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Beautywunder Gesichtsöl: So findest du das richtige Öl für deinen Hauttyp

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 23. Juli 2017
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Gesichtsöl liegt im Trend und das nicht ohne Grund. Denn es gibt zu jedem Hautproblem das passende Öl, das alles wiedergutmacht.

Gesichtsöle sind längst in aller Munde als Wundermittel für die Haut. Sie gelten als besonders natürlich, schonend und effektiv. Dabei sollen sie sowohl trockener Haut Feuchtigkeit spenden, als auch Pickel bekämpfen - das klingt doch eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Die gute Nachricht ist: Es ist wahr! Die schlechte Nachricht: Nicht jedes Öl kann all das.

Wie bei allem in der Hautpflege geht es auch bei Gesichtsöl darum, das passende Öl für seine Haut zu finden. Glücklicherweise muss man sich nicht durch alle Hautöle durchprobieren, sondern es gibt ein paar einfache Anhaltspunkte, mit denen man die Auswahl schon drastisch einschränken kann.

Gesichtsöl für fettige oder unreine Haut

Bei fettiger Haut greift ihr am besten zu einem Öl, das reich an Linolsäure ist. Linolsäure ist eine ungesättigte Fettsäure, das heißt sie ähnelt in ihrer Struktur dem natürlichen Schutzmantel unserer Haut und kann somit tief in die Haut eindringen. Linolsäure wirkt wie ein Entzündungshemmer, sodass Pickel keine Chance mehr haben, trocknet dabei die Haut, im Gegensatz zu anderen Kosmetika gegen Pickel, aber nicht aus. Auch bei akne- oder schwangerschaftsbedingten Verfärbungen der Haut kann Linolsäure Abhilfe schaffen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei fettiger Haut ist, dass das Öl nicht komedogen sein darf. Das bedeutet: Es darf die Poren nicht verstopfen. Ein Vorwurf der sich lange Zeit gegen alle Öle hartnäckig gehalten hat und wegen dem Menschen mit fettiger Haut lange dachten, sie könnten gar keine Gesichtsöle verwenden. Inzwischen ist jedoch glücklicherweise den meisten klar, dass es Öle gibt, die sogar eine übermäßige Talgproduktion wieder in den Griff bekommen können.

Öle für fettige Haut: Arganöl, Emuöl, Jojobaöl, Wildrosenöl, Traubenkernöl.

Ein absolutes No-Go bei fettiger Haut: Kokosöl

Auch wenn es von allen Seiten gehypt wird und mit Sicherheit auch die ein oder andere positive Eigenschaft hat: Lasst die Finger von Kokosöl für die Haut, ganz besonders, wenn es um fettige Haut geht! Kokosöl ist nämlich stark komedogen, es würde also eure Poren nur verstopfen und das Resultat wären dann noch mehr Hautunreinheiten. Dasselbe gilt im Übrigen auch für Oliven- oder Weizenkeimöl.

Gesichtsöl für trockene oder juckende Haut

Bei trockener Haut darf das Hautöl ruhig ein bisschen reichhaltiger sein. Trockene Haut profitiert besonders von Ölsäure. Sie wirkt rückfettend und ist oftmals reich an Antioxidantien, die sich auch hervorragend eignen, um sonnenbedingte Schäden an der Haut zu reparieren. Ein weiterer großer Bonus von Pflanzenölen bei trockener Haut ist, dass sie Fettsäuren enthalten, die den Lipiden in der Haut ähneln. Dadurch können Pflanzenöle in tiefere Hautschichten eindringen als normale Hautcremes und somit mehr Feuchtigkeit speichern.

Öle für trockene Haut: Olivenöl, Mandelöl, Arganöl, Wildrosenöl/ Hagebuttenkernöl, Avocado-Öl.

Gesichtsöl für gereizte und empfindliche Haut

Gamma-Linolensäure (GLA) bekommt in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften. GLA ist eine ungesättige Omega-6-Fettsäure und trägt damit zum Erhalt des natürlichen Hautschutzmantels bei. So sorgt die Säure für eine geschmeidige Haut. Feuchtigkeitsverluste werden reduziert und die entzündungshemmenden Botenstoffe in GLA machen den Rest.

Deshalb eignen sich Öle, die GLA enthalten, besonders gut bei gereizter Haut, sei es Akne, Rosacea oder sogar Schuppenflechte. Kurzum: Ist es rot oder juckt, könnten Öle mit GLA einen Versuch wert sein.

Öle für gereizte Haut: Borretschöl, Nachtkerzenöl, Johannisbeeröl, Hanföl.

Gesichtsöl für reife oder vernarbte Haut

Palmitoleinsäure ist kaum jemandem ein Begriff, dabei ist auch das eine wertvolle ungesättigte Fettsäure, die von Natur aus im Talg unserer Haut vorkommt. Somit ist sie sehr verträglich und spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Regeneration unserer Haut. So können Öle mit dieser Säure bei der Wundheilung helfen und sogar Narben reduzieren.

Ein weiterer Bonus von Ölen mit Palmitoleinsäure ist, dass unserer Haut mit zunehmendem Alter aufhört, die Säure selbst zu produzieren. Das heißt, wenn wir sie dann von außen unserer Haut zuführen, ist das wie ein kleines Anti-Aging-Wundermittel.

Öle für reife oder vernarbte Haut: Macadamianussöl, Sanddornöl, Avocado-Öl, Avellanaöl.

Aufgepasst beim Ölkauf!

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid und Pflanzenöl für euer Gesicht ausprobieren wollt, gibt es ein paar Dinge, die ihr beim Kauf beachten solltet:

  • Kauft nur kaltgepresstes oder natives Öl. Öle sind nämlich kaum hitzebeständig, sodass viele ihrer Wirkstoffe zerstört werden, wenn das Öl nicht kaltgepresst wird.
  • Greift zu Bio-Qualität. Schließlich wollt ihr euch das Öl ins Gesicht schmieren, damit es einen positiven Effekt auf eure Haut hat. Wenn es jedoch mit Pflanzenschutzmitteln und chemischem Dünger verseucht ist, kann es eure Haut irritieren.
  • Achtet auf Violettglas. Die meisten Öle müssen lichtgeschützt aufbewahrt werden, weil die Nährstoffe im Öl sonst nicht lange haltbar wären. Achtet beim Kauf also auch auf die Farbe der Glasflasche. Hier gilt: Je dunkler, desto besser.

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