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Ehe-Phobie: Warum haben Männer Angst vor der Hochzeit?

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 16. Dezember 2009

Single-Leben, lockerere Bindungsformen (Stichwort "Light Ehe"), wilde Ehe auf immer und ewig... Diese Phänomene kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn sie bestimmen unsere gegenwärtige Gesellschaft mehr und mehr. Nicht nur in Großstädten.

Woran liegt es? Wachsende Schnelllebigkeit; die Angst, etwas zu verpassen; die Unlust, bei der persönlichen Lebensvorstellung Kompromisse einzugehen; die Furcht, sich zu schnell zu binden.... Letztgenannte Angst ist vor allem beim starken Geschlecht zu beobachten:
Immer mehr Männer haben Angst vor der Hochzeit.

Doch was steckt hinter der Ehe-Phobie der Männer?


Eine belastende Vergangenheit
Um eine Liebesbeziehung voll und glücklich auszuleben und sich fest zu engagieren, ist die Situation der Eltern wichtig. Sind sie noch verheiratet? Leben Sie immer noch zusammen? Und sind sie dabei auch glücklich? All diese (und noch viel mehr) Fragen können die Entscheidung eines Mannes beeinflussen, wenn es darum geht, sich fest durch eine Ehe zu binden oder nicht.

Die Anzahl der Scheidungskinder, die noch an die Ehe glauben, ist verschwindend gering. Manche halten die Ehe (zum Glück) immer noch für eine Lebensform ist, die funktionieren und auch langfristig halten kann. Aber einmal herangewachsen entscheiden sich viele Männer trotzdem für die entgegengesetzte Lösung:
Ein Leben ohne Trauschein.

Geschiedene oder getrennte Eltern überschatten oft die ganze Familie mit einer düsteren Wolke und belasten sie mit einem Gefühl der Traurigkeit und Leere. Vei vielen Männern ist dieses Trauma so prägend, dass es zu einer reellen Angst vor der Hochzeit führt. Überzeugt davon, dass die Ehe von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist, weigern sie sich, sich fest zu engagieren und vermeiden somit eine mögliche Trennung, die für sie schmerzhaft sein könnte. Die Angst, das elterliche Modell zu wiederholen, spielt also eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung gegen die Hochzeit.

Die (falsche) Vorstellung von der Ehe
Für viele Männer schwingt im Wort "Hochzeit" auch gleich der Begriff "Scheidung" mit. Fazit: Wozu sich erst die Mühe machen, wenn es sowieso nicht hält? Und so sind Kommentare nach dem Motto "Warum heiraten, wenn wir doch auch so glücklich sind?" nicht zu vermeiden - und gnadenlos entwaffnend. Selbst wenn er DIE Frau seines Lebens getroffen hat: Die Angst, sich dem Risiko einer Scheidung auszusetzen und verletzt zu werden, terrorisiert ihn so sehr, dass er es vorzieht, den Schritt der Ehe erst gar nicht zu wagen.Für andere bedeutet heiraten, das Selbstbild zu ändern, das das Paar von seiner eigenen Beziehung hat. Die Angst, für immer und ewig zur Alltagsroutine verurteilt zu sein, macht sich breit: Im Laufe der Zeit ändern sich die Gefühle, die Leidenschaft lässt nach, die anfängliche Flamme der Liebe erlischt und der einzige Ausweg ist... die Trennung. Wieder andere finden das symbolische Gewicht der Hochzeit zu belastend, um es sich aufbürden zu wollen.

Angst vor erneutem Scheitern
Manche Männer, die bereits eine herbe Liebesenttäuschung mit einer schmerzhaften Trennung hinter sich haben, möchten diese Erfahrung nicht wiederholen und ziehen es vor, erst gar nichts Neues aufzubauen, um sich der Gefahr eines weiteren Liebes-Fiaskos nicht auszusetzen. Selbst wenn sie vorher zu einem festen Engagement bereit waren, möchten sie nun weder von Hochzeit noch von Hausbau und noch weniger von Kindern etwas wissen. Sie haben das ungute Gefühl, dass sie sich noch einmal täuschen könnten und vertrauen ihrem eigenen Urteilsvermögen nicht mehr über den Weg. Und niemand vermag es, Ihnen diese Angst auszutreiben!

Ihr Partner zeigt sich in puncto Hochzeit besonders resistent? Dann versuchen Sie, in einem Gespräch vorsichtig nachzuforschen, woher die Bindungsphobie, diese vehemente Angst vor der Hochzeit, rührt. Nur so können Sie seine Vorbehalte verstehen und ihm vielleicht dabei helfen, diese zu überwinden.



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