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Liebe & Psychologie

Liebe dich selbst: Hier erfahrt ihr alles über die weibliche Masturbation

von Redaktion Veröffentlicht am 12. Dezember 2007

Die Selbstbefriedigung bei Frauen, sprich die weibliche Masturbation, ist längst kein Tabu mehr. Warum auch? Hier erfahrt ihr alles wichtige.

Unglaublich, aber wahr: Der Ausdruck 'Masturbation' stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus: "manus" (Hand) und "stuprare" (sich beflecken, beschmutzen) zusammen. Gute Güte, denkt man da. Was für ein negativer und verklemmter Begriff. Aber kein Wunder. Schließlich galt Selbstbefriedigung lange Zeit als Tabuthema - vor allem die weibliche.

Zum Glück sind wir da heute etwas fortschrittlicher. Trotzdem geben nur wenige Frauen offen zu, dass sie sich selbst befriedigen (dabei masturbieren 45% der Frauen regelmäßig). Ist es ihnen peinlich? Eines steht jedenfalls fest: Die Erziehung spielt eine ausschlaggebende Rolle für unsere Sexualität. Manche Eltern verbieten ihren Kindern, ihre Geschlechtsteile zu berühren und lösen dadurch Hemmungen aus. Was eigentlich ein lustvolles Vergnügen sein könnte, wird auf einmal schmutzig und tabu.

Den eigenen Körper kennen

Zahlreiche Studien beweisen, dass Frauen, die sich selbst befriedigen, ein erheblich aktiveres und erfüllteres Sexualleben führen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Hälfte der Frauen nur beim Masturbieren einen Orgasmus erreicht? Deshalb: Macht es, wenn euch danach ist!

​Selbstbefriedigung ist nämlich ganz nebenbei auch die beste Methode, um seinen eigenen Körper zu entdecken und seine sensiblen Körperstellen kennenzulernen: Klitoris, G-Punkt und andere erogene Zonen. Und dieses Wissen kommt auch eurem Sexleben mit eurem Partner zu Gute. Wenn ihr erst einmal wisst, wie ihr den Höhepunkt alleine erreicht, könnt ihr eurem Partner später leichter zeigen, wie ihr stimuliert werden möchtet und was euch gefällt.

Die manuelle Stimulation

Die weibliche Masturbation ist ganz einfach: Legt euch bequem hin, wahlweise auf den Bauch, die meisten bevorzugen es, auf dem Rücken zu liegen. Dann fasst ihr euch selbst an, stimuliert eure Schamlippen, die Klitoris und das Innere eurer Vagina. Ertastet mit den Fingern und erspürt, was euch erregt und was nicht.

​Beginnt zunächst damit mit eurem Zeige- oder Mittelfinger die äußeren Geschlechtsorgane mit streichelnden und reibenden Fingerbewegungen zu verwöhnen. Zieht hierfür die äußeren Schamlippen leicht auseinander, um an die Klitoris zu kommen. Findet selbst heraus, mit welchem Rhythmus ihr die stärksten Lustgefühle empfindet und haltet dieses Tempo dann durch bis zum Orgasmus.

Liebe machen mit dem Sextoy

Die Vagina ist tief und daher für die Hände nur schwer zugänglich. Gut dass es Sextoys gibt, die dorthin kommen, wo eure Finger zu kurz sind. Einen Vibrator oder Dildo bewegt ihr so, wie es der Penis eures Partners bei der Penetration macht. Beginnt mit gleitenden Rein-Raus-Bewegungen, wie beim Sex auch, um eine reibende Wirkung zu erzeugen und bestimmt den richtigen Rhythmus und Druck für ein maximales Lustgefühl. Es gibt auch Vibratoren zum Auflegen und zur äußeren Stimulation, die nur eure Klitoris verwöhnen. Sextoys gibt es in allen erdenklichen Formen, Größen und Funktionsweisen. Klickt euch einfach mal durch unsere Galerie.

Solo oder geteiltes Vergnügen

Übrigens: Wenn man alleine ist und masturbiert, muss das nicht unbedingt ein Ausgleich für mangelnden Geschlechtsverkehr sein. Es ist ein absoluter Irrglaube, dass Männer und Frauen sich nur dann selbst befriedigen, wenn sie keinen Sexpartner haben. Das ist Quatsch. Und wer sich als Frau einen Kopf macht, dass der Partner viel masturbiert, dann ist auch diese Sorge, dass ihm etwas im Sexleben fehlt, absolut unbegründet. Solosex ist eben doch anders als der Sex mit dem Partner oder der Partnerin. Konkurrenzdenken oder gar Eifersucht ist hier gar nicht nötig.

Dem Kopfkino freien Lauf lassen

​Man gönnt sich beim Solosex einen Augenblick des persönlichen Vergnügens, in dem alle Zwänge vergessen werden und alle Träume und Fantasien erlaubt sind. Hallo Kopfkino! Ihr könnt euch die wildesten Situationen (und Sexpartner) vorstellen. Hier geht es grad nur um euch.

​Und wenn ihr diesen intimen Moment mit eurem Partner teilen wollt (das muss allerdings nicht jedermanns Sache sein), kann das ein großer Vertrauensbeweis sein. Schöner Nebeneffekt: Indem er euch dabei zusieht, wie ihr euch selbst Lust bereitet, wird er zunehmend mit euren sexuellen Vorlieben vertraut! Da kann er sich glatt noch was von abgucken. Und heiß machen wird ihn das Schauspiel allemal.

von Redaktion

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