Das Gehirn (Cerebrum, Enzephalon) des Menschen wiegt im Schnitt 1.400 Gramm, wobei Körpergewicht und Geschlecht eine Rolle spielen. Allerdings besteht zwischen dem Hirngewicht eines Individuums und seiner Intelligenz kein Zusammenhang.
 Gehirnfunktionen |
Vereinfachend kann man das Gehirn in Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn und Hirnstamm unterteilen. Das Großhirn macht etwa 80 Prozent der Hirnmasse aus. Das Gehirn ist außerdem in zwei Hälften (Hemisphären) aufgeteilt, die durch den Balken (Corpus callosum) miteinander verbunden sind.
Das Gehirn dient dazu, Sinneseindrücke zu verarbeiten und die Funktionen des Organismus zu koordinieren und aufrechtzuerhalten. Hierzu bedarf es fortwährender Kommunikation zwischen Milliarden von Gehirnnervenzellen (Neuronen) über elektrische Impulse, welche über das Elektroenzephalogramm (EEG) messbar sind.
Bestimmte Hirnleistungen können anatomischen Hirnregionen zugeordnet werden. Manche Fähigkeiten des Gehirns zeigen, abhängig vom Individuum, eine unterschiedliche Seitenlokalisation. Durch Beobachtung des Hirnstoffwechsels, zum Beispiel des Sauerstoff- oder Glukoseverbrauchs und durch Ableitung der Gehirnströme in Form eines EEG kann die Hirntätigkeit zum Teil auch anhand der begleitenden Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden. Solche funktionellen Untersuchungen des zerebralen Stoffwechsels können zum Beispiel mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder der funktionellen Magnetresonanztomographie durchgeführt (MRT) werden.
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