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Liebe & Psychologie

Warum Männer anders küssen als Frauen & weitere überraschende Fakten rund um den Kuss!

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 2. März 2016
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Klassischerweise wird Sex als die schönste Nebensache der Welt bezeichnet. Aber ist Küssen nicht eigentlich noch ein wenig schöner? Es ist die perfekte Mischung aus sexuell aufgeladen und zart und gefühlvoll.

Küssen ist toll. Es zieht einem immer ein wenig den Boden unter den Füßen weg. Lässt einen alles um sich herum vergessen. Ist irgendwie magisch. Kein Wunder, dass wir bis zu unserem 70. Lebensjahr 110.000 Minuten mit Küssen zubringen. Wobei es noch deutlich mehr sein könnte, wenn man überlegt, dass wir Deutschen durchschnittlich ein Drittel weniger als unsere europäischen Nachbarn küssen (Umfrage Friendscout24). Wir sollten also dringend aufholen und mehr küssen!

Hier ein paar Kuss-Fakten:

  • Küssen ist eine sportliche Angelegenheit: Wer küsst, beansprucht je nach Kuss-Intensität zwischen 29 und 38 Muskeln in seinem Gesicht und verbrennt pro 3-Minuten-Kuss 12 Kalorien. Schöner kann keine Diät sein!
  • Ein durchschnittlicher Kuss dauert heutzutage doppelt solange wie noch vor 20 Jahren. Damals küssten sich Menschen nur knappe sechs Sekunden lang.
  • Küssen ist sexy: Da Lippen und Zunge über eine große Menge an Nerven verfügen, wird ein Kuss zum gefühlvollen Erlebnis, denn die Nerven reagieren extrem sensibel.
  • Küssen macht schön, gesund und glücklich: Bei einem Kuss steigt der Adrenalinspiegel, die Durchblutung wird gefördert und da beim Küssen Bakterien übertragen werden, produziert der Körper mehr Abwehrkräfte. Küssen stärkt also das Immunsystem. Durch die erhöhte Durchblutung und die Ausschüttung von Endorphinen wird der Teint rosig und straff, die Augen werden zum Leuchten gebracht und Glücksgefühle freigesetzt. Ein Kuss ist also ein echter Alleskönner.
  • ​97 Prozent der deutschen Frauen schließen bei einem Kuss die Augen. Bei den Männern tun das nur 30 Prozent.

Komische Studien oder: Wenn Männer küssen

Eine Studie der Universität New York zum Thema Kuss hat herausgefunden, dass Männer aus anderen Gründen küssen als Frauen. Laut der Studie sei ein Kuss für eine Frau eine schöne Angelegenheit, die das Vertrauen zwischen den Küssenden stärke. Männer sollen in einem Kuss lediglich ein Mittel zum Zweck sehen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Sex zu haben. Auch in der Kuss-Technik hätten Männer andere Vorlieben, so die Studie. Für Männer müsse ein Kuss feucht und intensiv sein, während es den Damen nur auf gefühlvolle Zungenspiele mit zärtlichen Gesten ankomme.

​So ein Unsinn, denken wir uns. Und sind froh, dass Studien nicht immer auf jeden Menschen auf diesem Erdball zutreffen. Denn: Auch Frauen lieben feucht-intensive Küsse und auch Frauen werden scharf, wenn sie leidenschaftlich geküsst werden. Also!

10 Tipps für den perfekten Kuss:

Perfekt muss gar nichts sein, schon klar, aber es gibt ein paar Dinge, die beim Küssen wichtig sind. Hier sind zehn Dos für herrlich sinnliches Küssen:

