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Ist wahre Treue möglich?

  

Obwohl alle die Treue befürworten, geht jeder Zweite fremd.  - Ist wahre Treue möglich?
Obwohl alle die Treue befürworten, geht jeder Zweite fremd.
Eigentlich unlogisch: Wir haben uns von der Idee der Ehe bis zum Tod längst verabschiedet und sprechen lieber von "Lebensabschnittspartnern". Wir heiraten nicht, und wenn, dann trennen wir uns wieder, wenn es sich falsch anfühlt. Wir haben serienmäßig Beziehungen und wissen, dass die, die wir lieben, vor uns geliebt haben und wahrscheinlich auch nach uns lieben werden. Und dennoch ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass eine Tugend zu jeder Beziehung dazugehört: Treue. Warum eigentlich?

Wunsch nach Treue und Wurzeln
Der Berliner Psychotherapeut und Autor Dr. Wolfgang Krüger, der sich seit 30 Jahren intensiv mit dem Thema Treue beschäftigt, erklärt: „Treue ist in unserer schnelllebigen Zeit jene Lebensform, die uns am ehesten trotz aller Probleme glücklich macht. Wir sind auf die Verlässlichkeit von Bindungen angewiesen, damit wir uns im Leben aufgehoben fühlen.“

Doch obwohl die meisten von uns die absolute Treue wollen, hält sie kaum einer ein. Lässt man die Zahlen sprechen, so wünschen sich ganze 90 Prozent der Deutschen Treue in ihrer Beziehung. Fakt ist jedoch, dass jeder zweite fremdgeht. Woher kommt dieses Ungleichgewicht? Ist Treue vielleicht eine nicht realistische Erwartung? Sind wir nicht fähig zur Monogamie? Eilen wir deshalb von einer Beziehung in die nächste, anstatt uns zu überlegen, warum bestimmte Dinge passieren? Dinge wie Seitensprünge?

Beständigkeit und aufregende Liebe
Dr. Wolfgang Krüger, der ein Buch über das „Geheimnis der Treue“ geschrieben hat, nennt mehrere Gründe, die uns untreu werden lassen. Oft ist es die langjährige Beziehung, in denen sich einer der Partner noch einmal Schmetterlinge und große Verliebtheit wünscht. Eine gefährliche Sehnsucht, denn sehr schnell geraten für den Seitenspringer zwei Dinge in Konflikt miteinander: Der Wunsch, die Beständigkeit einer Partnerschaft zu erhalten, und gleichzeitig aufregende Leidenschaft zu erleben.

Dr. Wolfgang Krüger: „Oft ist eine große Distanz in langjährigen Beziehungen entstanden. Es gibt kaum noch lebendige Gespräche, keine Erotik. Und nun begegnet man einem Menschen, von dem man sich wieder verstanden und erkannt fühlt - und geht fremd.“ Jedenfalls sind so 60 Prozent aller Seitensprünge zu erklären. Man geht fremd, weil die bestehende Beziehung ein Leck aufweist. "Die meisten Seitensprünge sind nicht in erster Linie ein sexuelles Abenteuer. Sie sind meist ein Hunger nach Beziehung und nach Anerkennung“, sagt der Experte.

Hunger nach Anerkennung
Ein Hunger, der eine Geschichte hat. Und der oft hausgemacht ist. Letztlich geht es um die Frage: Ist eine langfristige und zugleich leidenschaftliche Liebesbeziehung möglich? Oder entwickelt sich jede Ehe zwangsläufig zu einer Kameradschaftsbeziehung? Entwarnung: Es geht nicht um die Dauer der Beziehung, sondern um die Art, wie man sie führt. Dr. Wolfgang Krüger: "Eine Ehe wird nicht zwangsläufig langweilig, die Sexualität verschwindet nicht, weil man sich besser kennt. Die Abnahme der Leidenschaft ist kein Naturprozess. Vielmehr sind es die vielen kleinen Tretminen des Alltags, die zu Enttäuschungen führen. Erst redet man noch miteinander, dann wird geschwiegen, schließlich zieht man sich auch körperlich zurück.“

Der beste Schutz vor Untreue besteht folglich darin, die Beziehung lebendig zu halten: "Miteinander zu reden, den anderen in seinen Eigenheiten zu tolerieren, miteinander zu lachen und die Erotik zu genießen - auch wenn es immer wieder Konflikte gibt und Enttäuschungen verarbeitet werden müssen."

Selbstwertgefühl und Angst vor Nähe
Und was ist mit den übrigen 40 Prozent der Seitenspringer? Was treibt sie an? Wolfgang Krüger beobachtete den Wunsch, das eigene Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Frei nach dem Motto: 'Ich bin ein toller Typ, ich habe sie erobert'. Das betreffe in der Mehrzahl Männer, so der Experte. Ein wichtiges Untreue-Motiv sei aber auch die Angst vor zu viel Nähe. Hier dient der Seitensprung dazu, die als einengend empfundene Beziehung und Abhängigkeit zu regulieren. Auszubrechen. „Der Seitensprung wird dann oft als Befreiung empfunden.“

> Lesen Sie hier: Wie geht es weiter nach dem Vertrauensbruch?




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Veröffentlicht von
am 13/07/2012
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