|
Sekundäre Pflanzenstoffe sind Substanzen, die ausschließlich von Pflanzen hergestellt werden. Diese Substanzen sind chemisch sehr verschiedenartig und haben zahlreiche Funktionen für die Pflanzen. So dienen viele sekundäre Pflanzenstoffe den Pflanzen zum Beispiel als Fraßschutz oder als Lockstoffe.
Auf den Menschen wirken einige sekundäre Pflanzenstoffe giftig, wie zum Beispiel das in gekeimten Kartoffelknollen vorkommende Solanin. Sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe haben jedoch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die Angaben darüber, wie viele sekundäre Pflanzenstoffe es gibt, sind sehr unterschiedlich. Man schätzt jedoch, dass es zwischen 60.000 und 100.000 Substanzen sind. Ob diese auch lebensnotwendig sind, ist bisher noch unbekannt. Bei den meisten sekundären Pflanzenstoffen ist bislang auch noch nicht bekannt, wie sich diese genau auf den menschlichen Körper auswirken.
Interessant ist jedoch, dass, wenn man einige der sekundären Pflanzenstoffe isoliert und diese einzeln einnimmt, diese zum Teil ihre gesundheitsfördernde Wirkung verlieren. So führen etwa Sojaprodukte zu einer Senkung des Cholesterinspiegels, nachweislich verursacht durch die darin enthaltenen Isoflavone. Die isolierten Isoflavone allein können diese Wirkung jedoch nicht hervorrufen. Demnach scheint es wichtig zu sein, die sekundären Pflanzenstoffe im Komplex aufzunehmen, damit diese zusammen wirken oder mit anderen Inhaltsstoffen der Pflanze interagieren können, also in Form von ganzen Portionen Obst und Gemüse anstelle von zum Beispiel Nahrungsergänzungsmitteln.
Aufgrund der noch relativ geringen Datenlage können bislang keine genauen Verzehrempfehlungen gegeben werden. Wer viel Obst und Gemüse isst und regelmäßig Nüsse oder Vollkornprodukte zu sich nimmt, fördert damit jedoch auf jeden Fall die eigene Gesundheit.
|