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Das erste Tattoo: Diese Profi-Tipps solltet ihr beherzigen

Heike Schmidt Veröffentlicht von Heike Schmidt
Veröffentlicht am 20. November 2013

Die Zeiten, in denen Tattoos nur Mafiosi, Matrosen oder sonstige Randgruppen zierten, sind längst vorbei. Heute schocken Tattoos nicht mehr als ein auffälliges Make-up. Tattoos können sowohl für Trendbewusstsein als auch für die Individualität ihrer Träger stehen. Dennoch sollten Tattoos wohlüberlegt sein – schließlich wird man sie so schnell nicht wieder los! Wir erklären, worauf ihr bei eurem ersten Tattoo achten solltet.

Immer mehr Menschen lassen sich tätowieren – vor allem im Alter zwischen 25 und 34 Jahren. In dieser Altersgruppe, so belegt eine Untersuchung der Universität Leipzig, ist etwa jeder vierte Deutsche tätowiert – wobei in den vergangenen Jahren die Zahl der tätowierten Frauen stark zugenommen hat, sodass das Verhältnis zwischen den Geschlechtern in Sachen Tattoo fast ausgeglichen ist.

Tattoos sind längst zum Massengeschmack geworden. Dabei sind die Zeiten, in denen ein Tattoo verrucht war und für bestimmte Berufsgruppen undenkbar, noch gar nicht lange her. Damals waren die Körperzeichnungen in der westlichen Welt das Kennzeichen aller, die außerhalb oder am Rand der Gesellschaft standen. Außerdem besaßen Tattoos hohe Symbolkraft und waren in bestimmten sozialen Gruppen fast eine Art Geheimsprache. Kein Wunder, dass ein Bankdirektor einem tätowierten Jobbewerber skeptisch gegenüberstand. Wer heute ein Tattoo trägt, muss nur noch in ganz wenigen Berufen damit rechnen, anzuecken.

"Tätowieren ist kein Job, es ist ein Lifestyle"

Dennoch sollte die Entscheidung für ein Tattoo wohlüberlegt sein. Heute ist nicht mehr das gesellschaftliche Image das Problem. Vielmehr die Qual der Wahl: Das Angebot an Motiven ist fast unendlich und gleichzeitig immer neuen Trends unterworfen. Außerdem ist die Frage nach der richtigen Körperstelle für das Motiv zentral. Wir haben mit Matthew Marcus gesprochen. Der Tattoo Künstler ist Inhaber des Tätowier-Studios 'Three Kings Tattoo' in London.

Als Experte weiß er, wie wichtig es ist, als erstes den richtigen Tätowierer zu finden, sprich: jemanden, der Leidenschaft für Tattoos mit handwerklichem Können vereint. "Ein Tätowierer muss unglaublich viel Zeit in die Perfektion seiner Fertigkeiten investiert haben, um wirklich gut zu sein", sagt er. "Tätowieren ist kein Job, es ist ein Lifestyle. Man muss es lieben."

Klar, jeder hätte natürlich gerne ein handwerklich perfektes Tattoo mit sauberen Konturen und exakten Proportionen. Doch wie in jedem Handwerk ist Exzellenz mit einem niedrigen Preis nicht vereinbar. "Gute Tattoos sind nicht billig und billige Tattoos sind nicht gut", davon ist Matthew Marcus überzeugt.

Hat man ihn jedoch einmal gefunden, den Tätowierer seines Herzens, gilt es immer noch, ein paar wichtige Steps zu beachten. Tattoo-Experte Matthew Marcus erklärt, worauf es ankommt.

Check-Liste für Tattoo-Neulinge:

> Stellt Fragen
"Das Thema Tattoos ist ja noch kein Schulfach, darum ist es normal, viele Fragen zu haben", versichert uns Marcus. "In einem guten Tattoo-Studio solltet ihr erst einmal in Ruhe jede Menge Fragen stellen dürfen. Egal, ob es um das Motiv geht, die Hygiene im Studio oder den Heilungsprozess hinterher – der Tätowierer darf euch nie das Gefühl geben, dass eure Fragen nerven oder dumm sind." Fragt ihn am besten auch nach seiner Erfahrung und nach Fotos seiner bereits gestochenen Motive.

