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Pornosucht: Wenn der Kick zum Zwang wird

  

Pornosucht: Längst keine Seltenheit mehr. - Pornosucht: Wenn der Kick zum Zwang wird
Pornosucht: Längst keine Seltenheit mehr.
"Ich war so süchtig, dass ich bei den geilsten Frauen nichts mehr gespürt habe. Ich war so leer ..." - mit diesen Worten schockte Patrick Nuo im Dschungelcamp 2013 die Zuschauer. Und rückte damit ein Thema in den medialen Fokus, das bislang belächelt wurde: Pornosucht. Der Sänger hat eigenen Angaben zufolge jahrelang täglich mehrere Stunden Sexfilme im Netz angesehen.

Durch das Internet ist es relativ einfach geworden, Pornos zu konsumieren. Lagen früher die pubertierenden Jungs auf der Lauer, um im Playboy heimlich einen nackten Busen zu sehen, so bietet das Netz heute einen leichteren Zugang und ein schier unendlich großes Angebot.

Was steckt hinter der Pornosucht?
Pornos zu schauen ist nichts, wofür man sich zu schämen braucht. Auch wenn es gerade Frauen immer noch schwer fällt: Wir sollten unserem Partner das Recht zugestehen, sich dort Lust zu holen, wo es ihm gefällt.

Männer mögen die virtuelle Erregung via Bildschirm. "Im Gegensatz zu vielen Frauen sind Männer visuell leichter erregbar, sie holen sich den Appetit gerne beim Zusehen, während Frauen lieber fühlen. Dieses Appetitholen hat aber mit der realen Partnerin nichts zu tun, die man riechen, fühlen und schmecken kann. Es geht hier nicht um Konkurrenz, egal, wie perfekt die Filmdamen aussehen mögen", so Dr. Frauke Höllering, Allgemeinmedizinerin mit Schwerpunkt Sexualmedizin.

Pornosucht: Längst keine Seltenheit
Doch der Pornokonsum kann sich auch schnell in ungesundem Maße steigern und zum Problem werden. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland zwischen 200.000 und 500.000 Internet-Sexsüchtige. Neun Zehntel davon sind Männer. Per Mausklick ist es ganz leicht, Zugang zu pornografischem Material zu bekommen. Alles geschieht still und heimlich am heimischen Bildschirm. Die Anonymität ist gewahrt, niemand bekommt etwas mit von der Lust auf Pornos.

Virtuelles statt reales Sexleben
Wie viel Porno ist normal und wann spricht man von Sucht? Die Grenze zur Pornosucht ist überschritten, wenn der Betroffenen die Kontrolle verliert und seinem Drang permanent nachgeben muss. Professor Rudolf Stark von der Universität Gießen leitet eine Studie zum Thema Pornosucht, bei der die Gehirne von Sexsüchtigen im Kernspintomographen untersucht werden, während sie Pornos gucken. "Durch den ständigen Konsum von Pornos entsteht eine Konditionierung. Immer mehr Anreize führen zu einem Impuls, der sich irgendwann nicht mehr unterdrücken lässt. Dann reicht oft schon der Anblick eines Computers, um erregt zu werden", erklärte er gegenüber bild.de.

> Folgen und Wege aus der Pornosucht




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Veröffentlicht von
am 16/02/2013
Die Lesernote:3/5 
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