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Rouge richtig auftragen: Unsere Geheimtricks für einen frischen Teint

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 26. Dezember 2015
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Es gibt Tage, da sagt uns unser Spiegelbild vor allem eines: Mehr Schlaf, bitte! Falls das nicht geht, hilft das Zaubermittel Rouge. Frisch und erholt aussehen in zehn Sekunden? Rouge auftragen und das Wunder ist vollbracht.

Rouge kann aber noch mehr: Mit Rouge lässt sich das Gesicht modellieren. Ein rundes Gesicht wirkt mit Rouge am rechten Fleck weniger voll, ein ausgeprägtes Kinn weniger kantig. Wir zeigen euch, wie ihr Rouge richtig auftragen könnt und erklären, welches Rouge für euch am besten ist.

Rouge: So findet ihr den richtigen Ton

Der harte Rouge-Balken war in den 80er Jahren der Hit - heute wird er nur noch auf dem Laufsteg oder bei Denver Clan Revival-Partys akzeptiert. Ansonsten gilt: Natürlichkeit ist Trumpf. Im Idealfall sieht Rouge aus wie das Wangenrot nach einem Yoga-Workout. Die richtige Farbe ist die Basis für diese natürliche Frische.

Grundsätzlich gilt: Frauen mit blonden Haaren und hellem Teint stehen zarte Rosétöne gut, Brünetten bräunliche Nuancen wie Terrakotta oder Ziegelrot. Wer schwarzes Haar und einen eher kühlen Hautton hat, darf zu Pink oder Rosenholz-Tönen greifen. Rouge-Anfänger - unabhängig von der Haarfarbe - gehen auf Nummer sicher mit warmen Rottönen mit Gelbanteil wie Koralle oder Lachs. Diese Rougefarben verzeihen am ehesten kleine Patzer beim Auftragen.

Rougetypen: von cremig bis pudrig

Wer Farbe auf seine Wangen bringen will, hat die Qual der Wahl: Es gibt eine Vielfalt an Rouge-Typen und -formen.

> Puderrouge: Ob lose oder gepresst - Puderrouge ist vielseitig einsetzbar und haftet gut. Mit einem speziellen Rouge-Pinsel wird es auf die gepuderte Haut oder die Foundation aufgetragen. Das ideale Rouge für ölige Haut.

> Cremerouge: Im Döschen eine kompakte Creme, schmilzt dieses Rouge bei Kontakt mit der Haut. Es wird mit den Fingern aufgetragen und mit kreisenden Bewegungen eingearbeitet - nach dem Puder! Durch seinen hohen Fettanteil ist es ideal für trockene Haut.

> Blusher-Sticks: Rouge in Stiftform ist eigentlich nur festeres Cremerouge. Es kann direkt auf die Haut aufgetragen werden und wird dann mit den Fingern verrieben. Dabei immer von innen nach außen und von vorne zu den Schläfen hin arbeiten.

> Flüssiges Rouge: Die Verpackung erinnert oft an Nagellack, und wie der wird Flüssig-Rouge mit einem Pinselchen aufgetragen. Viele Produkte sind wasser- und kussfest und halten besonders lange. Achtung Anfänger: Da dieses Rouge sehr schnell einzieht, muss es beim Auftragen schnell gehen!

Rouge auftragen: Runde Gesichtsform

Visagisten schwören darauf: Geschickt aufgetragen, modelliert Rouge das Gesicht und lässt kleine Problemzonen verschwinden. Wichtig: Rouge, das zum Konturieren verwendet wird, sollte matt und eher bräunlich als rot sein. Auch Bräunungspuder ohne Glitzerpartikel ist dafür gut geeignet.

Das Problem:
Ein rundes Gesicht wirkt oft zu flächig, da deutliche Konturen fehlen.

Die Lösung:
Den Puderpinsel oder den Finger mit Rouge auf Ohrhöhe ansetzen und zum Mundwinkel hin auftragen. Wichtig: Die Linie sollte leicht unterhalb der Wangenknochen verlaufen. Gut nach unten und oben verblenden. Anschließend noch einen Hauch Puder auf die schmalste Stelle der Schläfen geben. Der Hell-Dunkel-Kontrast auf Augenhöhe strukturiert das Gesicht zusätzlich.

Rouge auftragen: Eckige Gesichtsform

Frauen mit eckigem Gesicht finden ihre Züge oft zu markant und männlich. Mit etwas Rouge an der richtigen Stelle wirken sie weiblicher und weicher.

Das Problem:
Bei einem eckigen Gesicht ist die Wangenpartie zu sehr ausgeprägt und das markante Kinn steht ungünstig im Fokus.

Die Lösung:
Bei dieser Gesichtsform sollte das Rouge seitlich am Wangenknochen sitzen und dabei weiter nach unten reichen als bei anderen Gesichtsformen. Damit wird die Fläche der Wangen unterbrochen und das Kinn rückt etwas aus dem Blickpunkt.

Rouge auftragen: Ovale Gesichtsform

Euer Gesicht ist eher oval? Glückwunsch! Diese Gesichtsform ist eigentlich idealtypisch und Problemzonen-frei. Rouge kann hier einfach nur als toller Frischmacher oder für einen eleganten Look eingesetzt werden.

Das Problem:
Eigentlich keines. Doch damit die schönen Proportionen dieser Gesichtsform besonders gut wirken, gibt es auch hier die ideale Platzierung für das Wangenrot.

Die Empfehlung:
Das Rouge direkt auf den Wangenknochen setzen. Dabei auf der höchsten Stelle der Wange ansetzen und die Farbe nach hinten ausstreichen. Etwas Rouge am Haaransatz oberhalb der Schläfen betont die schönen Proportionen zusätzlich.

Holger Weins, Make-up Artist für die Beauty-Marke 'Rouge Bunny Rouge', empfiehlt für diese Gesichtsform Cremerouge: "Der Vorteil des cremigen Rouge ist, dass man es direkt mit den Fingern auf die Apfelbäckchen geben kann und anschließend einfach ganz leicht verblendet, damit keine harten Kanten entstehen. Zudem wirkt Cremerouge frischer und verjüngend."

Rouge auftragen: Langes Gesicht

Eine längliche Gesichtsform wirkt ausgewogener, wenn in der Breite Blickpunkte gesetzt werden. Das klappt hervorragend mit Rouge.

Das Problem:
Eine langes Gesicht wird als zu schmal wahrgenommen – die Proportionen wirken unharmonisch.

Die Lösung:
Das Rouge vom höchsten Punkt der Wangenknochen aus fast waagerecht in Richtung Haaransatz auftragen. Die horizontale Linie bildet den nötigen Ausgleich zur Länge des Gesichtes. So wirkt es weniger schmal und schmächtig.

Rouge: Rosige Vielfalt

Von Puderrouge bis Blusher-Stick - die Vielfalt an Rouge-Produkten ist riesig. Creme-Rouge eignet sich gut für trockene Haut. Wer von Natur aus öligen Teint hat, sollte jedoch zu Rouge in Puderform greifen.

Für echte Puder-Rouge-Fans gilt: Investiert in einen guten Pinsel. Wer einmal etwas mehr ausgibt, hat lange Freude an seinem Beauty-Helfer. Billige Pinsel verlieren gerne Haare und wer will sich die schon nach dem Schminken einzeln aus dem Gesicht picken?

Rosige Frische bringen u. a. diese Rouge-Varianten auf eure Wangen:

Benefit benetint, 34,99 € © Benefit
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