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Unter sexueller Enthaltsamkeit versteht man die Abstinenz in Bezug auf sexuelle Aktivitäten. Verzichtet eine Person nur auf bestimmte sexuelle Handlungen wie zum Beispiel Geschlechtsverkehr, bezeichnet man dies als partielle Abstinenz. Eine totale Abstinenz liegt vor, wenn man auf sämtliche Aktivitäten – einschließlich Selbstbefriedigung – verzichtet. Sexuelle Enthaltsamkeit kann verschiedene Ursachen haben. Sie beruht oft auf religiösen oder auch spirituellen Lebenseinstellungen, kann aber auch in mangelndem sexuellen Interesse begründet sein. Abstinenz kann sich sowohl auf kurze Zeitabschnitte beziehen als auch lebenslang andauern. So beschließen manche Paare beispielsweise, mit dem Geschlechtsverkehr bis nach der Hochzeit zu warten. Mönche hingegen sind verpflichtet, ein Leben lang enthaltsam zu sein. Sexuelle Enthaltsamkeit kann nicht nur freiwillig, sondern auch unfreiwillig erfolgen, wenn zum Beispiel eine Person durch eine Behinderung oder durch eine Erkrankung eingeschränkt ist. Medizinisch gesehen gibt es keine Hinweise darauf, dass Enthaltsamkeit langfristig zu negativen körperlichen Auswirkungen führt. Allerdings kann es unter Umständen zu psychischen Folgen wie zum Beispiel negativen Verhaltensweisen oder Ersatzhandlungen kommen, welche von den individuellen Einstellungen der jeweiligen Person abhängig sind.
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