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Die Veranlagung von Menschen, ihre Sexualität nur oder vornehmlich mit Kindern ausleben zu wollen, wird als Pädophilie (Kinderliebe) bezeichnet. Pädophilie zählt zum abweichenden Sexualverhalten, welches auch als Paraphilie bezeichnet wird. Als Päderastie (griech. erastes = Liebhaber) wird die "Liebe" von Männern zu Jungen genannt. Dabei sollte aber unbedingt zwischen der reinen Veranlagung und dem tatsächlichen Missbrauch von Kindern unterschieden werden. Nicht jeder pädophil veranlagte Mensch tritt auch durch den Missbrauch von Kindern in Erscheinung. Pädophile Menschen erreichen sexuelle Befriedigung und Erregung überwiegend oder ausschließlich durch sexuelle Handlungen mit Kindern. Die Kinder sind dabei in der Regel noch nicht in der Pubertät oder befinden sich in einer frühen Phase der Pubertät. Der Pädophile ist dabei mindestens 16 Jahre alt. Die gelebte Sexualität von Erwachsenen – meist Männern – mit Kindern wurde sehr lange öffentlich kaum diskutiert und oft sogar verdrängt, verschwiegen oder sogar zumindest heimlich gebilligt. Viele der bekannt gewordenen sexuellen Missbräuche von Kindern finden innerhalb des engeren sozialen Umfelds, häufig durch Väter, Stiefväter, Verwandte, Erzieher oder Lehrer statt. Je enger die familiäre Bindung zwischen Opfer und Täter ist, desto größer ist oft die Scheu, derartige Taten zur Anzeige zu bringen. Daher werden Fälle innerhalb der familiären Umwelt meist erst sehr viel später, zum Beispiel wenn die Kinder aus dem Haus oder erwachsen sind, angezeigt.
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