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Eine Adnexitis ist eine ein- oder beidseitige Entzündung von Eileiter und Eierstock, den Anhangsgebilden der Gebärmutter. Im englischsprachigen Raum fasst man die Adnexitis mit anderen Entzündungen im kleinen Becken unter "pelvic inflammatory disease", also Unterleibsentzündung, zusammen. Die Adnexitis wird auch das „Chamäleon“ der gynäkologischen Erkrankungen bezeichnet, denn die Symptome können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich aussehen. Eine Eileiter- oder Eierstockentzündung entsteht häufig nach einer Scheidenentzündung, deren Erreger, meist Bakterien, durch Scheide und Gebärmutter in die Eileiter und Eierstöcke aufsteigen. Sie tritt akut oder chronisch auf. Im Gegensatz zur akuten Adnexitis, die plötzlich mit starken Unterbauchschmerzen, Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl beginnt, treten bei der chronischen Adnexitits weniger auffällige Beschwerden wie Druckgefühl und Schweregefühl im Unterleib auf. Wird die akute Adnexitis rasch behandelt, können sowohl akute Komplikationen als auch der Übergang in ein chronisches Stadium verhindert werden. Wenn bereits Komplikationen bestehen oder eine chronische Adnexitis vorliegt, lässt sich eine operative Behandlung meist nicht mehr vermeiden. Wird eine Eileiter- oder Eierstockentzündung nicht behandelt, kann die Krankheit lange, auch unbemerkt, andauern und beeinträchtigt oft das private und berufliche Leben – und nicht zuletzt besteht die Gefahr einer bleibenden Unfruchtbarkeit.
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