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Vanadium ist in seiner reinen Form ein stahlgraues Schwermetall. Es besitzt die Ordnungszahl 23 und das chemische Symbol V. Es ist bereits unter Normalbedingungen (20°C) gut zu bearbeiten (Schmieden, Walzen) und steht in der Elementenhäufigkeit in der Erdhülle an 23. Stelle.
In der Natur ist Vanadium vor allem in fossilen Brennstoffen (Erdöl) enthalten. Seinen Namen erhielt es von dem schwedischen Chemiker Niels Gabriel Sefström. Er benannte es nach der nordischen Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und des Frühlings Frya (Fryja), die zu dem Geschlecht der Vanen gehörte und den Beinamen Vanadis besaß. Die Entdeckung dieses Elements wird dem mexikanischen Chemiker Andrés Manuel del Rio zugeschrieben.
Vanadium wird vor allem aus Titanomagnetiterzen in den USA, China, den GUS-Staaten sowie in Südafrika gewonnen. Das hellrote Mineral Vanadimit (Bleivanadamat) ist besonders in Marokko zu finden ist. Vanadium wird überwiegend zur Legierung von Stählen, als Katalysator und zur Farbstoffherstellung verwendet.
Es gibt Hinweise darauf, dass Vanadium krebserregend sein könnte. Sicher ist, dass die Inhalation von vanadiumhaltigem Staub zu Reizungen der Atemwege führt. Daher sind für Arbeitsplätze, an denen Vanadium eingesetzt wird, auch Höchstgrenzen für die Substanz festgelegt worden, die sog. MAK-Werte (minimale Arbeitsplatzkonzentration). Der MAK-Wert für Vanadiumpentoxid (V2O5) beträgt 0,1 mg/m3 Rauch bzw. 0,5 mg/m3 Staub.
Im menschlichen Organismus befinden sich etwa 100 g Vanadium, vor allem im Skelett und einigen inneren Organen.
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