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Haarfrei durch den Sommer mit Sugaring: So funktioniert die Haarentfernung mit der Zuckerpaste

Ga-Young Park Veröffentlicht von Ga-Young Park
Veröffentlicht am 1. Juli 2016

Ist Sugaring das neue Waxing?

Sugaring - das klingt harmlos und irgendwie niedlich. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Haarentfernungsmethode, bei der eine Paste auf Zuckerbasis zum Einsatz kommt. Immer mehr Frauen (und auch Männer) werden dem klassischen Waxing untreu und gehen zum Sugaring über. Doch ist die Methode so harmlos wie sie klingt?

Die zuckersüße Enthaarungspaste soll die Haare besonders gründlich entfernen und dabei kaum Schmerzen verursachen. Glatte Beine ohne fieses Ziepen? Wir wollten wissen, ob Sugaring tatsächlich das Zeug zur Haarentfernungsmethode Nummer eins hat und haben sogar ein Rezept zum Selbermachen der Paste für euch! Findet heraus, ob ihr demnächst auch lieber "zuckern" als wachsen solltet.

Professionelles Enthaaren mit Zucker

Der Siegeszug des Sugaring geht Hand in Hand mit der Verbreitung spezialisierter Enthaarungs-Studios. Bei 'Senzera' in Köln Ehrenfeld werden die Hälfte aller Enthaarungen bereits mit Sugaring vorgenommen. Spezialisierte Studios wie 'SugarEpil' in München bieten die Methode sogar ausschließlich an. Im Spa '4th floor' in Hamburg werden Intim-Enthaarungen nur noch per Sugaring durchgeführt.

Und so läuft ein Sugaring ab:

Zunächst wird die Haut auf die Haarentfernung vorbereitet. Eine alkoholhaltige Lotion reinigt sie, danach wird großzügig gepudert. Das Ergebnis: Die Haut ist sauber und fettfrei. Zum einen wird damit entzündeten Haarwurzeln vorgebeugt, zum anderen haftet so die Zuckerpaste besser an den Haaren. Anschließend wird eine kleine Portion goldgelbe Zuckerpaste kurz mit den Händen geknetet - das macht sie geschmeidig.

Dann geht es auch schon los: Zügig wird die handwarme Masse mit den Fingern auf die Haut gestrichen - entgegen der Wuchsrichtung der Haare. Mit gekonnten Bewegungen arbeiten Profis die Paste dabei regelrecht in die Haarfollikel (die Ausgänge der Haarwurzel) ein. Anschließend wird sie mit zwei, drei ruckartigen Bewegungen in Wuchsrichtung abgezogen.


Die Paste kann gleich darauf an anderer Stelle wieder aufgetragen werden. Dennoch dauert das Sugaring seine Zeit. Einige Enthaarungsketten bieten "Speed-Sugarings" an: Dabei sind zwei Fachkräfte gleichzeitig mit der Paste zu Gange. Eine Enthaarung der kompletten Beine dauert so nur etwa 35 Minuten.​​

Haarentfernung ohne Schmerzen

Was schon bei der ersten Sugaring-Behandlung auffällt: Das Entfernen der Haare verursacht erstaunlich wenig Schmerzen. Eher tritt im Laufe der Prozedur ein leichtes Kribbeln auf, nur selten ziept es etwas. Entsprechend schwach fällt die Hautrötung danach aus. Deshalb ist diese Enthaarungsmethode für jede Hautpartie geeignet - inklusive empfindliche Zonen wie Achseln, Intimbereich oder Gesicht.

Das Ergebnis des Sugerings überzeugt genauso wie das eines klassischen Waxings: Die Haut ist seidig glatt - und das für mindestens drei Wochen. Der Unterschied: Wer das berüchtigte "Ratsch" beim Wachsen fürchtet, kann beim Sugaring aufatmen. Die Zuckerpaste klebt im Gegensatz zum Wachs kaum an den lebenden Hautzellen fest und lässt sich fast geräuschlos abziehen. Warum ist Sugaring aber dennoch vergleichbar gründlich?

Goldgelb und gründlich

Das Geheimnis ist die besondere Konsistenz der Zuckerpaste. Die Zutaten einer Sugaring-Paste sind simpel und in jedem Supermarkt erhältlich: Zucker und Zitronensaft. Mischt dazu 200g Zucker mit 30 ml Zitronensaft. Anschließend Wasser hinzugeben, anrühren und erhitzen - mehr braucht es nicht, um die Zuckerpaste herzustellen. Das Endprodukt ist eine karamellartige Masse aus verschiedenen Zuckerarten (Glucose und Fructose).


Das Besondere daran: Die Zuckermoleküle sind so klein, dass sie in den Follikel und die Oberfläche der Haare eindringen können. Das Haar lässt sich so leicht und gründlich entfernen und bricht nicht ab. Gleichzeitig ist die Paste auch besonders gut verträglich - kein Wunder, es stecken ja auch nur natürliche Zutaten drin.

Besonders hautverträglich ist aber nicht nur die Masse selbst, sondern auch die Art, wie das Haar entfernt wird, nämlich mit der Wuchsrichtung. Anders als beim Waxing wird das Haar nicht 'gegen den Strich' ausgerissen. Der Haarfollikel wird dadurch weniger gereizt. Eingewachsene Haare oder Pickelchen treten nach dem Sugaring seltener auf als nach dem Waxing. Um sie ganz zu vermeiden, raten Sugaring-Experten: Ab dem dritten Tag nach dem Sugaring zwei bis drei Mal pro Woche die Haut peelen!

Enthaarungstrend mit langer Tradition

"Sugaring" klingt modern und trendy. Tatsächlich hat diese Methode aber eine Jahrhunderte alte Tradition. In den Ländern des Orients verwendet man die süße Paste ("Halawa") seit Generationen zur Haarentfernung. Auch in den traditionellen Dampfbädern, den Hamams, wird die Epilation per Zuckerpaste angeboten. Wer die süße Masse zu Hause selbst herstellt, lädt bei der Gelegenheit gleich ein paar Freundinnen oder Verwandte ein, um mit ihnen gemeinsam zu "zuckern". Vielleicht eine nette Idee für den nächsten Beauty-Tag mit den Mädels?

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