> Achtet auf Sauberkeit
Für viele Tattoo-Novizen ein wichtiger Punkt – und das zu Recht: die Sauberkeit des Studios. Tätowieren bedeutet, dass euch über eine Nadel Farbe in die Haut injiziert wird. Absolut einwandfreie Hygiene ist bei dieser Prozedur darum ein Muss. Marcus rät, den Tätowierer nach seinen Sterilisationsmethoden zu fragen und sich alle Nadeln im verpackten, sterilen Zustand zeigen zu lassen. "Hört außerdem auf euer Gefühl. Falls euch an Studio oder Tätowierer irgendetwas seltsam vorkommt, geht woanders hin."

> Seid offen
Natürlich solltet ihr euch über das Motiv eurer Wahl Gedanken machen, bevor ihr das Studio betretet. Ihr solltet aber auch Vertrauen in die Erfahrung und Urteilskraft des Tätowierers haben. Letztlich ist immer noch er der Experte. "Mir ist klar, dass die meisten schon eine genaue Vorstellung davon haben, wie ihr Tattoo aussehen soll. Aber das haut nicht immer hin", so Marcus. "Was auf Papier gut aussieht, funktioniert manchmal nicht auf der Haut und nicht jedes Motiv eignet sich für jede Körperstelle."

Für welche Motive sich die Stars sich entschieden, seht ihr hier:

> Bereite dich und deinen Körper vor
Habt ihr euer Motiv gewählt und einen Termin vereinbart, solltet ihr euren Körper auf das, was kommt, vorbereiten. Das Stechen ist nicht nur schmerzhaft, es versetzt den Körper auch ohne dass du es verhindern kannst, in einen Alarmzustand. Schließlich wird an unzähligen Stellen eine körperfremde Substanz, die Tattoo-Tinte, in die Haut eingebracht. Euer Immunsystem wird darauf reagieren und euch eventuell einige weniger angenehme Stunden bescheren. Sorgt vorab also dafür, dass ihr euch fit und gut fühlt.

Nehmt vorher noch eine leichte, aber nahrhafte Mahlzeit zu euch, um sicher zu gehen, dass euer Blutzuckerspiegel nicht in kritische Regionen rutscht. Und: Bringt euch etwas zu trinken mit – eine Sitzung kann mehrere Stunden dauern.

> Pfleg dein Tattoo
Die Meinungen darüber, was die Heilung eines Tattoos am besten beschleunigt, gehen unter Tätowierern häufig auseinander, so Marcus. Das liegt auch daran, dass jede Haut anders auf die Verletzung durch die Nadel und die Tinte reagiert. Er empfiehlt, das Tattoo für ein paar Stunden mit einem Verband abzudecken und es anschließend mit warmem Wasser zu waschen. Anschließen rät er, zwei bis drei Mal täglich die Wunde mit dem Mittel 'Aquaphor‘ zu versorgen, bis die Heilung abgeschlossen ist. Langfristig ist ein hoher UV-Schutz für alle Tattoo-Fans Pflicht, denn sonst verblasst oder verändert sich die künstliche Farbe in der Haut.

> Bereu nichts!
Ja, es gibt sie - die Tattoos, die einfach jeder einmal haben wollte und die jetzt einfach nur noch peinlich sind. Man denke nur an das so genannte 'Arschgeweih'. Auch Diddl-Mäuse oder Delphine als Motive haben ihre besten Zeiten schon lange hinter sich.

Ein Tattoo ist heute eben auch Trend und unterliegt damit einer gewissen modischen Halbwertszeit. Wer aber nicht genau das nimmt, was er in der letzten Freibad-Saison in hundertfacher Ausführung schon gesehen hat, ist schon mal auf der sicheren Seite. Schlussendlich ist ein Tattoo immer auch ein Symbol für eine bestimmte Lebensphase und kein Accessoire, das irgendwann völlig aus der Mode kommt. Steht zu eurer Entscheidung. Solange das Tattoo euch gefällt, ist alles gut. Und falls das mal nicht mehr der Fall sein sollte, gibt’s ja immer noch den Laser.

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