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Panik durch Parabene: Wie gefährlich ist Kosmetik?

Parabene in Kosmetik

   

Risikofaktor Parabene? © Getty Images - Parabene in Kosmetik
Risikofaktor Parabene? © Getty Images
Im Tierversuch haben Parabene zu Erkrankungen geführt. Beim Menschen werden hormonell-wirksame Substanzen mit verfrühter Pubertät, Hoden- und Brustkrebs oder Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Neu ist die Paraben-Kritik allerdings nicht: Bereits 2004 gerieten paraben-haltige Deodorants unter Verdacht, Brustkrebs auszulösen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Substanzen so bewertet: Methyl- und Ethylparaben seien als sicher anzusehen, solange ihre Konzentration in Kosmetik 0,4 Prozent nicht übersteigt. Die Behörde vertritt jedoch auch die Auffassung, dass ein genereller Ersatz von Parabenen in Kosmetik nicht sinnvoll sei, weil viele andere Konservierungsstoffe eher Allergien auslösen können.

So lassen sich Parabene vermeiden
Einige Hersteller verzichten bei ihren kosmetischen Produkten auf Parabene - und schreiben das auch gut sichtbar auf die Verpackung. Auch zertifizierte Naturkosmetik verzichtet grundsätzlich auf diese Gruppe von Konservierungsstoffen. Wer in Sachen Parabene ganz sicher sein möchte, für den gibt es also entsprechende Produkte.

Doch leider gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Substanzen, die hormon-ähnliche Wirkung haben - und die in Kosmetika vorkommen können. In chemischen UV-Filtern, sprich Sonnencremes, können Stoffe mit solcher Wirkung enthalten sein. Zwar konnte die aus Tierversuchen bekannte hormon-ähnliche Wirkung von z.B. Zimtsäureesthern in Sonnencreme beim Menschen nicht belegt werden, aber eben auch nicht widerlegt.

Wer beim Kauf von Kosmetik auf Nummer sicher gehen wollte, hatte es bislang schwer. Eine Auflistung aller hormonell-wirksamen Stoffe für den Endverbraucher würde wenig Sinn machen - denn bekannt sind über 500. Ein App des BUND will jetzt hier Abhilfe schaffen. ‚ToxFox‘ heißt sie und einmal runtergeladen, lassen sich damit Kosmetik-Produkte auf hormon-ähnliche Substanzen überprüfen. Das Handy scannt mittels App den Barcode und meldet dann, ob die Creme oder die Bodylotion belastet ist oder nicht. Kritiker der App beanstanden allerdings, dass die App weder über die Konzentration der bedenklichen Stoffe in den Produkten informiert, noch sich auf Herstellerangaben stützt, sondern auf die User-generierten Daten einer Internet-Plattform zurückgreift.

Wer nicht jede Packung im Drogeriemarkt scannen möchte, kann auf zertifizierte Naturkosmetik zurückgreifen. Ihre Hersteller verzichten grundsätzlich auf hormonell-wirksame Substanzen.






  
 

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Veröffentlicht von
am 04/09/2013
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