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Killing me softly: Wie man eine Beziehung fair beendet

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 30. Januar 2015
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Einen Schlussstrich zu ziehen und den, den man mal ehrlich geliebt hat, zu verlassen, ist nie einfach. Man sollte es sich auch auf keinen Fall einfach machen wollen. Letztlich ist das Wohlergehen des Verlassenen wichtiger in diesem Moment. Deshalb sollte man sanft vorgehen.

Wie man es NICHT macht, ist schnell gesagt: Man macht nicht per SMS Schluss. Auch nicht per Twitter, Skype, What's app oder sonst einer unpersönlichen Art und Weise. Man geht auch nicht, ohne dem anderen einen Grund zu nennen, damit er nicht komplett im Dunklen tappt. Und man sagt auch nicht gemeine Dinge wie: "Ich glaube, das war von Anfang an alles ein Fehler." Aber was genau ist richtig, wenn man dem anderen ein Messer ins Herz rammt? Klar, ohne dass es weh tut, wird es nicht gehen. Hier zumindest ein paar Dinge, wie man es einigermaßen erträglich macht für den anderen - und fair.

Der Ort

Am besten trifft man sich nicht an einem öffentlichen Ort, wo es allzu viele Zeugen gibt. Denn Tränen fließen mit Sicherheit. Deshalb sind das kleine, stille Eiscafé oder das gediegene Restaurant nicht wirklich passend. Aber auch bei ihm oder bei dir ist es nicht gut. Hier ist immer einer der Gast und der andere im Vorteil. Besser: Draußen, wo beide jederzeit flüchten können. Zum Beispiel bei einem Spaziergang im Park. So bleibt beiden eine Rückzugsmöglichkeit offen.

Die Worte

Klarheit ist oberstes Gebot. Keine ellenlange Einleitung, wie sehr man den anderen doch noch liebt, Küsse oder Zärtlichkeiten, sondern man sollte versuchen sachlich (soweit das geht) zu bleiben. Offen, klar und deutlich, damit es der andere versteht - aber auch nicht mit der Brechstange.

Bleib höflich – egal was kommt

Sei höflich und freundlich. Behandel ihn so, wie du in der Situation gerne behandelt werden würdest. Vor allem: Gib ihm die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren. Wenn er ausfallend wird, bleibe selber fair und sachlich. Er tut das letztlich nur, weil du ihm gerade weh tust. Das solltest du dir klar machen.

Keine alten Rechnungen begleichen

Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für Vorwürfe und Anklagen wie "Nie hast du…!" (Es sei denn natürlich, er hat dich extrem mies behandelt und hintergangen). Ansonsten zeig menschliche Größe und lass dich nicht auf Kleinstdiskussionen ein. Du musst hier nichts ausdiskutieren, denn du hast deinen Entschluss gefasst: Du willst dich trennen. Und du wirst deine Gründe haben. Dein Ziel: Einen sauberen Schlussstrich ziehen. Streit und Rache braucht ihr jetzt nicht.

Kleine Notlügen

Dir ist klar geworden, dass du mit ihm nie glücklich warst? Der Sex mit ihm war immer schlecht und richtig attraktiv fandest du ihn auch nicht? Letztlich hast du ihn womöglich gar nicht wirklich geliebt? Auch wenn dir das alles klar geworden sein sollte: Sag es ihm nicht so hart. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als wenn einen der Partner nach Jahren der Beziehung als "Irrtum" bezeichnet. Deshalb behalte Erkenntnisse, die ihn arg verletzen würden, besser (erstmal) für dich. Sollte es später ein klärendes Gespräch geben, kannst du immer noch deine Gefühle darlegen - also alle, auch die, die ihm weh tun werden.

Kein "Ich liebe dich noch" und Körperlichkeiten

Damit ist deinem jetzt Exfreund wirklich nicht geholfen - auch wenn du dich vielleicht besser fühlst. Halte dich auch mit Körperlichkeiten etwas zurück. Es würde ihn nur noch unglücklicher machen, deine Haut zu spüren und deinen vertrauten Geruch einzuatmen (Das heißt nicht, dass du ihn nicht trösten darfst, wenn er heulend vor dir sitzt. Notfälle und Ausnahmen gibt es immer!).

Bleib bei deiner Entscheidung

Es ist wirklich niemandem geholfen, wenn du wieder schwach wirst, sobald du siehst, wie sehr er leidet. Damit verschlimmerst du es alles nur, weil er die Hoffnung hat, dass die Trennung von dir nicht ernsthaft gewollt ist. Dass er doch noch eine Chance hat und nur kämpfen muss. Wenn du wirklich nicht mehr willst, dann werde nicht weich, sobald du Tränen siehst. Damit hilfst du ihm null. Nenn es auch nicht "Trennung auf Zeit", "eine Pause zum Nachdenken" oder "Auszeit", wenn du das gar nicht vorhast.

Mach es kurz

Mach diese schlimme Situation für ihn nicht zu einer gefühlten Ewigkeit. Komm auf den Punkt, sei lieb, aber klar und lass ihm danach die Zeit zu trauern. Ihn jetzt die ganze Nacht im Arm zu halten, wäre der falsche Weg.

Lass uns Freunde bleiben

Klar, keiner will diese Worte hören, wenn er mehr als Freundschaft will. Aber durch die Blume solltest du ihm das klarmachen. Dass du ihn als Mensch (womöglich) weiter magst, aber nicht mehr als Partner siehst. Und wenn die Zeit kommt, freust du dich, Kontakt zu ihm zu haben. Biete es ihm zumindest an (auch wenn er darüber nur zynisch lachen wird). Das ist zumindest ein Angebot an ihn.

Danach ...

... bitte keine stündlichen SMS "He, geht's dir einigermaßen?" oder "Ich denke an dich" oder "Das tut mir alles auch weh". Lass es einfach. Jeder Kontakt macht es für ihn schwerer. Der arme Kerl muss jetzt durch die Hölle und das geht für ihn einfacher, wenn du dich nicht blicken lässt. Sobald er dich wieder sieht oder Kontakt zu dir hat, geht es für ihn von vorne los. Das einzige, was du machen kannst: Sieh zu, dass seine Freunde jetzt für ihn da sind und ein wenig auf ihn aufpassen.

Wichtige Lebensweisheiten für schwierige Situationen:

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