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Cholesterin ist eine den Fetten ähnliche Substanz, die chemisch zu den Alkoholen gehört. Es kommt in allen Zellen des menschlichen Körpers vor und übernimmt verschiedenste Aufgaben und Funktionen. Der Körper nimmt es zum Teil aus der Nahrung auf; andererseits produziert er es in Leber und Darm selbst.
unterscheiden, denn Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin!
Wie viel Cholesterin hat man im Körper – und wo?
Ein gesunder menschlicher Körper enthält ca. 140 bis 250 Gramm Cholesterin. Es findet sich vor allem im Gehirn, in der Nebenniere, in Eierstöcken und Hoden in höherer Konzentration.
Überschüssiges Cholesterin scheidet der Körper über die Leber aus - unabhängig davon, wie viel Cholesterin man über die Nahrung aufnimmt, erhöht sich der allgemeine Cholesterinspiegel mit steigendem Lebensalter. HDL, LDL - was bist das? HDL und LDL sind keine Abkürzungen der Jugendsprache, sondern die Namen der Trägereiweiße (sog. Lipoproteine), die das Cholesterin durch den Blutkreislauf transportieren. Cholesterin ist nicht wasserlöslich und wird daher an solche Eiweiße gekoppelt im Blut transportiert. Dabei gibt es Lipoproteine mit höherer Dichte und solche mit niedrigerer. Die Cholesterinform richtet sich danach, in welchem Lipoprotein das Cholesterin gebunden ist. Beim HDL-Cholesterin liegt es gekoppelt an High-Densitiy-Lipoproteine vor; beim LDL-Cholesterin gekoppelt an Low-Density-Lipoprotein mit niedriger Dichte. Warum gibt es "gutes" und "böses"
LDL-Cholesterin (Eselsbrücke: L= Lästig) wird umgangssprachlich als das böse Cholesterin bezeichnet. Die LDL-Partikel transportieren Cholesterin im Blut von der Leber in die Zellen. Wird besonders viel davon transportiert oder sind das Gleichgewicht und der Transportmechanismus gestört, kann sich das Cholesterin in den Gefäßen ablagern und so zu Arterienverkalkung führen. Die Gefäße verengen sich, können sogar verstopfen. Mögliche Folgen sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Die HDL-Teilchen übernehmen den Part des "Good Guys" und bringen Cholesterin zurück in die Leber, wo es abgebaut wird. Es gilt also, den LDL-Cholesterinwert niedrig zu halten und den HDL-Cholesterinwert hoch, um sich vor Erkrankungen des Kreislaufsystems, die in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen gehören, zu schützen. Warum sind Transfette schlecht? Transfette finden sich vor allem in Fast Food und werden deswegen von vielen Ernährungsexperten verteufelt, da sie den Hormonspiegel beeinflussen und die LDL-Cholesterinwerte im Blutt erhöhen. Diese Transfette entstehen bei der industriellen Fetthärtung, wenn Öle besonders stark erhitzt werden, also in fast allen Fast-Food- und Fett-Leckereien, vom Donut bis zum Käseburger. Lebensmittelhersteller, beispielsweise von Nussnougatcreme oder Margarine, haben reagiert und den Gehalt an Transfettsäuren in ihren Produkten im Lauf der Jahre reduziert.
Von einem hohen oder niedrigen Cholesterinwert zu sprechen gibt generell noch keine Hinweise auf mögliche Erkrankungsrisiken. Es gilt, den Cholesterinspiegel genau und in seinen einzelnen Bestandteilen unter die Lupe zu nehmen. Hinweise zu den jeweiligen Richtwerten findet man beispielsweise auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V." (www.dge.de). Den Arzt interessieren nicht nur die HDL- und LDL-Werte, sondern auch die Blutkonzentration anderer Fette: der Triglyceride. Kann ich meinen Cholesterinwert also nicht beeinflussen? Doch, Untersuchungen haben ergeben, dass manche Lebensmittel bei manchen Menschen den Cholesterinwert erhöhen können. Aber eben nicht müssen. Warum dies so ist und warum welche Menschen davon betroffen sind, ist noch nicht geklärt. Daher sollte jeder seinen eigenen Cholesterinspiegel im Blick haben und gegebenenfalls vom Arzt abklären lassen.
Fakt ist jedoch, dass die Ernährung beim Cholesterinspiegel nicht unbedingt die Hauptrolle spielt. Auch die Gene können für einen erhöhten LDL-Spiegel verantwortlich sein. Das selbe gilt für Erkrankungen wie beispielsweise einer Unterfunktion der Schilddrüse oder Erkrankungen von Leber oder Nieren. Der Arzt kann Medikamente verordnen, die den LDL-Cholesterinspiegel senken. Zu niedrige Cholesterinwerte können auf eine Überfunktion der Schilddrüse oder andere Erkrankungen hinweisen. Zudem steht ein zu niedriger Cholesterinspiegel im Verdacht, eventuell Krebsentstehungen zu begünstigen oder durch eine Krebserkrankung verursacht zu werden. Es empfiehlt sich also generell und im Verdachtsfall ganz besonders, mit seinem Hausarzt über die eigenen Cholesterinwerte zu sprechen. Nicht zu vergessen: Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, fördert seine Gesundheit. textkern/jw
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Veröffentlicht von Julia Windhoevel am 14/06/2010 14:53:00 | |||||||||||
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