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Glatte Haut für immer? Wir klären die 10 wichtigsten Fragen zu Botox

Ga-Young Park Veröffentlicht von Ga-Young Park
Veröffentlicht am 28. April 2016

Falten einfach wegspritzen? Klingt verlockend, aber was steckt hinter dieser Behandlung, und was passiert, wenn das Gesicht zur regungslosen Maske wird? Wir haben die 10 wichtigsten Fragen rund um Botox beantwortet.

Botox: früher VIP, heute massentauglich

Die Preise sind erschwinglich, in jeder deutschen Großstadt gibt es Anbieter: Wer mit dem Gedanken spielt, seine Falten mit Botox verschwinden zu lassen, hat es so leicht wie nie zuvor. Entscheidend auch: Die Hemmschwelle, 'etwas machen zu lassen', ist in den letzten Jahren stetig gesunken.

​Doch immer wieder tauchen irritierende Bilder von Stars mit maskenhaftem Gesicht auf. Wir haben beim Botox-Experten Rainer Hoss, einem der Geschäftsführer von dermedis - einem Fachzentrum für ästhetische Hautbehandlungen, nachgefragt.

Risiken & Nebenwirkungen

1. Durch Botox wird das Gesicht zur starren Maske – stimmt das?
Die größte Sorge der Botox-Kunden: ein erstarrtes, maskenhaftes Gesicht. Doch das muss nicht sein: Wer seine natürliche Mimik behalten will, bekommt eine entsprechend geringe Dosis Botox verabreicht.

2. Trotzdem gibt es doch bestimmt Risiken?
Wie bei jeder Injektion kann es an der Einstichstelle zu Blutergüssen kommen, die auch mal größer ausfallen können. Allergische Reaktionen sind sehr selten, aber möglich.

Misslingt die Injektion selbst, sind Fehler kaum korrigierbar. Werden z.B. durch eine ungleichmäßige Dosierung hängende Augenlider verursacht, hilft häufig nur Abwarten, bis die Wirkung des Botox nachlässt. ​

Botox © iStock Botox für jede Falte?

3. Sind alle Falten mit Botox behandelbar?
Wirken Anti-Aging-Cremes nicht, überlegen viele Frauen Botox zu spritzen, um die Mimikfalten zu glätten. Das sind Falten, die dadurch entstehen, dass unsere Haut bei jedem Naserümpfen oder Stirnrunzeln etwas zerknittert wird. Mit den Jahren bleiben Falten an den Stellen zurück, wo die Haut am häufigsten bewegt wird. Botox glättet sie, indem es den für die Knautschzone verantwortlichen Muskel lähmt.

Aber: Bei Falten, die sich bilden, weil die Haut im Laufe der Zeit ihre elastischen Fasern abbaut und gleichzeitig ihre Fettreserven verringert, bleibt Botox wirkungslos.​ Kleine Mimikfalten können aber auch mit einer Anti-Aging-Creme mit Hyaluronsäure oder Botox-Cream behandelt werden: Faltenfrei ohne Spritze: Was bringt das angesagte Botox-Gel wirklich?

4. Sollte man mit Botox so früh wie möglich anfangen?
Wird ein Stirnmuskel bereits mit Mitte 20 lahmgelegt, kann er sich erst gar nicht groß ausbilden. Daher macht es theoretisch Sinn, schon vor den ersten Falten mit Botox zu beginnen. Dahin geht auch der Trend, wie Rainer Hoss bestätigt: "Die Leute fangen immer früher mit Botox an. Wir haben viele Kunden, die schon mit Mitte 20 zu uns kommen." Ein Drittel davon sind übrigens Männer!​

Wie läuft eine Behandlung genau ab?

