Gehirnerschütterung

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Gehirnerschütterung: Wie man sie bemerkt & wann Sie zum Arzt sollten!


Kopfschmerzen sind normal bei einer Gehirnerschütterung. - Gehirnerschütterung: Wie man sie bemerkt & wann Sie zum Arzt sollten!
Kopfschmerzen sind normal bei einer Gehirnerschütterung.
Wenn Sie nach einem Schlag auf den Kopf oder nach einem Sturz kurz bewusstlos sind und sich nicht mehr richtig an den Vorgang erinnern können, kann das ein Anzeichen für eine Gehirnerschütterung sein - der Mediziner sagt auch Commotio cerebri. Eine Gehirnerschütterung ist eine der häufigsten Kopfverletzungen im Sport (besonders beim Boxen), Straßenverkehr und besonders im Haushalt.

Die Gehirnerschütterung lässt meistens nach wenigen Tagen nach und hinterlässt keine Spuren. Während der Gehirnerschütterung kann Ihnen aber sehr übel werden, bis hin zum Erbrechen. Sie fühlen sich möglicherweise benommen und Ihnen ist schwindelig. Wenn Sie glauben, Sie könnten eine Gehirnerschütterung haben, gehen Sie unbedingt zum Arzt. Der Unfall, Schlag oder Sturz kann auch schwerwiegendere Folgen am Gehirn oder am Schädel haben, die abgeklärt werden müssen.

Was passiert genau bei einer Gehirnerschütterung?
Das Gehirn ist vom Liquor umgeben, der Gehirnflüssigkeit, die unter anderem bei leichten Erschütterungen schützt. Wenn der Kopf Gewalt ausgesetzt ist, wie einem Schlag oder Sturz, oder wenn man kräftig mit dem Kopf gegen einen Türrahmen prallt, wird das Gehirn stärker erschüttert als gewöhnlich. Das Gehirn schlägt an den Schädelknochen an und kann so leicht verletzt werden oder zumindest vorübergehend in seiner Funktion beeinträchtigt werden. Bei einer Gehirnerschütterung sind diese Schäden aber nicht bleibend.

Wie bemerke ich eine Gehirnerschütterung?
Typische Symptome einer Gehirnerschütterung sind die kurze Bewusstlosigkeit und Erinnerungslücken zur Zeit des Unfalls. Im Lauf der folgenden Tage (oft erst mehrere Stunden nach dem Vorfall) können dann, je nach Schwere der Gehirnerschütterung, folgende Beschwerden dazukommen:
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Kreislaufprobleme
Eine Gehirnerschütterung kann auch vorliegen, ohne die genannten Symptome zu verursachen. Am Kopf ist oft außerdem eine Beule oder Wunde zu sehen.

Bettruhe hilft bei Gehirnerschütterung.
Bettruhe hilft bei Gehirnerschütterung.
Was kann ich bei einer Gehirnerschütterung tun?

Gehen Sie beim Verdacht auf Gehirnerschütterung unbedingt zum Arzt oder rufen Sie den Notarzt (112). Es kann auch eine schwerere Hirnverletzung hinter den Beschwerden stecken. Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie einen schweren Schlag gegen den Kopf bekommen haben.

Eine Gehirnerschütterung ist ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma. Je nachdem, wie schwer der Kopf getroffen wurde, kann aber auch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma entstehen, das im Krankenhaus behandelt werden muss.

Wenn Sie einen Unfall beobachten, der eine Gehirnerschütterung zur Folge haben kann, tun Sie Folgendes:
  • Bewahren Sie Ruhe!
  • Bleiben Sie bei dem Betroffenen und reden Sie ihm gut zu.
  • Leisten Sie, wenn nötig und möglich, erste Hilfe an offenen Wunden.
  • Rufen Sie den Notarzt (112).
  • Wenn der Verletzte bei Bewusstsein ist, lagern Sie ihn mit leicht erhöhtem Oberkörper und decken Sie in möglichst zu. Ist dem Betroffenen übel, sollte er aber seitlich gelagert werden.
  • Wenn der Verletzte nicht bei Bewusstsein ist, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und bedecken Sie Stirn und Nacken mit feuchten Tüchern.
  • Beobachten Sie Puls, Herzschlag und Atmung des Betroffenen.
  • Geben Sie dem Verletzen weder Essen noch Getränke oder Medikamente, auch wenn es ihm scheinbar besser geht.
Bei Gehirnerschütterung werden auch die Augen untersucht.
Bei Gehirnerschütterung werden auch die Augen untersucht.
Was kann der Arzt bei einer Gehirnerschütterung tun?

Der Arzt wird ihre Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit prüfen und die Schwere der Gehirnerschütterung entsprechend einstufen. Außerdem untersucht er Sie mittels Computertomographie oder per Röntgen, um Verletzungen am Schädel und an der Halswirbelsäule auszuschließen.

Wenn Sie längere Zeit bewusstlos waren oder große Erinnerungslücken haben, muss abgeklärt werden, ob nicht eine ernstere Gehirnprellung oder eine Gehirnblutung vorliegt.

Wie geht es weiter?
Bei einer Gehirnerschütterung sollten Sie sich einige Tage im Bett bleiben und sich schonen. Bei starken Kopfschmerzen können Sie nach ärztlicher Absprache Schmerzmittel einnehmen. Die Gehirnerschütterung klingt meistens folgenlos in wenigen Tagen ab. Nach spätestesn zwei Wochen können Sie auch wieder arbeiten gehen.

Ein Helm kann vor Gehirnerschütterung schützen.
Ein Helm kann vor Gehirnerschütterung schützen.
Kann ich Gehirnerschütterungen vermeiden?

Unfälle kann man natürlich nie ganz vermeiden. Beim Sport sollten Sie aber bei riskanten Sportarten grundsätzlich entsprechende Schutzkleidung tragen. Üben Sie diese Sportarten außerdem nur aus, wenn Sie topfit sind. Außerdem ist es angebracht, den Kopf bei Sturzgefahr zu schützen, beispielsweise auf dem Fahrrad oder dem Motorrad, beim Inline-Skaten oder bei Sportarten wie Eishockey.

Veröffentlicht von Sandra von dem Hagen
am 05/11/2011
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