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Schön oder schlimm? Künstliche Fingernägel feiern ihr Comeback!

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 17. Oktober 2016
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Fake Nails á la Kylie Jenner erobern gerade Instagram. Den Plastikruf von früher tragen künstliche Fingernägel inzwischen nämlich zu Unrecht.

An künstlichen Fingernägeln scheiden sich die Geister: Die einen schwören darauf und tragen sie seit Jahren, die anderen mögen sie überhaupt nicht und bevorzugen einen natürlicheren Look. Dabei sind künstliche Fingernägel inzwischen auf einem Stand, an dem sie sehr natürlich aussehen können, wenn sie gut gemacht sind und das selbst wenn sie sehr lang sind!

Dauerhaft schön

Künstliche Fingernägel können eine tolle Alternative zum Nagellack sein. Gerade dann, wenn man nicht viel Zeit hat, um sich immer wieder die Nägel zu machen - und zu warten bis sie endlich getrocknet sind. Denn wer kennt die Frustration nicht, wenn man irgendwo mit dem Nagel anstößt und merkt, dass dieser doch noch nicht trocken war? Oder wenn der Nagellack schon wieder abblättert, obwohl er erst zwei oder drei Tage alt ist?

Professionell gemachte künstliche Fingernägel halten bis zu sechs Wochen. Unter ihnen wachsen die natürlichen Nägel weiter, sodass nach einigen Wochen eine Lücke zwischen der Nagelhaut und dem künstlichen Nagel entsteht, die dann wieder aufgefüllt werden muss. Dafür ist alle vier bis sechs Wochen der Gang ins Nagelstudio nötig. Ähnlich wie beim Haare färben, wenn der Ansatz wieder rauswächst.

Das richtige Nagelstudio für die perfekten künstlichen Fingernägel

Das wichtigste vorab: Man muss unbedingt auf eine ausreichende Qualifikation des Nageldesigners achten, denn beim Feilen, Modelieren und eventuell Kleben kann so einiges schief gehen. Werden die künstlichen Fingernägel nicht korrekt aufgetragen, können Infektionen die Folge sein. In harmlosen Fällen sehen die künstlichen Fingernägel einfach nicht schön aus und fallen schnell wieder ab, in schlimmeren entsteht sogar Nagelpilz.
In guten Nagelstudios sollten außerdem mindestens zwei verschiedene Systeme zur Nagelmodellage angeboten werden, damit es eine Ausweichmöglichkeit gibt, falls Allergien vorliegen.

Die verschiedenen Arten künstlicher Fingernägel

Wenn es um künstliche Fingernägel geht, führen wirklich viele Wege ans Ziel. Die bekanntesten Methoden sind jedoch Gel oder Acryl. Beide Modellierstoffe können die Nägel nicht nur stabiler und schöner formen, sondern auch verlängern, zum Beispiel durch die Verwendung sogenannter Tips.

Sowohl Gel als auch Acryl wird nach dem Auftragen mit UV-Licht ausgehärtet und anschließend in Form gefeilt. Die beiden Stoffe unterscheiden sich jedoch deutlich, wenn man sie wieder entfernen möchte. Acrylnägel werden dafür komplett in Aceton getaucht und lösen sich darin auf. Gelnägel müssen dagegen in einem oft unangenehmen und langwierigen Prozess runtergefeilt werden.

Die Gel-Variante gilt als verträglicher als Acryl und ist somit weit verbreitet, hat jedoch den Nachteil, dass Gel weicher als Acryl ist, somit halten Gel-Nägel nicht ganz so lange. Doch selbst dann bleiben die künstlichen Fingernägel bis zu vier Wochen schön. Danach sind sie rausgwachsen und müssen wieder aufgefüllt werden.

Künstliche Fingernägel selbst gemacht

Ohne Vorkenntnisse und spezielle Schulungen sollte man lieber die Finger von künstlichen Fingernägeln im DIY-Verfahren lassen - gerade bei besonders weichen, dünnen oder empfindlichen Nägeln. Sonst drohen Nagelpilz, Infektionen oder eine dauerhafte Schädigung des Naturnagels.

Dabei ist nicht unbedingt der ungeübte Umgang mit Gel oder der Acryl das Problem, sondern das falsche Feilen beim Modelieren der künstlichen Fingernägel. Erfahrene Nageldesigner tragen das Gel oder Acryl so auf, dass es an den Spitzen dünner wird. Das sieht nicht nur natürlicher aus, sondern ist auch eine wichtige Sollbruchstelle, an der der Nagel bei einem Stoß einknicken würde. Wenn dies nicht passieren würde, würde bei einem Stoß eine Hebelwirkung entstehen.

Genau wie natürliche Fingernägel sollte auch die künstliche Variante nicht durch wildes Feilen strapaziert werden. Es sollte immer nur in eine Richtung und mit Bedacht gefeilt werden. Am besten mit einer Sandblatt- oder Glasnagelfeile.

Wer dennoch die DIY-Variante bei künstlichen Nägeln bevorzugt, greift besser zu künstlichen Nägeln zum Aufkleben, die auch im Drogeriemarkt erhältlich sind. Diese sind schon für weniger als zehn Euro zu haben und halten ebenfalls sehr lange. Im Vergleich zu den 20 bis 60 Euro, die ein Besuch im Nagelstudio kosten würde, also ein Schnäppchen.
Dazu sei jedoch gesagt, dass auch die künstlichen Nägel aus dem Drogeriemarkt sich nur sehr schwer vom Nagel lösen lassen. Auch dafür verwendet ihr am besten einen acetonhaltigen Nagellackentferner und hebt den künstlichen Nagel dann vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen an. Ihr solltet auf keinen Fall gewaltsam die künstlichen Nägel vom Nagel reißen oder schaben, da sonst ein beachtlicher Teil eures Naturnagels mit abgetragen wird!

Die richtige Pflege für künstliche Nägel

Gerade lange Fake-Nails sind nur so lange schön, wie sie entweder frisch aus dem Nagelstudio kommen oder gut gepflegt werden. Durch das Feilen wird oftmals die umliegende Nagelhaut strapaziert, daher sollte es unbedingt zur neuen Routine gemacht werden, regelmäßig die Hände einzucremen und Nagelhautöl einzumassieren. Da der Naturnagel unter einer Kunststoffschicht liegt und somit keine Nährstoffe zu sich nehmen kann, ist es umso wichtiger, dem unmittelbar am Nagelbett liegenden freien Nagel über Öl die nötige Pflege zu geben.

Übrigens: Scheren und Nagelknipser sind bei künstlichen Fingernägeln absolut tabu! Künstliche Nägel sind viel robuster als unsere natürlichen und beim Versuch sie zu schneiden, können Risse entstehen oder sie könnten sich vom Nagel lösen und die obere Schicht unseres Naturnagels gleich mitnehmen.

Künstliche Nägel sollten außerdem nicht dauerhafter praller Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, da sonst gelbliche Verfärbungen auftreten könnten. Rauchen kann denselben Effekt haben. Auch beim Verwenden aggressiver Putzmittel ist Vorsicht geboten, da sie das Gel ablösen könnten.

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