Schwefel

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Schwefel


 - Schwefel
Schwefel ist ein Nichtmetall mit der Ordnungszahl 16 und dem chemischen Symbol S. Er tritt in einer ganzen Reihe von verschieden Modifikationen auf. So gibt es den rhombischen Schwefel, der auch als a-Schwefel bezeichnet wird. Er bildet rhombenförmige Kristalle mit einer hellen gelben Farbe. Diese Modifikation ist den meisten Menschen als der Schwefel bekannt. Durch Erwärmen bzw. Erhitzen bilden sich weitere Formen mit anderen Farben und Eigenschaften. So gibt es den ?-Schwefel, den ß -Schwefel oder den µ -Schwefel.

Die beiden französischen Chemiker Gay-Lussac und Louis Jacques Thénard bewiesen den Elementencharakter von Schwefel. Mit Ausnahme des Platins, des Golds, des Iridiums, des Tellurs und des Jods sowie aller Edelgase, bildet der Schwefel zahlreiche chemische Verbindungen mit anderen Elementen. So entsteht bei der Verbrennung von Schwefel an der Lust beispielsweise das giftige und stechend riechende Schwefeldioxid.

In der Mythologie, besonders der mittelalterlich-christlichen, war Schwefel meist mit dem Teufel oder der Hölle verbunden. In der Erdhülle ist der Schwefel das fünfzehnthäufigste Element, es kommt dort auch elementar vor. Große Schwefellager gibt es u.a. auf Sizilien/Italien, in den USA, im Irak, in Chile, in Peru und in Polen. In Kohle, Erdöl sowie Erdgas kommt Schwefel in nennenswerten Mengen vor, weshalb oft aufwändige Entschwefelungsmaßnahmen erforderlich werden, um die Substanzen bestimmungsgemäß verwenden zu können. Schwefel wird vor allem zur Herstellung von Schwefelsäure, beim Vulkanisieren von Gummi oder in Düngemitteln verwendet. Im Pflanzenschutz wird es, in Wasser gelöst, vor allem gegen Mehltau eingesetzt. Das Schwefeln gegen Pilze und Bakterien ist z.B. beim Schwefeln von Weinfässern bekannt, auch eine Reihe von Trockenfrüchten werden auf diese Weise behandelt. In medizinischen Heilbädern kommen schwefelhaltige Bäder zur Anwendung.

In der Medizin wird Schwefel, z.B. in Form des gefällten Schwefels (Sulfur praecipitatum), äußerlich bei Hautkrankheiten eingesetzt. Hierbei wird die Verhornungen lösende (keratolytische) und entzündungshemmende Wirkung des Schwefels genutzt.


Jetzt weiterlesen auf Onmeda.de: Schwefel

Veröffentlicht von der Gesundheits-Redaktion
am 05/12/2008 14:05:00
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