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InformationWie nehme ich meinem Kind die Angst vor der Schule? | |||||||||
Keinen extremen Leistungsdruck aufbauen Mehr als 60 Prozent der Eltern in Deutschland wollen Umfragen zufolge, dass ihr Kind das Gymnasium besucht. Im Vergleich mit den 30 Prozent, die pro Jahrgang das Abitur schaffen, wird ein eklatantes Missverhältnis sichtbar. Mit überzogenen Ansprüchen und Wünschen üben Eltern bisweilen einen enormen Druck auf ihre Kinder aus, und es fällt ihnen dabei schwer, die Leistungen des Kindes realistisch einzuschätzen. Unsichere, sensible Kinder können mit diesen Leistungserwartungen meist nicht umgehen und reagieren mit Angstzuständen und körperlichen Beschwerden, die allerdings keine physischen, sondern psychische Ursachen haben. Selbstbewusstsein stärken Mit viel Lob und Bestärkung können Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes aufbauen. Wenn es z. B. Probleme mit einem bestimmten Lehrer hat, ist es meist kontraproduktiv, sofort über den Lehrer „herzufallen“, weil sich so die Fronten noch verhärten. Viel effektiver ist es, mit gezieltem Lob das angeknackste Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken und erst bei anhaltenden Problemen das Gespräch in der Sprechstunde zu suchen. Überforderung erkennen Achten Sie darauf, ob Ihr Kind immer vor bestimmten Terminen „krank“ wird. Stehen Proben und Klausuren an? Geht es Ihrem Kind morgens vor der Schule fast immer nicht besonders gut und verschwinden die Beschwerden, wenn es zuhause bleiben darf? Oder gibt es einfach ein Fach, das Ihr Kind zur Verzweiflung bringt? Wenn Ihr Kind trotz Nachhilfe keine Fortschritte macht, sondern dauerhaft schlechte Noten kassiert, ist es möglicherweise überfordert. Klären Sie ab, ob z. B. eine Lese-, eine Rechen- oder Rechtschreibschwäche vorliegt. Besprechen Sie mit dem Klassenlehrer, welche Förderung für Ihr Kind in Frage kommt. Soziale Ängste abbauen Manchmal weigern sich Kinder nach bestimmten Vorfällen, die Schule zu besuchen. Heutzutage ist Mobbing unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet und mitunter der Grund, wenn ein Kind plötzlich nicht mehr zur Schule gehen will oder damit beginnt, Ausreden zu erfinden. Bestärken Sie Ihr Kind darin, mit Ihnen über seine Probleme zu sprechen. Erklären Sie ihm, dass es immer zu Ihnen kommen kann - egal, ob es Schwierigkeiten mit Freunden hat, es bedroht wird und ähnliches. Suchen Sie den Kontakt zum Schulpsychologen oder Sozialarbeiter, damit - beispielsweise bei Mobbing - die Probleme publik werden und zum Beispiel mit den Eltern der mobbenden Kinder Kontakt aufgenommen werden kann. Schulphobie erkennen Manche Kinder wollen deshalb nicht in die Schule, weil es ihnen extrem schwer fällt, sich von ihrer Mutter beziehungsweise Bezugsperson abzunabeln. Diese Kinder leiden unter Trennungsangst und sind auch ansonsten sehr anhänglich. Beispielsweise fällt es diesen Kindern auch sonst schwer, alleine zu sein - sie laufen ihren Eltern im Haus hinterher und hängen quasi ständig „am Rockzipfel“. Oftmals tritt dieses Verhalten verstärkt nach Zeiten auf, die die Kinder zuhause verbracht haben, z. B. Ferien. Diese krankhafte Angst muss unbedingt professionell behandelt werden, Eltern sollten im Verdachtsfall einen Kinderpsychiater um Rat fragen. cs | |||||||||
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Veröffentlicht von der Mama & Co-Redaktion
am 09/02/2010 | |||||||||
Inhaltsverzeichnis Wie nehme ich meinem Kind die Angst vor der Schule?
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