Finanzen in Beziehungen: Hört bei Geld die Liebe auf?

  

Geldtehmen stören oft die anfängliche Harmonie - Finanzen in Beziehungen: Hört bei Geld die Liebe auf?
Geldtehmen stören oft die anfängliche Harmonie
Liebe kostet nichts. Und doch spielt Geld eine ziemlich große Rolle in deutschen Beziehungen. Die häufigsten Streits in Partnerschaften drehen sich um Finanzen. Das ergab zuletzt eine Umfrage des Dating-Portals Parship. Bei 80 Prozent aller Konflikte geht es ums Geld. Zwei von drei Paaren haben deshalb sogar regelmäßig Stress.

Das mag daran liegen, dass rund 76 Prozent aller Paare ein gemeinsames Konto haben. Oder daran, dass nicht selten Geizhals auf Verschwender trifft. Solche Dauerkonflikte sind eine Gefahr für Partnerschaften. Aber warum ist Geld so ein großer Streitfaktor? Und wie sollte man Finanzielles in der Beziehung am besten regeln?

An Geld hängt so vieles
Das Kernproblem bei Streitigkeiten um Geld sind selten Geldknappheit oder Armut. Meist geht es um die Gefühle, die mit finanziellen Werten verbunden werden. Mia von Waldenfels, Paartherapeutin, Kommunkationstrainerin und Autorin des Buchs 'Du wie Du und Ich wie Ich' erklärt: "An Geld hängt so vieles: Themen wie Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Selbstwertempfinden und Wertschätzung sind damit verknüpft."

Vor allem Macht ist ein großes Thema in Verbindung mit Geld. Die Expertin rät: "Hier gilt es, sich klar zu machen: Welche Macht-Rolle habe ich, was hängt für mich an Geld, was bedeutet es für den anderen? Wenn man es bei dem anderen nicht weiß, kann man auch die Hintergründe erfragen. Manchmal wird er einem antworten: 'Ja, Geld auf meinem Konto steht für mich für die Freiheit, dass ich nie in Abhängigkeit geraten muss; da würde ich mich ohnmächtig fühlen.'" Dann könne man einordnen, warum der andere hier ein Macht-Thema mit Geld verknüpft.

Dabei gilt Geld eigentlich als ein Tabuthema zwischen Partnern. Von Waldenfals kann das erklären: "In der Verliebtheitsphase denkt man, dass man Themen wie Geld, Konten und 'Wer zahlt?' aus Höflichkeit noch nicht frei ansprechen darf." Damit fehle aber die Grundlage, um Geld als alltägliches Phänomen in den verschiedenen Phasen der Beziehung sinnvoll zu behandeln. "Schnell tauchen dann Verletztheiten auf, gerade weil es vorher ein Tabuthema war", so die Therapeutin.

Das eigene Einkommen als Unabhängigkeits-Garant?
Natürlich ist ein eigenes Einkommen gut, um sich vom Partner und von möglichen Bevormundungen freizumachen. Die Paartherapeutin sagt: "Ein eigenes Einkommen macht in vielen Punkten unabhängiger. Der Prozess der Emanzipation wurde nicht zuletzt durch die finanzielle Unabhängigkeit der Frau vorangetrieben."

Nichtsdestrotz sind auch andere Aspekte als Geld dafür verantwortlich, wenn wir uns vom Partner abhängig fühlen: Gemeinsame Kinder, gemeinsame Projekte (z.B. im Beruf oder ein Hausbau) können uns das Gefühl geben, an den Partner gebunden, von ihm abhängig zu sein.

Von Waldenfels: "Darüber hinaus gibt es in jeder Beziehung, in der man sich wirklich öffnet, eine seelische Komponente der Abhängigkeit. Auch wenn man sehr eigenständig ist, bedingt der Schmerz, den Trennung oder Streit mit sich bringen würden, eine gewise Abhängigkeit vom Partner." Kurz gesagt: Auch mit eigenem Einkommen ist keine vollständige Unabhängigkeit erreicht.





sfo

 
  

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