Scheidungsstatistik: die Scheidungsrate steigt

 
Scheidungsstatistik: die Scheidungsrate steigt

Bei wie vielen Hochzeiten waren Sie schon eingeladen? Aber wetten, dass Sie noch (nicht) bei einer richtigen Scheidungsparty zu Gast waren, mit allem Drum und Dran: Sektlaune, Musik und Tanzen bis zum Umfallen.

Da die Anzahl der Scheidungen immer mehr zunimmt, werden auch die zwanglosen Scheidungsfeiern immer populärer: “In meinem Freundeskreis haben in den letzten 10 Jahren 5 von uns geheiratet. Heute sind 2 meiner Freundinnen schon wieder geschieden und die 3. hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt’", erzählt Nicole, die gerade eine Einladung zu einer Scheidungsparty bekommen hat.

Die Scheidungsrate steigt
Die Zahlen lassen keinen Zweifel aufkommen: In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden. Das statistische Bundesamt in Wiesbaden gab bekannt, dass im Jahr 2006 insgesamt 190.900 Scheidungen verzeichnet wurden. In den Großstädten gibt es überdurchschnittlich viele Ehescheidungen. Wien - der Stadt der Scheidungs- messe – erreichte im Jahr 2005 laut dem österreichischen Fernsehsender ORF mit einer Scheidungsrate von 63,3 % einen neuen Rekord.

Man schreckt heutzutage nicht mehr davor zurück, die Scheidung einzureichen, wenn die Ehe vor dem Aus steht. Darüber hinaus wurde die rechtliche Situation durch die Abschaffung des Schuldprinzips erheblich erleichtert. Jetzt zählt nur noch das Zerrüttungsprinzip. In einem Scheidungsverfahren wird also nur noch festgestellt, ob die Ehe nicht mehr zu retten ist und als Beweis dafür genügt in der Regel die Tatsache mindestens 1 Jahr getrennt zu leben. Das ist die berühmte Trennung von Tisch und Bett oder juristisch korrekt die Auflösung der häuslichen Gemeinschaft (§55 im Ehegesetz). Die Trennung wird damit fast zu einem „Ritual“, das genauso häufig vorkommt wie eine Geburt oder eine Hochzeit!

Parallel dazu zeichnet sich noch eine andere Entwicklung ab: Die Frauen lassen sich scheiden! Der Scheidungsantrag wurde im Jahr 2006 in über 55% der Fälle nur von der Frau eingereicht. Bei 36% der Scheidungen wollte sich nur der Mann scheiden lassen. Die restlichen Scheidungsanträge wurden von beiden Ehepartner einvernehmlich gestellt. Auch die Ehezeit wird kürzer: Viele Ehen schaffen es gar nicht bis zum verflixten 7. Jahr und werden schon vorher geschieden.

Fazit: Die Frauen haben sich emanzipiert und nehmen ihr Leben selbstbewusst in die Hand. Eine Scheidung ist nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang. Die Frischgeschiedenen haben noch viel vor und daher heute mehr Grund denn je, die Trennung zu feiern. Ein Trend, der vor ein paar Jahren in den USA aufkam...  




  
  


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Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 09/11/2008
Die Lesernote:2/5 
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