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Wenn's spannt und schuppt: Das SOS-Programm für trockene Haut

Veröffentlicht von Redaktion
Veröffentlicht am 4. September 2016

Im Winter wird die Haut häufig zum Sorgenkind: Sie schuppt, spannt und ist so trocken wie ein Flussbett in der Sahara. Spezialprodukte aus Drogerie oder Apotheke versprechen Abhilfe, doch die ist häufig nicht von Dauer. Werden die Produkte abgesetzt, beginnt die Dürre im Gesicht und am Körper von vorn. Wir haben mit einer Hautexpertin gesprochen und nach einer dauerhaften Lösung für die Probleme sehr trockener Haut gefragt. Hier sind die Antworten.

Trockene Haut - das Problem:

Wie eine schützende Hülle liegt der so genannte Hydrolipid-Film auf unserer Haut und bewahrt sie vor Austrocknung - normalerweise. Bei trockener Haut ist der natürliche Schutzmantel löchrig und zerschlissen. Der Grund: Es fehlt an Fett. Die Talgdrüsen der trockenen Haut laufen nur auf Minimalleistung und das reicht nicht aus, um zu verhindern, dass Wasser aus der Haut nach außen 'verdunstet'. Die Folge: Die Haut wird rau, schuppig und kann im schlimmsten Fall sogar aufbrechen. In diesem Ausnahmezustand ist sie außerdem anfällig für Keime, die Entzündungen auslösen.

Was ist die Ursache?

In den meisten Fällen ist trockene Haut Veranlagung – in einigen Fällen verursacht aber auch die falsche Pflege das Problem, weiß Kerstin Sonntag, Kosmetikerin aus Köln. Alkoholhaltige Gesichtswasser oder zu häufiges Waschen zum Beispiel können die Haut auslaugen. Aber auch ein Zuviel an Pflegeprodukten kann zu trockener Haut führen. Wird die Haut mit Wirkstoffen überfrachtet, verlernt sie, selbst für Fett und Feuchtigkeit zu sorgen und wird trocken. Wird dann noch mehr gecremt, können sich Pusteln rund um Mund und Augen bilden. "Viel hilft viel" gilt im Fall trockener Haut also nicht.

Trockene Haut: Das ist die Lösung!

"Es ist wichtig, die richtige Pflege zu kaufen", sagt die Expertin und meint damit: der Haut nicht nur Fett zuführen, sondern auch Feuchtigkeit. Wichtiger Akteur bei der Beauty-Routine ist dabei die Tagescreme. Die Empfehlung: "Setzt auf eine Creme auf pflanzlicher Fettbasis wie Jojobaöl, Mandelöl oder Olivenöl. Chemische Öle wie Paraffine trocknen die Haut zusätzlich aus, weil sie wie ein Film auf der Haut liegen und den Hautstoffwechsel unterbinden können." Außerdem sollte darauf geachtet werden Produkte ohne Duftstoffe zu verwenden, da diese Kontaktallergien auslösen können.

Diese Produkte sind stärkende Pflege für geschwächte, trockene Haut:

Doch auch bei der Reinigung trockener Haut gibt es ein paar Dinge zu beachten, schließlich entzieht ihr schon allein warmes Wasser wertvolles Fett und Feuchtigkeit. "Verwendet Reinigungsmilch, kein Waschgel", rät Kerstin Sonntag. "Verwendet außerdem unbedingt ein alkoholfreies Gesichtswasser. Es spendet der Haut zusätzlich Feuchtigkeit, wenn ihr es auftragt und einfach antrocknen lässt."

Winterzeit - Härtetest für trockene Haut

Im Winter braucht trockene Haut Extrapflege, damit sie im Gleichgewicht bleibt: "Bei Temperaturen unter acht Grad fährt die Haut die Talgproduktion herunter und bildet viel weniger Fett, wodurch ihr schließlich auch Feuchtigkeit verloren geht." Außerdem schwitzen wir im Winter weniger, und weil Schweiß auch Hautfett transportiert, verschlimmert sich das Problem.

Extrapflege ist im Winter für trockene Haut also Pflicht. "Man sollte ein- bis zweimal pro Woche ein Crememaske auftragen und täglich ein feuchtigkeitsspendendes Serum verwenden", rät Kerstin Sonntag. Wirkstoffe, über die sich die trockene Haut besonders freut, sind Aloe Vera, Hyaluronsäure, Dexpanthenol (wird vor allem bei Haut- und Schleimhautverletzungen verwendet), Extrakte aus Algen (spenden Feuchtigkeit), aber auch Urea (verbessert Feuchthaltevermögen) und Vitamin E und C (stärken ihre Widerstandskraft).

Wer lange Winterspaziergänge liebt, sollte seine trockene Haut mit Kälteschutzcremes auf Silikon-Basis schützen. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut, dichten sie ab und verhindern damit, dass Feuchtigkeit an die trockene Winterluft verloren geht. Zurück im warmen Zuhause muss die Creme aber wieder runter - sonst schadet sie der Haut.

Aus ihrer Praxis weiß Kerstin Sonntag, dass trockene Haut ein Problem ist, das viele mit Selbstversuchen nicht in den Griff bekommen. Sie rät darum allen, die darunter leiden, einmal eine kosmetische Beratung in Anspruch zu nehmen. Dabei können Pflegefehler aufgedeckt und die richtigen Beauty-Produkte ermittelt werden.

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