Seitan-Schnitzel
Für 4 Personen brauchen Sie:
  • 4 Stücke Fu (getrocknete, japanische Seitan-Variante)
  • Gemüsebrühe
  • Haferflocken
  • Wasser
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • scharfes Paprikapulver
  • Paniermehl
  • Margarine oder Öl zum Braten
Und so geht's:
1. Die Fu-Stücke mit heißer Gemüsebrühe übergießen, bis sie ganz bedeckt sind und ca. zehn Minuten ziehen lassen, bis sie eine gummiartige bis weiche Konsistenz haben.
2. Haferflocken, Wasser und Mehl zu einem klebrigen Brei in einem tiefen Teller verrühren.
3. Die Fu-Stücke kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, in der klebrigen Haferflockenmasse wälzen und anschließend mit dem Paniermehl panieren.
4. Die Margarine bzw. das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Seitan-Schnitzel darin goldbraun braten.

Dazu schmecken Salzkartoffeln, grüne Bohnen oder auch, ganz klassisch, ein Kartoffelsalat. Guten Appetit!





jw

  

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Veröffentlicht von
am 25/01/2014 11:00:00
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