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Kindersitze

Ohne Kindersitze sollten Sie Ihre Kinder nie im Auto mitnehmen! - Kindersitze
Ohne Kindersitze sollten Sie Ihre Kinder nie im Auto mitnehmen!
Welche Kindersitze für mein Kind?
Die Zeit, in der Kinder durch Kindersitze gesichert gehören, umfasst eine lange Entwicklungs- und Wachstumsphase. So gibt es ganz unterschiedliche Kindersitze für die verschiedenen Altersklassen, wobei die einzelnen Kindersitz-Bautypen in Klassen unterteilt sind.

  • Babyschalen (die man mit einem Fahrgestell zum Kinderwagen umfuntktionieren kann) bilden die Klasse 0 (bis zehn Kilogramm, kann entgegen oder parallel zur Fahrtrichtung installiert werden) und 0+ (bis dreizehn Kilogramm, nur entgegen der Fahrtrichtung zu installieren).
  • Ab Klasse I werden Kindersitze überwiegend in Fahrtrichtung angebracht. Klasse I Kindersitze sind für Kinder von 9 bis 15 kg.
  • Klasse II Kindersitze sind für Kinder von 15 bis 25 kg geeignet.Teilweise sind sie mit sogenannten "Fangvorrichtungen" (kleinen gepolsterte Tische vor dem Oberkörper des Kindes) ausgestattet, manchmal haben sie 3-Punkt-Gurte, meist 4-Punkt-Gurte (über beide Schultern gehend, vorm Bauch zusammengeführt).
  • Klasse III Kindersitze werden oft nur als Sitzerhöhung verwendet und sind für Kinder von 22 bis 36 kg.

Kindersitze – die Klassifizierung
Bei der Frage nach den geeigneten Kindersitze hilft der Gesetzgeber. Kindersitze sind geeignet, wenn sie ein ECE-44-Prüfsiegel haben. Nur diese sind zugelassen. Die Plaketten haben achtstellige Nummern, die mit den Ziffern 04 aufwärts beginnen müssen. Kindersitze, deren Plaketten-Kennziffern mit 00 bis 03 beginnen, gelten als veraltet.

Um für noch mehr Sicherheit und einfache Installation zu sorgen, bieten viele Autohersteller inzwischen ISOFIX an. Dieses Sicherungssystem ermöglicht, die Kindersitze nicht mehr auf der Polsterung der Rückbank zu befestigen sondern sie starr mit der Karosserie des Autos zu verbinden. Allerdings sind ISOFIX-Kindersitze vergleichsweise teuer.

Kindersitze müssen stets richtig angebracht werden!
Kindersitze müssen stets richtig angebracht werden!
Kindersitze – So vermeiden Sie Bedienungsfehler
Obwohl Kindersitze ein hohes Maß an Sicherheit bieten, können sie bei falscher Bedienung geradezu zur Gefahr werden. Airbags beispielsweise können für Kinder lebensbedrohlich werden. Wer eine rückwärtsgerichtete Babyschale auf dem Beifahrersitz befestigt und gleichzeitig nicht den Beifahrer-Airbag abschaltet, der handelt strafbar. Grundsätzlich sollte dringend auf die Empfehlungen der Hersteller geachtet werden.

Es gibt Autos, die spezielle Kinderschutzsysteme haben, die allerdings nur in Kombination mit dafür vorgesehenen Kindersitzen einwandfrei funktionieren. Eine weitere wichtige Regel: Kindersitze sind immer dort zu befestigen, wo es der Hersteller vorsieht. Nur dann ist der Schutz gewährleistet, den Kinder auf Autofahrten brauchen.

Als größte Fehlerquelle beim Einbau von Kindersitzen gilt die Befestigung der Kindersitze durch die Gurte. Hierbei ist ebenfalls präzise den Vorgaben des Herstellers nachzukommen. Es kann sein, dass der Gurt zu kurz ist. In diesem Fall kann ein neuer Gurt oder auch eine Gurtverlängerung Abhilfe verschaffen. In keinem Fall sollten Sie nach einer alternativen Anschlussmethode suchen.

Kinder müssen in Kindersitzen im Auto mitfahren.
Kinder müssen in Kindersitzen im Auto mitfahren.
Das müssen Sie beim Kauf beachten
Kindersitze sind teuer. Wer sich zum Kauf entschließt, sollte die Hilfe eines fachkundigen Verkäufers in Anspruch nehmen. Diesen erkennt man daran, dass er nach Alter und Gewicht des Kindes fragt, nach Art und Ausstattung des Autos und daran, dass er mit Ihnen die Sicherheits-Vor- und Nachteile einzelner Produkte abwägt.

Da Kinder rasch wachsen und verschiedene Kindersitze in ihrem Leben benötigen, ist durchaus vernünftig, gebrauchte Kindersitze zu kaufen. Hierbei muss der fehlende Service eines Fachverkäufers allerdings durch gehobene Sorgfalt ausgeglichen werden. Zu den bereits erwähnten Maßnahmen kommt hier die Pflicht, darauf zu achten, dass der Kindersitz keinerlei Schäden hat. Die Gurte, die Gurtführungslaschen, Schultergurtführung, Gurtschlösser und die Sitzschalen müssen auf Mängel, das Zubehör auf Vollständigkeit überprüft werden und ein Testeinbau ist unabdingbar.

Kindersitze – so sieht der Strafenkatalog aus
Die Verkehrsgesetzgebung unterscheidet zwischen Kindern, die ohne Sicherung in einem Fahrzeug befördert werden und Kindern, die falsch gesichert sind. Die drohenden Strafen sind geradezu lächerlich, wenn man bedenkt, was passieren kann, wenn man nicht geeignete Kindersitze nutzt:

Ein falsch gesichertes Kind30 Euro
Mehrere falsch gesicherte Kinder: 35 Euro
Ein gänzlich ungesichertes Kind: 1 Punkt + 40 Euro
Mehrere gänzlich ungesicherte Kinder: 1 Punkt + 50 Euro




sk/es/jw

  

Veröffentlicht von
am 07/04/2010
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