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Liebe & Psychologie

8 Warnsignale: Woran ihr erkennt, dass euer Partner euch manipuliert

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 16. August 2017
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Oft erkennt man zu spät, dass der eigenen Partner einen kontrolliert und manipuliert. Hier sind die wichtigsten Warnzeichen.

Gemeinhin denkt man ja, Menschen die psychopathische Züge aufweisen, würde man sofort erkennen und gewarnt sein. Leider ist das eben nicht so. Denn diese Art Menschen kann zunächst äußerst charmant und vereinnahmend sein. Zum Glück gibt es frühzeitige Warnsignale, auf die man achten kann, bevor man sich emotional zu tief in eine Beziehung verstrickt, die einem nicht gut tun wird.

Eine Liste dieser Warnsignale hat der Amerikanische Psychologe Dr. Joseph Carver zusammengestellt. Er nennt die Art Mensch, um die es geht, jedoch nicht Psychopath, sondern 'Loser'. Seine Definition: "Der Loser ist ein Partnertyp, der viel sozialen, emotionalen und psychologischen Schaden in einer Beziehung anrichtet…" Der Begriff umfasst also letztlich alle Menschen, die ihren Partner auf krankhafte Weise kontrollieren und manipulieren, nicht nur Psychopathen.

Für alle, die sich selbst unsicher sind, die Angst haben und sich von ihrem Partner unterdrückt und schlecht behandelt fühlen, hier eine Liste mit Warnsignalen, woran man einen Psychopathen alias Loser erkennt:

1. Die schönsten Komplimente der Welt

Hierin ist der Loser ein wahrer Meister. Er kann einen mit Aufmerksamkeit, Schmeicheleien und Geschenken nur so überhäufen und man fühlt sich wie im siebten Himmel. Ein charmanter Traumkerl scheint er zu sein. Aber dem ist leider nicht so. Denn so zuckersüß er auch sein kann, so abgrundtief gehässig kann er eben auch werden.

2. Rasche große Anhänglichkeit

Das erste "Ich liebe dich" kommt viel früher als erwartet, der Loser will einen heiraten und sieht in einem die Liebe seines Lebens. Das alles ist natürlich sehr ungewohnt und schmeichelhaft und vernebelt einem die Sinne, aber man sollte sich auch klar machen: So schnell er mit der Tür ins Haus fällt, so schnell kann er seine Gefühle auch wieder abstellen, denn eine wirkliche Bindung braucht Zeit und niemand öffnet sich so schnell einem anderen Menschen.

3. Psychospielchen & Gewalt

Der Loser verletzt einen immer wieder absichtlich. Manchmal einfach so, um einen zu testen. Seien es Beschimpfungen, Unterstellungen oder einfach nur Wutausbrüche. Die verbale Aggressivität kann auch mit der Zeit in körperliche Gewalt umschlagen. Schlägt er anfangs noch gegen die Wand bei Wutausbrüchen, so hat auch das nur einen Zweck: Zu zeigen: "Schau her, das kann auch dir blühen, wenn ich will." Es ist ein Machtspiel. Und weil es erst mit der Zeit mehr und übergriffiger wird, gewöhnt sich der oder die Partnerin an die Gewalt und macht somit das ganze länger mit.

4. Von nett zu gemein und wieder zurück

Wenn einen der Partner beschimpft und schlägt, wird wohl kaum jemand bei ihm bleiben. Nicht aber, wenn sich die schlimmen Phasen mit Phasen abwechseln, in denen der Partner eben mehr als liebevoll, absolut anhänglich und fürsorglich ist. Und so hält man weiter durch, in der Hoffnung, dass die gemeine Phase die letzte sei und dass man den anderen ändern, ihm sogar helfen könne, eine normale Beziehung zu führen. Was aber in den meisten Fällen ein Irrtum bleiben wird.

5. Die Klammer-Taktik

Sobald der Loser merkt, dass man auf Abstand geht und gut ohne ihn klarkommt, wird er diese Taktik anwenden. Er wird Versprechungen machen, dass alles besser wird und sich von seiner Schokoladenseite zeigen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, es sei denn, er ist bereit, sich professionelle Hilfe zu holen.

6. Sie zerstören das Selbstwertgefühl

Die beste Taktik, um jemanden unter seine Fuchtel zu bekommen und dort zu halten: indem man sein Selbstwertgefühl ruiniert. So wird der Loser jeden kleinen Patzer und Fehler zum Thema machen, um zu zeigen: Sieh her: Du bist unfähig und schlecht. Und ist man erstmal komplett verunsichert, kann der andere einen gemein behandeln, ohne dass man sich direkt wehrt. Schließlich fühlt man sich selbst schlecht und schuldig. Und egal, was passiert: Der Loser sieht die Schuld immer beim anderen.

7. Kontrolle und Isolation

Man kann einen Menschen nur derart manipulieren, wenn er kein festes Umfeld hat, das ihn unterstützt, ihm Ratschläge gibt und darauf achtet, dass es ihm gut geht. Natürlich ist der Loser nicht beliebt bei Familie und Freunden seiner Partnerin, und so wird er immer versuchen, einen von seinem Umfeld fern zu halten. Nur so kann er die Kontrolle übernehmen. Geht die Partnerin dann doch mal alleine aus, wird sie mehr als normal kontrolliert und ausgefragt. Auch hier sollten die Alarmglocken schrillen.

8. Du erkennst dich selbst nicht wieder

Durch das zermürbende Verhalten des Losers wird man irgendwann selbst zum Nervenbündel. Ständig ist man auf der Hut nichts falsch zu machen, den anderen nicht zu verärgern und ihm keinen Grund zu geben, wieder auszuflippen. Kommt es dann doch zum Streit, verliert man selbst schnell die Nerven, weil man weiß, was jetzt wieder kommt und weil man sich kaum wehren kann. Diese Hilflosigkeit macht einen ganz verrückt und man reagiert über und erkennt sich selbst nicht mehr wieder.

Wichtiger Nachtrag:

Natürlich ist dies nur eine Liste mit Eigenschaften, die nicht jeden, der ihnen zum Teil entspricht, automatisch zu einem Loser bzw. Psychopathen machen. Es gibt viele Menschen mit ungesunden Eigenschaften von dieser Liste, die ganz "normale" Menschen sind, mit Fehlern eben.

Wenn man sich jedoch in seiner Beziehung nicht gut fühlt und merkt, dass einem die Partnerschaft gehörig an die Nieren geht, dem kann diese Liste helfen. Macht die Beziehung noch Sinn oder ist sie nicht nur schädlich sondern sogar gefährlich für einen selbst? Im Zweifelsfall immer Rat holen, auch professionellen.

Die vollständige Liste mit allen Punkten von Carver findet ihr hier.

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