5. Wie läuft die Behandlung mit Botox eigentlich ab?
Botox-Neulinge sollten immer ein ausführliches Beratungsgespräch erhalten, das über die Möglichkeiten und Risiken der Behandlung aufklärt. "Der Hälfte unserer Kunden müssen wir dabei auch erst einmal die Angst nehmen", sagt Rainer Hoss und empfiehlt Botox-Neulingen außerdem eine Bedenkzeit vor der ersten Injektion.

Die Behandlung selbst dauert nur wenige Minuten. Sie beginnt mit der Desinfektion der betreffenden Stellen. Dann setzt der Arzt an verschiedenen Punkten im Gesicht die Injektionen. Für die Zornesfalte braucht es vier Einstiche, für Stirnfalten einige mehr. Im Schnitt werden etwa 30 ml Botox injiziert.

6. Tut die Injektion sehr weh?
Die Schmerzen sind erträglich, darum gibt's keine lokale Betäubung. Sie sind vergleichbar mit einer Blutabnahme beim Arzt oder einer Betäubungsspritze beim Zahnarzt.​

Botox © iStock Worauf muss ich achten?

7. Wann ist das Ergebnis sichtbar und wie lange hält es vor?
Die Muskellähmung tritt unmittelbar nach der Injektion ein. Bis sich die darüber liegende Haut glättet, vergehen aber bis zu zwei Wochen. Dann erst ist das endgültige Ergebnis da. Alle drei bis sechs Monate muss die Behandlung wiederholt werden, dann hat sich das Botox in der Haut abgebaut. Sonnenbäder, Sauna und Co. sollte man währenddessen meiden. Denn Hitze beschleunigt den Abbau.

8. Auf welche Qualifikation sollte ich beim Arzt achten?
Botox gilt als Medizinprodukt. Das bedeutet, dass nur Ärzte es beziehen und injizieren dürfen - Arzthelferinnen, Heilpraktiker oder Kosmetikerinnen würden sich damit strafbar machen. Jedoch benötigt ein Arzt keine besondere Schulung, um Botox verabreichen zu dürfen.

Es gibt allerdings Botox-Anbieter, die ihre Produkte mit der Auflage einer Schulung verknüpfen: "Die Substanzen, die wir beziehen, werden zum Beispiel nur an Ärzte ausgeliefert, die kostenpflichtige Seminare des Herstellers besucht haben", erklärt Rainer Hoss. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den Behandler nach seiner Qualifikation fragen, und nicht auf Billig-Angebote setzen, deren Bezugsquellen zweifelhaft sein können.

Was kostet die Behandlung?

9. Was kostet eine Behandlung mit Botox?
Die Kosten variieren ja nach zu behandelndem Areal und Anbieter, liegen im Durchschnitt aber zwischen 200 und 400 Euro. Die Glättung der Querfalte auf der Stirn kostet bei dermedis zum Beispiel 199 Euro. Wird regelmäßig Botox injiziert, werden die Abstände zwischen den Injektionen länger und dadurch die Kosten niedriger.

10. Kann ich süchtig werden danach?
"Das ist ein ganz normaler Effekt", sagt Hoss, "wenn man einmal gesehen hat, was mit Botox möglich ist. In der Regel erfüllt die Behandlung ja den Wunsch des Kunden, und dann möchte man eben nicht mehr ohne. Außerdem gewöhnt man sich schnell an sein geglättetes Gesicht." ​

Fazit

Auch wenn die Behandlung mit Botox mittlerweile nicht mehr nur für Stars erschwinglich ist: Sie sollte gut überlegt sein, denn sie birgt Risiken. Normalerweise geht alles gut und Kunde und Behandler freuen sich über ein schönes Ergebnis.

Wem die Behandlung mit Botox zu risikoreich ist, der kann vorher auch die Botox-Cream testen. Sie soll das neue Wundermittel sein, das die Haut wieder glatt und faltenfrei macht. Wir haben uns für euch schlau gemacht und verraten euch die wichtigsten Fakten: Faltenfrei ohne Spritze: Was bringt das angesagte Botox-Gel wirklich?

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