Beuteschema: Warum Frauen an den Falschen geraten

  

Das eigene Beuteschema erkennen und deuten - darin liegt der Schlüssel. - Beuteschema: Warum Frauen an den Falschen geraten
Das eigene Beuteschema erkennen und deuten - darin liegt der Schlüssel.
Tipps, um den richtigen Mann fürs Leben und die Liebe zu finden, gibt es wie Sand am Meer. Sie sind meist so zahlreich wie unnütz. Einer davon besagt, dass man nur eine bestimmte Anzahl von Fröschen küssen muss, weil nach dem in der Regel zwölften Frosch endlich der Traumprinz vor einem steht. Leider funktioniert das nicht immer. Vor allem, wenn Frauen immer wieder nach dem gleichen Beuteschema vorgehen - und damit immer wieder so richtig auf die Nase fliegen.

Warum? Nun ja, weil sie einfach immer wieder an den falschen Mann geraten. Doch was genau ist falsch und wie kommt es, dass sich die potentiellen Prinzen, die uns begegnen, allzu oft als Niete erweisen? Schließlich kann aus der großen Masse an Männern doch nicht zielgenau immer wieder ein Frosch herausgezogen werden, oder? So viel Pech kann doch niemand haben. Da muss etwas Anderes dahinter stecken.

Beuteschema: Die Suche nach dem Haken
Steckt da also ein Prinzip hinter und suchen wir uns vielleicht einfach immer ganz bewusst Männer aus, die gar nicht zu uns passen? Wir müssen, bevor wir den geeigneten Partner suchen, erst einmal bei uns selbst anfangen. Wir müssen uns fragen, wo genau der Haken bei unseren gescheiterten Beziehungen lag und welche Gründe hinter diesem Haken steckten.

Nehmen wir eine beliebige Freundin, von der der Freundeskreis behauptet, sie sei doch eigentlich eine tolle Frau. Nennen wir sie Anna. Anna ist keine Spur unattraktiver und weniger liebenswert als die anderen Frauen. Trotzdem muss man als gute Freundin feststellen, dass Anna immer wieder auf Männer fliegt, die ihr nicht gut tun, die eigentlich noch nicht einmal zu ihr passen. Jene Art von Männer also, die sie niemals glücklich machen werden. Leider hilft diese gut gemeinte Erkenntnis über ihr Beuteschema Anna herzlich wenig. Sie sagt, Liebe habe wenig mit Vernunft zu tun. Wenn es funkt, dann lässt sich das weder steuern noch erklären.

Erlernte Beziehungsmuster
Die gute Nachricht für Anna: Wir haben sehr wohl einen Einfluss auf unser Liebesglück. Geraten wir immer an den Falschen, steckt dahinter oft ein Beziehungsmuster, das wir seit der Kindheit mit uns herumtragen. Und das sollten wir einmal genau hinterfragen. Denn oft ist der Mann gar nicht das Problem, sondern einfach nur unser Muster, nach dem wir Beziehungen führen. Zu eng, zu distanziert, zu offen, zu introvertiert: Wie wir uns in einer Partnerschaft verhalten, welches Verhältnis wir zu Nähe und Distanz haben, wird bereits im Kindesalter entschieden beeinflusst.

Natürlich prägen uns auch die Erfahrungen, die wir im Laufe des Lebens machen, unsere Beziehungen, unser soziales Umfeld. Aber maßgeblich werden wir in den ersten drei Jahren unseres Lebens durch unsere Eltern geprägt - und damit ist der Grundstein fürs Leben gelegt, für unsere Art, mit anderen Menschen zusammen zu sein.

Negative Erfahrungen, die uns prägen
Letztlich wiederholen wir in unserem Leben und in unseren Beziehungen unbewusst das, was wir als kleine Kinder erlebt und vorgelebt bekommen haben. Leider auch die negativen Erfahrungen. Wer als Kind Trennung und Streit oder Vertrautheit und Zuneigung vorgelebt bekommen hat, wird dies unbewusst in seine späteren Beziehungen einbringen. Wer ein Scheidungskind ist, wird in einer Partnerschaft vielleicht nach einer Sicherheit suchen, die er so nicht kannte. Und wer ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hatte, wird vielleicht in den Männern in seinem Leben etwas suchen, dass dies ausgleichen kann.

Ein verkrampftes Verhältnis zu Nähe und Distanz, Schutzmechanismen aus Angst, verletzt oder verlassen zu werden, oder die Schwierigkeit, dem anderen Vertrauen entgegen zu bringen und sich zu öffnen - das alles kann aus Ängsten resultieren, die wir in der Kindheit erlebt haben.

Und sie können uns letztlich zu Beziehungsneurotikern machen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Denn fast immer geht es um die Themen Nähe und Distanz, Vertrauen, Dominanz und Unterordnung, wenn wir an einer Beziehung scheitern. Kaum jemand trennt sich wegen der falschen politischen Einstelltung oder einem schlechten Klamottenstil.




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Veröffentlicht von
am 19/08/2011
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