Home / Liebe & Psychologie / Beziehung / Die Bedeutung der Kosenamen: DAS sagt es über dich aus, wenn du ihn "Schatz" nennst

Liebe & Psychologie

Die Bedeutung der Kosenamen: DAS sagt es über dich aus, wenn du ihn "Schatz" nennst

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 5. Dezember 2016
52 mal geteilt

Die wenigsten Paare reden sich ständig mit ihrem vollen Vornamen an. Meist bekommt der geliebte Mensch mit der Zeit seinen Kosenamen weg. Doch welche Bedeutung steckt eigentlich dahinter?

Es muss ja nicht immer Schatz sein. Aber spätestens, wer mit einer Ann-Kathrin oder einem Jan-Malte zusammen ist, wird sich früher oder später eine nette Kurzvariante ausdenken. Und nett und persönlich ist es eben auch. So wie einem die Eltern früher auch einen Kosenamen gegeben haben, weil sie einen so lieben, so führt man es eben auch in seiner Partnerschaft weiter.

​Fakt ist: Kosenamen werden von fast jedem Paar verwendet. Die einen orientieren sich an klassischen Namen und verkürzen bzw. verniedlichen ihn einfach. Andere sind äußerst einfallsreich und verwenden wilde Fantasienamen, wie Knuddelmuddel oder Mausibär...

Und dann gibt es natürlich noch die Kategorie "Klassiker", wie Schatz und Maus. Und spätestens da zeigt sich: Wie man seinen Liebsten bzw. seine Liebste nennt, sagt meist sehr viel über die Beziehung aus. Denn so ein Kosenamen hat meist eine bestimmte Bedeutung und drückt die eigene Wertschätzung und Zuneigung aber auch ein vorhandenes Besitzdenken gegenüber dem Partner aus.

​Erinnern wir uns an Edmund Stoibers "Muschi" als Kosename für seine Frau, der die ganze Nation erheiterte. Oder Richard Lugner, der seine deutlich jüngeren Frauen stets mit Tiernamen wie Katzi, Mausi, Bambi, Kolibri und Spatzi betitelte. Da fragt man sich schon: Was will uns so etwas sagen? Sagt das nicht sehr viel über jemanden aus, der seine Frauen ständig zu kleinern Tierchen macht?

​Ein Grund einmal nachzuschauen, welche Bedeutung die typischen Kosenamen haben.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Schatz

Der Porsche unter den Kosenamen: "Schatz" und "Schatzi". Wer sie verwendet, drückt damit eine enge Verbindung zum Partner aus. Ein Schatz ist etwas sehr Wertvolles, das man auf keinen Fall verlieren, sondern möglichst an sich binden will. Daher vermittelt dieser Kosename auch eine gewisse Anspruchshaltung.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Bär

Wer seinen Partner als "Bär", "Bärchen" oder "Glücksbärchi" bezeichnet, erhofft sich indirekt einen schmusigen Kuscheltypen mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt und starken Schultern zum Anlehnen.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Dicker

"Dicker" oder "Dickerchen" genannt zu werden, muss keine Beleidigung sein. Wenn das Paar schon lange zusammen ist, kann dieser Kosename sogar ein Ausdruck für tiefe Verbundenheit und Zuneigung sein und bezieht sich auf die gemeinsamen Erfahrungen, die man im Laufe der Zeit gemeinsam gemacht hat.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Hase

Wer seinen Partner als "Hase" oder "Hasi" betitelt, findet ihn sexy und wird von seiner erotischen Ausstrahlung angezogen... Gleichzeitig ist dieser Kosename aber auch verniedlichend und bezieht sich auf den Wunsch nach einem schmusigen Kuscheltier.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Maus

Eine Maus ist ein scheues, aber auch neugieriges Tier. Sie erscheint klein und hilflos, ist gleichzeitig aber auch flink und intelligent. Wer seinen Partner oder seine Partnerin so nennt, wünscht man sich ein ruhiges Kerlchen, das nicht viele Ansprüche stellt. Hallo, Herr Lugner.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Schnucki

"Schnucki" ist ein verniedlichender Kosename, der häufig gerade für Männer eingesetzt wird, die gar nicht so niedlich, sondern - ganz im Gegenteil - eher stark und dominant sind. Dieser Kosename symbolisiert sozusagen die "weiche" Seite des Partners.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Spatz

Der Spatz ist ein süßer, quirliger Vogel und ein echter Überlebenskünstler. Wer seinem Partner diesen Kosenamen verpasst, wünscht sich einen selbstständigen, netten Kerl, der auch mal Eigeninitiative ergreift.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Tiger

Der Tiger ist eine starke Raubkatze – und genauso mächtig und dominant soll der Mann sein, der diesen Kosenamen tragen darf.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Liebling

Der absolute Klassiker unter den Kosenamen - liebevoll, aber auch wenig kreativ. Wer seinen Partner "Liebling" tauft, schätzt seine Treue und Zuverlässigkeit und wünscht sich keine Überraschungen.

Kosenamen & ihre Bedeutung: Süßer

Wer seinen Partner "Süßer" nennt, demonstriert damit, dass er in der Beziehung der bestimmende Part ist. Man geht liebevoll und aufmerksam mit seinem "Süßen" um, zeigt ihm aber auch seine Grenzen auf.

Die häufigsten Kosenamen:

Und wo wir gerade bei den Klassikern sind: Das Online-Dating-Portal Parship hat in einer Umfrage die häufigsten Kosenamen der Deutschen gesammelt. Hier das nicht gerade rekordverdächtig fantasiereiche Ergebnis:

1. So nennen Frauen ihren Freund

  • Schatz oder Schatzi 48 %
  • gar kein Kosename 12 %
  • Sonstiges (Einzelnennung) 10 %
  • Abkürzung oder Verniedlichung des Vornamens 9 %
  • Hase oder Hasi 9 %
  • Bär oder Bärchen 4 %
  • Maus, Mausi oder Mäuschen 3 %
  • Liebling 3 %
  • Süßer 2 %
  • Baby 2 %

2. So nennen Männer ihre Freundin

  • Schatz oder Schatzi 35 %
  • gar kein Kosename 14 %
  • Sonstiges (Einzelnennung)11 %
  • Abkürzung oder Verniedlichung des Vornamens 10 %
  • Maus, Mausi oder Mäuschen 7 %
  • Hase oder Hasi 6 %
  • Liebling 4 %
  • Süße 3 %
  • Bär oder Bärchen 2 %
  • Baby 2 %

Und noch eins zum Schluss: Leider vergessen viele Paare, dass so ein Kosenamen doch oft auch etwas sehr Intimes ist und nicht unbedingt für fremde Ohren bestimmt ist. Wer seinen Partner vor allen Freunden Bumsbacke nennt oder seine Partnerin Speckmaus, der sollte sich schon klarmachen, dass das für die Anwesenden eher zum Fremdschämen ist. Wer seinen Partner jedoch "Schmitti" nennt, weil sein Nachname "Schmitt" ist, der darf das auch getrost in der Öffentlichkeit tun.

von Fiona Rohde 52 mal geteilt
'Ich liebe dich': Wer sagt es zuerst und wann? Wir haben bei Männern nachgefragt!

Das könnte dir auch gefallen