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Patchworkfamilie & Co.Familie: Schluss mit Vater, Mutter, Kind? | |||||||||
Dagegen steigt die Zahl der alternativen Lebensformen: 2008 gab es bereits ca. 2,2 Millionen Alleinerziehende und Eltern ohne Trauschein, bei denen mindestens ein Kind im Haushalt lebt. Das sind 40 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Die klassische Familie macht in Deutschland mit ca. 75 Prozent zwar noch die Mehrheit aus, Familien sind heute aber zunehmend auch Regenbogenfamilien, Patchworkfamilien oder Alleinerziehenden-Familien.
Es gibt viele verschiedene Modelle einer Familie Vater, Mutter, Kind: "Natürlich sind wir eine Familie." Eine Familie wie aus dem Bilderbuch: Susanne, 35 und Robert, 38 mit ihren drei Kindern Neo (8 Jahre), Lisa und Lara (beide 5 Jahre). Die heutigen Eltern fanden Familien früher spießig. "Das hätte ich mir als Jugendlicher nicht träumen lassen: Heute lebe ich mit meiner Familie in einem Reihenhaus in einem Vorort und wir fahren einen Kombi. Klingt langweilig, aber ich würde mir kein anderes Leben mehr wünschen."
Patricia, 27, ist alleinerziehend. Ihr damaliger Freund hat sie verlassen als er erfahren hat, dass sie schwanger ist und will heute nichts von seinem zweijährigen Sohn Moritz wissen. "Manchmal bin ich schon neidisch, wenn ich sehe, wie es bei meinen Freundinnen läuft. Gleich kommt Papa nach Hause, erzählen sie ihrem Kind abends, und sobald sie den Schlüssel in der Haustür hört, rennt das Kleine glücklich seinem Vater in die Arme." Diese Freude kennt Moritz natürlich nicht. Und Patricia nicht die Freiheit, das eigene Kind nach einem anstrengenden Tag in Papas Arme zu geben und kurz etwas zu entspannen. "Dadurch, dass wir nur einander haben, hängen wir noch mehr aneinander als andere. Einen Babysitter beauftragen? Das kann ich mir heute noch nicht vorstellen", sagt die junge Mutter. Vater, Vater, Kind: "Julian und Yannick sind meine Familie" Julian und Yannick haben geschafft, wovon viele schwule oder lesbische Paare träumen: Sie haben die langen behördlichen Verfahren hinter sich gebracht und ein Kind adoptiert. Der kleine Tom kam im Alter von 11 Monaten zu ihnen und ist inzwischen ein Jugendlicher und weiß, dass er ein außergewöhnliches Elternhaus hat: "Für mich ist es nichts besonders. Ich habe Julian und Yannick lieb und die beiden mich. Andere finden es schon ungewöhnlich und sehen uns nicht als Familie. Wenn wir beispielsweise ein Familienticket in einem Freizeitpark kaufen wollten, gab es oft Diskussionen und wir mussten uns outen."
Lesen Sie auch auf gofeminin.de: > Elf Ideen, die im Familienleben helfen > Test: Wie gesund lebt Ihre Familie? > Test: Sind Sie bereit für eine Großfamilie?
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Veröffentlicht von Michaela Moses am 25/01/2010 12:16:00 | |||||||||
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