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Dauerhafte Haarentfernung: Welche Methoden WIRKLICH etwas bringen

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 2. November 2016
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Rasierer, Wachs oder Zuckerpaste: Mittel und Methoden, lästiges Körperhaar loszuwerden, gibt es viele. Wir verraten euch, womit die Haut am längsten glatt bleibt.

Rasieren nervt! Es kostet uns Zeit und eh man sich versieht, sind die Beine wieder stoppelig. Bleibt noch Waxing oder Sugaring. Doch auch hier kommen die Haare nach ein paar Wochen zurück. Noch dazu kann die Prozedur ganz schön schmerzhaft sein... Kein Wunder also, dass viele Frauen nach einer Methode zur dauerhaften Haarentfernung suchen.

Doch womit bleiben Beine und Bikinizone am längsten haarfrei? Und gibt es Methoden, die WIRKLICH für dauerhaft glatte Haut sorgen? Wir stellen euch die zwei gängigsten Verfahren vor - inklusive Erfolgsaussichten und Risiken.

Schluss damit! Endgültiges Aus für die Haarwurzel

Die gängigsten Methoden, die unerwünschtes Körperhaar sprichwörtlich an der 'Wurzel' bekämpfen, sind Laser, IPL ('Intense Pulsed Light') und Elektro-Epilation. Das Wirkprinzip ist bei allen Verfahren gleich: Ein Reiz von außen soll die Wachstumszellen in der Haarwurzel zerstören.

Laser: Gebündelte Lichtenergie gegen störende Härchen

Mit Laser-Strahlen wird unerwünschter Haarwuchs schon lange erfolgreich bekämpft. Die Methode beruht auf einem physikalischen Trick: Der auf die Haut gesendete Lichtimpuls des Lasers gelangt über das Haar an die Haarwurzel.

Dort wird seine Energie in Wärme umgewandelt. Was dann passiert, ist noch nicht genau erforscht. Man geht jedoch davon aus, dass die Hitze die Haar-produzierenden Zellen zerstört. Das Entscheidende dabei: Die Laserenergie wird vom Haarfarbstoff, dem Melanin, aufgenommen.

Je dunkler das Haar und seine Wurzel, desto besser. Und: Ein Laser braucht Kontraste. Ideal für eine Laserbehandlung ist darum dunkles Haar auf heller Haut.

Dauerhafte Haarentfernung mittels Laser: So läuft die Behandlung ab

Zentimeter für Zentimeter wird der Laser über die rasierte Haut geführt und gibt dabei genau dosierte Lichtimpulse ab. Energiestärke und Impulsdauer wurden vorher an den Haar- und Hauttyp des Patienten angepasst.

Während der Behandlung "verglüht" das Haar an der Wurzel (das sollte man auch riechen) und ein leichtes Zwacken wird spürbar. Nach der Behandlung können dort, wo die Haarwurzeln sitzen, kleine 'Hubbelchen' zu erkennen sein. Klingt alles sehr unangenehm, ist aber ein Indiz dafür, dass die Behandlung erfolgreich durchgeführt wurde.

Dauerhafte Haarentfernung mittels IPL: Lichtimpulse für glatte Haut

Das IPL-Verfahren wurde in den vergangenen Jahren als Weiterentwicklung der Laser-Epilation gefeiert. Weniger Risiken, höhere Effektivität - so wird die Methode gern beworben.

Der Eindruck einer 'harmloseren' Variante der dauerhaften Haarentfernung entsteht auch dadurch, dass es seit einiger Zeit IPL-Geräte für den Hausgebrauch gibt. Grundsätzlich wirken IPL und Laser zunächst ganz ähnlich: Lichtenergie wird zu den Haarwurzeln gesendet und dort in Wärme umgewandelt.

Der Unterschied: IPL-Geräte senden ein großes Spektrum von Wellenlängen aus. Das entspricht einer Xenon-Lampe, wie man sie von Autos kennt.

Das Problem: Das große Strahlenspektrum hat zur Folge, dass z.B. nicht nur Haarwurzeln, sondern auch Hautgefäße oder Tattoos der hohen Lichtenergie ausgesetzt sein können. Grundsätzlich sollte aber nichts belichtet werden, was nicht Ziel der Behandlung ist.

Laser und IPL: Für wen sind die Methoden zur dauerhaften Haarentfernung geeignet?

Ein grundlegendes Problem der Haarentfernung per Licht - egal, ob Laser oder IPL: Die Energieimpulse wirken nur auf aktive Haarwurzeln; die ruhenden (das sind immerhin 60 bis 70 Prozent) werden dadurch nicht zerstört. Um alle Haare in ihrem aktiven Zustand zu erfassen, sind mehrere Behandlungen in einem Abstand von sechs bis zehn Wochen notwendig.

Hinzu kommt: Pro Laser-Impuls wird nur ein sehr kleines Hautareal erreicht. Das macht die Behandlung zeit- und kostenintensiv. In der Regel sollte man beim Laser im Gesicht mit sechs bis acht Behandlungen, am Körper mit acht bis zehn und an den Unterschenkeln mit acht bis zwölf Behandlungen rechnen.

Eine Haarentfernung per Laser oder IPL ist also ein langwieriger Prozess - der gut geplant sein will. Vor allem, da vier Wochen vor und nach der Behandlung UV-Licht gemieden werden sollte.

Für wen ist die Haarentfernung per Licht nicht geeignet?

