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Inzest ("Blutschande", lat. incestum = Unzucht) bezeichnet den Geschlechtsverkehr zwischen sehr engen Verwandten in auf- oder absteigender Linie wie Vater und Tochter oder zwischen Mutter und Sohn sowie zwischen Geschwistern. Je nach Kultur wird der Begriff Inzest auch weiter gefasst und kann zum Beispiel auch weitere Angehörige einer Gruppe umfassen. Inzest ist genetisch gesehen eine Form der Inzucht, also der sexuellen Fortpflanzung beziehungsweise Kreuzung nahe verwandter Lebewesen. Inzucht begünstigt Erbkrankheiten und ist in vielen Staaten, wie auch in Deutschland, gesetzlich verboten. Über die Häufigkeit von Inzest können keine gesicherten Angaben gemacht werden; es wird vermutet, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. Die meisten Menschen verfügen über eine natürliche Inzestmeidung. Auch unter nicht verwandten Kindern, die gemeinsam aufwachsen, ist das Interesse an sexuellen Kontakten innerhalb der Gruppe in der Regel sehr gering. Inzest kann die psychosexuelle Entwicklung von Minderjährigen schwer beeinträchtigen. Je jünger das Kind und je länger der Inzest andauernd, desto schwerwiegender können die psychischen Folgen sein. Hat ein Erwachsener sexuelle Phantasien in Bezug auf sein eigenes Kind, ohne jedoch sexuelle Handlungen vorzunehmen, wird dies als latenter Inzest (lat. latens = verborgen) bezeichnet. Jetzt weiterlesen auf Onmeda.de: Inzest
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