Wenn wir durch Abtasten oder genaues Beobachten Knötchen oder ähnliche Veränderungen an unserem Körper bemerken, machen wir uns Sorgen und gehen wir zum Arzt. Wenn der Arzt dann noch das Wort Tumor ausspricht, denken wir eigentlich automatisch an Krebs. Das ist aber nicht ganz richtig. Denn ein Tumor muss nicht immer eine Krebserkrankung bedeuten.
Was also ist ein Tumor?
Mediziner sprechen bei jeglicher Art von begrenzt wachsendem Gewebe von einem Tumor. Allgemein bezeichnet man es auch als Geschwulst. Daher kann es sich bei einem Tumor auch um eine entzündliche Schwellung oder ein Ödem handeln.
Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter einem Tumor das Wachstum krebsartiger Zellen. Diese können bösartig, aber auch gutartig sein.
Gutartige Tumore:
- ein gutartiger Tumor kann leicht entfernt werden, denn diese Art von Tumor bildet keine Metastasen und befällt kein umliegendes Gewebe und greift keine Blutgefäße an
- wenn gutartige Tumore nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt werden, können aber auch sie sehr groß werden
- in der Regel wachsen gutartige Tumore langsam, sie haben genaue Tumorgrenzen
- unter dem Mikroskop kann man die vollständige Struktur des Tumors erkennen
- bei dieser Art von Tumor spricht man nicht von Krebs
- es handelt sich um Adenome, Lipome und Hämangiome
- sind die gutartigen Tumore entfernt, ist der Patient sozusagen geheilt
Bösartige Tumore:
- bösartigen Tumore bezeichnet man als Krebsgeschwüre
- sie können in umliegendes Gewebe wachsen und dabei großen Schaden anrichten
- Krebsgeschwüre können Zellverbände zerbrechen, sich dann über das Lymphsystem und die Blutbahn im Körper verteilen
- Dringt der bösartige Tumor in Blutgefäße ein besteht, können sich Metastasen bilden, dann können weitere Organe angegriffen und zerstört werden
- bösartige Tumore wachsen meist besonders schnell
- betrachtet man die Zellen eines bösartigen Tumors unter dem Mikroskop, so sieht man, dass die Zellen unreif sind
Auch wenn ein bösartiger Tumor von Arzt enfernt wurde, kann es erneut zu einem Ausbruch kommen. Daher erfolgt ergänzend eine Chemo- oder Strahlentherapie.
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