Parabene: Wie gefährlich ist Kosmetik?

  

Kosmetische Inhaltsstoffe gemäß INCI - Parabene: Wie gefährlich ist Kosmetik?
Kosmetische Inhaltsstoffe gemäß INCI
„Tocopheryl Acetat“, „Butyrospermum Parkii“ - manche kosmetische Substanz klingt nicht nur nach Chemielabor, sondern steht auch unter dringendem Verdacht, unserer Gesundheit zu schaden. Während die erst genannten - Vitamin E und Shea-Butter - völlig harmlos sind, verunsichern aktuell vor allem hormon-ähnliche Substanzen in Cremes und Co. die Konsumenten. Wir erklären, warum diese Stoffe als riskant gelten und vor allem, was Sie beim Kauf von Kosmetik beachten sollten.

Gibt's einen TÜV für Cremes?
Was der TÜV fürs Auto ist, ist die Kosmetik-Verordnung (KVO) für Cremes und Co. Sie regelt zum Beispiel, welche Inhaltsstoffe in Kosmetik stecken dürfen, welche Höchstgrenzen nicht überschritten werden dürfen und welche Produkte mit Warnhinweisen versehen werden müssen. Sie schreibt auch vor, dass die Inhaltsstoffe eines jeden kosmetischen Produkts - von der Augencreme bis zur Zahnpasta - auf der Verpackung aufgelistet sein müssen. Dabei kommt ein internationales Begriffssystem, genannt INCI, zum Einsatz. Wer die Muße hat, sich damit zu beschäftigen, kann anhand dieser Auflistung auch erkennen, welche kritischen Substanzen in seiner Hautcreme stecken. Doch warum stecken solche Stoffe überhaupt da drin?

Konservierungsstoffe: notwendiges Übel?
In Cremes kann leider nicht nur stecken, was der Haut gut tut. Damit Öle nicht ranzig werden, Vitamine nicht oxidieren oder enthaltenes Wasser nicht zum Bakterien-Pool mutiert, müssen Zusatz-Substanzen in den Tiegel - vor allem Konservierungsstoffe. Ohne sie wäre eine Creme oder ein Shampoo nicht lange haltbar, sondern würden nach wenigen Wochen so stark verkeimen, dass es bedrohlich für unsere Gesundheit würde. Das klingt paradox, denn gerade Konservierungsmittel werden häufig genannt, wenn es um gesundheitsgefährdende Substanzen in Kosmetik geht.

Der Hauptgrund dafür: Sie können Allergien auslösen - auch wenn sie von der KVO zugelassen sind. Menschen mit problemanfälliger Haut sollten darum generell auf Konservierungsstoffe verzichten. Hilft es da weiter, wenn das Prädikat ‚ohne Konservierungsstoffe‘ auf den Produkten prangt? Leider nur bedingt. Als Konservierungsstoff gelten laut KVO nur solche Substanzen, die rein konservierende Funktion haben. Es gibt aber eine Reihe von anderen Stoffen, die genauso wirken, aber nicht als Konservierungsstoff gelten. Ätherische Öle zum Beispiel. Das Problem dabei: Auch sie können Allergien auslösen.

Wie lassen sich Konservierungsstoffe vermeiden?
Beachten Sie beim Kauf von Kosmetik: Je mehr Wasser in Kosmetik steckt und umso mehr das Produkt mit Luft in Kontakt kommt, desto mehr Konservierungsstoffe müssen rein. Cremes in Spendern kommen darum schon einmal mit weniger aus, als solche im Tiegel. Ein festes Seifenstück enthält weniger Konservierungsstoffe als Flüssigseife. Alternativen zu reinen Konservierungsstoffen laut KVO sind Alkohol, Glycerin oder bestimmte Säuren, z.B. Salicylsäure oder Benzoe. Grundsätzlich gilt: Wer Kosmetik kauft, die nur wenige Monate haltbar ist, kauft weniger Konservierungsstoffe mit, als bei einem Produkt, das drei Jahre Haltbarkeit verspricht.

Spezial-Fall Parabene
Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) fordert aktuell einen großen deutschen Kosmetikhersteller auf, auf eine Gruppe von Konservierungsstoffen völlig zu verzichten: Die Rede ist von Parabenen. Hersteller mögen sie, denn sie sind günstig und ihre Wirkung in Kosmetik ist gut erforscht. Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben und Butylparaben kommen dabei am häufigsten zum Einsatz - gerne in Kombination, um die Keim-reduzierende Wirkung zu maximieren.

Kritiker warnen jedoch vor der Verwendung von Parabenen in Körperpflegeprodukten, da Parabene über die Haut in den Körper gelangen und dort ähnlich wirken wie Hormone.

> Wie hoch ist das Risiko durch Parabene?




hes

 
  

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Veröffentlicht von
am 04/09/2013
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