Hellblondes, graues oder weißes Haar ist für eine Epilation per Licht nicht geeignet. Für IPL gilt im Speziellen: Das breite Strahlenspektrum der Geräte verhindert, dass das Licht zwischen dem Melanin der Haut und des Haares genau unterscheiden kann und die Pigmente der Haut angreift. Für Menschen mit gebräunter oder dunklerer Haut ist dieses Verfahren also ungeeignet.

Welche Risiken gibt es bei der Laser-Haarentfernung?

​Bei einer Laserbehandlung wie bei IPL sind Verbrennungen grundsätzlich nicht auszuschließen. Sie treten auf, wenn die Energie der Strahlen zu hoch dosiert wurde, hinterlassen jedoch normalerweise keine Narben. Durch eine Kühlung der Haut während der Behandlung und eine gute Nachsorge können die Nebenwirkungen gering gehalten werden.

Wie lange bleibt die Haut glatt?

Wer für eine IPL- oder Laserbehandlung viel Geld ausgibt, will ein dauerhaftes Ergebnis. Leider gibt es dafür, dass nach zig Sitzungen wirklich kein Härchen mehr sprießt, keine Garantie. Häufig hat man viele Jahre Ruhe, aber nach sechs bis acht Jahren können wieder ein paar Haare nachwachsen.

Bei diesen Nachzüglern handelt es sich um ehemals ruhende, jetzt wieder aktive Haarwurzeln. Korrekterweise spricht man darum auch nicht von der dauerhaften Haarentfernung, sondern von einer Haarreduktion. Es geht nicht darum, den Patienten für immer glatte Haut zu versprechen, sondern das Haarwachstum im Rahmen des Möglichen dauerhaft zu verringern.

​Laser oder IPL: Welche Methode ist besser?

​Grundsätzlich gilt: Mit IPL lassen sich die gleichen Ergebnisse erzielen, wie mit dem Laser - bei richtiger Anwendung.

Das Problem ist aber: IPL-Geräte lassen sich wesentlich schwerer dem Haut- und Haartyp des Patienten anpassen - was die Erfolgsaussichten der Behandlung verringert und gleichzeitig das Risiko von Pigmentstörungen erhöht.

Das größte Risiko einer Haarentfernung per IPL liegt allerdings in einer rechtlichen Grauzone: Der Betreiber von medizinischen Lasern, dazu zählen Haarentfernungslaser, muss ein Arzt sein. Bei IPL-Geräten ist das anders: Theoretisch könnte jeder ein Gerät kaufen, sich als Haarentfernungsspezialist ausgeben und ein Studio eröffnen - ohne jede Qualifikation. Entsprechend hoch ist das Risiko von Fehlbehandlungen.

IPL-Geräte für den Hausgebrauch: Praktisch oder wirkungslos?

IPL-Geräte für den Hausgebrauch sind seit einiger Zeit für jeden erhältlich, der sich zuhause selbst enthaaren möchte. Doch wird die Behandlung mit dem Heim-Gerät abgesetzt, kehren die lästigen Härchen zurück.

Der Grund liegt in einer eingebauten Leistungsbegrenzung der Geräte: Um Verbrennungen zu verhindern, geben sie nicht so viel Energie ab wie Profi-Apparate. Das hat zur Folge, dass die Wärme nicht ausreicht, um die Haarwurzel zu veröden. Das Haar wird oberhalb der Wachstumszellen zerstört, fällt aus und wächst später wieder nach. Wer am Ball bleibt, kann mit den DIY-Geräten seinen Haarwuchs jedoch immerhin reduzieren.

Elektro-Epilation: Haarentfernung mit Strom

​Laser und IPL haben die Elektro-Epilation zwar etwas in den Hintergrund gedrängt, dennoch ist sie eine bewährte Methode der dauerhaften Haarentfernung.

So geht das Verfahren: Entlang des Haars wird eine feine Sonde in die Haarwurzel eingeführt. Ein genau dosierter Stromstoß zerstört sie dann. Das Haar lässt sich anschließend mit einer Pinzette entfernen. Da jedes Haar einzeln behandelt wird, ist dieses Verfahren enorm zeitaufwändig und nur für sehr kleine Hautareale geeignet.

Wie nachhaltig ist der Effekt bei der Elektro-Epilation?

Die Erfolgsaussichten sind gut - vorausgesetzt, die Haarwurzel wird völlig zerstört. Dies kann jedoch auch bei größter Sorgfalt nicht garantiert werden. Das Problem: War der Stromimpuls auch nicht ausreichend, um sie zu zerstören, kann er die Haarwurzel dennoch reizen. Die Folge: Das Haar wächst stärker nach als zuvor.

Welche Nachteile hat die Behandlung mit Strom?

Der größte Nachteil der Elektro-Epilation ist: Sie ist sehr schmerzhaft - wie sehr, hängt von der Art des Stroms ab, die eingesetzt wird. Außerdem können Narben zurückbleiben, was bei einer Behandlung im Gesicht natürlich besonders unerwünscht ist.

Es gibt nahezu schmerzlose Varianten, bei denen das Haar nur mit einer stromführenden Spezial-Pinzette erfasst wird. Narben sind hier ausgeschlossen, dafür können die Haare durch eine Reizung der Haarwurzel borstig nachwachsen. Der größte Nachteil dieser Enthaarungsmethode: Sie ist extrem zeitaufwändig, da jede Haarwurzel einzeln behandelt werden muss.

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