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Liebe & Psychologie

So sieht's aus, liebe Männer: Frauen sind in der Beziehung das starke Geschlecht!

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 9. Mai 2017

Anhängliche Frau, starker Mann? Scheinbar ist an diesem alten Klischee rein gar nichts mehr dran. Ganz im Gegenteil.

Das zumindest ergab eine große Umfrage* unter jungen Frauen und Männern über ihre Bedürfnisse in einer Beziehung, über Freiräume und Nähe. Und siehe da: Die Geschlechterrollen sind gehörig im Wandel.
Hier die interessantesten Ergebnisse der Studie:

* (Quelle: ElitePartner-Studie 2017 - So liebt Deutschland mit 6.500 Teilnehmern)

Eine Schulter zum Anlehnen

Von wegen Frauen sind diejenigen in einer Beziehung, die anhänglich sind. Die Studie beweist nämlich das genaue Gegenteil. Vor allem Männer sind es, die eine Schulter zum Anlehnen und die Nähe der Partnerin brauchen. Sie brauchen eine Beziehung in ihrem Leben mehr als wir Frauen. 71 Prozent der liierten Männer gaben an, sich ohne ihre Partnerin nicht komplett zu fühlen. Bei den liierten Frauen sagten das lediglich 64 Prozent.

Die Gründe: Frauen sind einfach besser vernetzt und kennen ihre sozialen Bedürfnisse besser als Männer. "Dem vermeintlich 'starken Geschlecht' gelingt es weniger, die eigenen emotionalen Bedürfnisse zu versorgen. Sie sind deshalb stärker auf die Partnerschaft angewiesen", so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach.

Freiräume

90 Prozent der Single-Frauen finden Freiraum und Zeit für sich in einer Beziehung unerlässlich (bei den Single-Männern sagen das nur 82 Prozent). Schon bei der Partnersuche achten Frauen deshalb darauf, dass ihr potentieller Lebenspartner unabhängig und eigenständig ist. Lässt ihnen der Partner zu wenig Freiraum ist das für 65 Prozent der liierten Frauen ein Trennungsgrund. Bei den Männern würden sich nur 59 Prozent trennen, wenn die Partnerin zur Klette wird.

Das zeigt sich auch in anderen Lebensbereichen: 40 Prozent der Frauen würden auch alleine oder mit Freunden in die Sonne fahren. Bei den liierten Männern sagen das nur 29 Prozent. Und während 82 Prozent der Männer gerne mit ihrer Partnerin zusammenziehen möchten, könnte sich knapp ein Viertel der Frauen auch in getrennten Wohnungen wohlfühlen.

Lieber allein, als unglücklich

Frauen können besser alleine sein - das besagt zumindest die Studie. Sie investieren mehr in Hobbys als Männer, haben eigene Interessen, sind sozial vernetzter. Deshalb haben sie auch keine Angst, alleine zu sein. Wenn die Beziehung sie unglücklich macht, dann trennen sie sich eher als Männer - so ist das bei 58 Prozent der liierten Frauen und 50 Prozent der liierten Männer.

​"Frauen investieren in tragfähige, private Netzwerke und freundschaftliche Beziehungen. Diese Unabhängigkeit ist für die meisten Frauen von großem Wert, sie genießen sie und wollen sie auch in Beziehungen nicht aufgeben. Dem vermeintlich 'starken Geschlecht' gelingt es weniger, die eigenen emotionalen Bedürfnisse zu versorgen. Sie sind deshalb stärker auf die Partnerschaft angewiesen", erklärt Lisa Fischbach.

Wenn man sowas hört, möchte man irgendwie direkt seinen Freund in den Arm nehmen und drücken, oder?

von Fiona Rohde

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