  • Verzichte auf zentimeterdicken Lippenstift. Gedanken über verschmiertes Make-up stören beim Küssen nur. Und vielleicht steht dein Partner ja auch nicht gerade darauf, hinterher wie ein Travestiekünstler auszusehen.
  • Entspann dich beim Küssen. Küssen ist toll, wenn man es mit Haut und Haar und Gefühl macht. Es gibt nichts Schlimmeres als hektische, lieblose Küsse.
  • Gib dich ganz dem Moment und deinem Kuss-Partner hin - und geh nicht in Gedanken schon die Einkaufsliste für den Supermarkt durch. Im Idealfall vergisst du alles um dich herum.
  • Ramm deinem Kusspartner nicht direkt deine Zunge in den Hals, als gäb's kein Morgen. Geh es langsam an und steiger dich.
  • Warum immer auf den Mund? Es gibt so viele schöne Körperstellen, die sich über zarte Lippen freuen.
  • Sei aktiv beim Küssen. Das hier ist das Terrain von uns Frauen, weil wir meist recht sensible Küsser sind. Also zeig ihm, wie süß deine Küsse sind.
  • Jeder Mensch küsst anders. Deshalb geh auf den anderen ein, reagiere auf seine Küsse, taste dich langsam vorwärts, sei gefühlvoll. Dann ergibt sich alles wie von selbst.
  • Beim Küssen werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht. Deshalb sei nicht zimperlich, wenn ihr euch ein wenig ansabbert beim Knutschen. Das gehört eben dazu. Wer nur darauf achtet, nicht zu nass zu küssen, der macht definitiv etwas falsch.
  • Küssen bedeutet nicht nur, dass sich die Lippen berühren. Umfass sein Gesicht mit deinen Händen, schieb ihm deine Hände unter den Pulli, zeig Körpereinsatz, sei aktiv und leidenschaftlich.
  • Ein Kuss kann tausend Facetten haben. Er kann knabbernd, saugend, kitzelnd, sinnlich, zart, liebevoll, fordernd, zurückhaltend und sogar gebissen sein. Küss nicht wie in einem cleanen Hollywoodstreifen, sondern küss, wie du es fühlst!

Das bitte nicht:

  • Jeder, der küsst, freut sich, wenn das Gegenüber nicht übermäßig unter Mundgeruch leidet. So ein bisschen Zahnpasta oder ein Kaugummi wirken da wahre Wunder und zeigen dem anderen: Du bist mir nicht total egal. Ich will für dich angenehm sein.
  • Zu viele Bartstoppeln – sorry, Jungs, aber danach ist unser Gesicht knallrot und gereizt. Es gibt eine perfekte Bartlänge fürs Knutschen - und es gibt eine, die für uns Frauen die reinste Folter ist.
  • Küssen aus Pflichtgefühl - geht leider gar nicht. Lieblose Pflichtküsse gehören abgeschafft. Also sei entweder mit deinem Herz und Kopf dabei, oder lass es.

Kuss ist nicht gleich Kuss

Der Begrüßungskuss: In einigen Kulturen verpönt, in vielen fester Bestandteil des Begrüßungsrituals. In Deutschland sind dies zwei Küsse auf die Wangen, während man in den Niederlanden oder der Schweiz drei Mal küsst. In manchen Regionen Frankreichs küsst man vier Mal.

Der Handkuss: Symbolisiert Zuneigung, Respekt oder Unterwürfigkeit. Bei unverheirateten Frauen darf er dem Knigge nach nur angedeutet werden.

Der Zungenkuss: Der Zungenkuss ist ein intimes Zungenspiel, meist zwischen Liebenden, der als Auftakt für weitere sexuelle Handlungen gilt. Im asiatischen Raum sind solche Zuneigungen in der Öffentlichkeit verboten.

Der Bruderkuss: Wenn der Gorbatschow mit dem Honecker ... Der Bruderkuss ist eine Form der Ehrerbietung zwischen Staatsmännern, bestehend aus einer Umarmung und einem gegenseitigen Kuss auf die Wange (gelegentlich auch auf den Mund).

Der Filmkuss: Ist heute zumeist ein richtiger Kuss. Früher war das eine akrobatische Meisterleistung: Da wurde bei einem Filmkuss das Kinn geküsst oder mit der eigenen Zunge gegen die Wange gedrückt, um vorzutäuschen, die Zunge des anderen befände sich im eigenen Mund.

Der Eskimokuss: In Asien und der Arktis begrüßt man sich mit einem Nasen- bzw. Eskimokuss. Dabei werden die Nasen aneinander gerieben. Dies ersetzt aber nicht das Küssen zwischen Liebenden.

Der Schmetterlingskuss: So nennt man die zärtliche Berührung der flatternden Wimpern, die über Gesicht und andere Körperstellen streichen.

Die schönsten Promiküsse

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