 Gehen Sie zum Frauenarzt, wenn Sie Beschwerden haben. |
Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) ist ein sehr seltener und bösartiger Tumor der Scheide (Vagina). Betroffen sind vor allem Frauen im Alter zwischen 60 und 65 Jahren. Zu den Risikofaktoren dieser seltenen Krebsart gehört die Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV), die die Entstehung von Scheidenkrebs begünstigt.
Woran erkenne ich, ob ich an Scheidenkrebs erkrankt bin?
Bei Scheidenkrebs sind Frühsymptome eher selten. Es kann aber zu leichten Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder verstärktem Ausfluss aus der Scheide kommen. Diese Symptome können jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen der Scheide auftreten. Oft entdeckt der Gynäkologe einen Scheidenkrebs während der frauenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen.
Arten von Scheidenkrebs
Es gibt verschiedene Arten von Scheidenkrebs. Diese sind abhängig vom Zelltyp. Über 90 Prozent aller bösartigen Tumore der Scheide sind sogenannte Plattenepithelkarzinome. Sie entwickeln sich aus der obersten Schicht der Schleimhautzellen. Die restlichen 10 Prozent der Tumore sind Adenokarzinome, maligne Melanome (schwarzer Hautkrebs) und die sogenannten Rhabdomyosarkome (treten bei Kindern auf).
 Vor allem ältere Frauen erkranken an Scheidenkrebs. | Häufigkeit
Bösartige Tumore der Scheide sind sehr selten. Sie machen nur etwa ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane aus. Im Schnitt erkrankt eine von 250.000 Frauen pro Jahr an einem Plattenepithelkarzinom der Scheide. Vor allem ältere Frauen (zwischen 60 und 65 Jahren) sind betroffen.
Behandlung von Scheidenkrebs
Die Behandlung von Scheidenkrebs hängt davon ab, wie weit sich der Scheidenkrebs schon ausgebreitet hat. Meist wird der Tumor operativ entfernt oder es findet eine Bestrahlung statt. Wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, ist eine vollständige Heilung möglich.
sg
|