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Unterirdische Pickel: Das hilft gegen die fiesen Knubbel unter der Haut

Ann-Kathrin Schöll
von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 7. August 2017
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Unterirdische Pickel können uns schnell den Tag vermiesen. Wir verraten euch Tipps und Tricks, wie ihr die Unterlagerungen schnell wieder loswerdet und tief liegende Pickel vorbeugt.

Meistens fühlen wir sie, bevor wir sie sehen. Plötzlich ist da ein Knubbel unter der Haut, den wir, sobald er einmal da ist, nicht mehr verdrängen können. Ein unterirdischer Pickel verleitet uns einfach dazu, wild daran herumzudrücken. Irgendwie muss das olle Ding doch wieder verschwinden. Dabei ist das Ausdrücken genau der falsche Weg, um unterirdische Pickel schnell loszuwerden.

Woher kommen unterirdische Pickel?

Unterirdische Pickel entstehen vom Prinzip her genau wie "normale" Pickel: Die Hautporen verstopfen durch eine Überproduktion von Talg und durch abgestorbene Hautschuppen. Die Folge: Im Inneren vermehren sich Bakterien und es kommt zu einer Entzündung. Die zeigt sich als roter und eitriger Pickel auf der Hautoberfläche. Bei unterirdischen Pickeln liegen diese verstopften Poren tiefer. Dadurch zeigt sich der Pickel nur als roter Knubbel unter der Haut. Erst nach ein paar Tagen wandert der Pickel nach außen und ein Eiterpunkt wird sichtbar.

Pickel unter der Haut loswerden: Die 4 besten Hausmittel

Das Ärgerliche an unterirdischen Pickeln: Egal wie lange wir daran Herumdrücken, der Übeltäter kommt nicht heraus. Stattdessen verteilen wir durch das Drücken und Quetschen die Bakterien nur und die Entzündung, ergo der Pickel unter der Haut, wird noch größer. Grrr!

Was können wir also gegen verkapselte Pickel unter der Haut tun? Hier kommen 4 Hausmittel, die gegen unterirdische Pickel helfen:

1. Gesicht regelmäßig reinigen
Damit sich der tiefsitzende unterirdische Pickel nicht verschlimmert, sondern im Gegenteil langsam abheilen kann, ist es wichtig, das Gesicht jeden Morgen und Abend zu reinigen. PH-neutrale Waschgele mit natürlichen Inhaltsstoffen reinigen die Gesichtshaut gründlich ohne auszutrocknen.

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2. Gesicht mit Wärme behandeln
Wenn sich ein unterirdischer Pickel hartnäckig hält und einfach nicht an die Oberfläche kommen will, könnt ihr ihm mit der Kombi aus Wärme und Feuchtigkeit auf die Sprünge helfen. Tränkt dazu einen frisch gewaschenen Waschlappen in warmem Wasser und legt ihn für einige Minuten auf die betroffene Hautstelle. Das Ganze könnt ihr mehrmals am Tag wiederholen.

​3. Dampfbad mit Kamille gegen unterirdische Pickel
Noch effektiver ist ein Dampfbad mit Kamille. Brüht dafür eine Handvoll Kamillenblüten (gibt's im Reformhaus oder der Apotheke) in einem großen Topf mit etwa 2 Liter kochendem Wasser auf. Haltet euren Kopf darüber und legt ein großes Handtuch über Kopf und Topf. Passt auf, dass euer Kopf nicht zu nah an das Wasser kommt. Der heiße Dampf und die ätherischen Öle der Kamille öffnen die Poren und wirken entzündungshemmend. Mit diesem Hausmittel könnt ihr die unterirdischen Pickel schneller an die Oberfläche bringen.

4. Pickel unter der Haut mit Teebaumöl behandeln
Zu den Hausmitteln gegen unterirdische Pickel zählt auch Teebaumöl. Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe wirken antimikrobiell, was nichts anderes bedeutet, als dass sie die Vermehrung von Bakterien reduzieren. Bei der Anwendung von Teebaumöl gegen Pickel solltet ihr aber sparsam vorgehen. Zwei Tropfen auf einem Wattestäbchen genügen. Tupft damit morgens und abends den Knubbel unter der Haut ab. Wichtig: Vorher das Gesicht reinigen.

Achtung: Einige Menschen reagieren allergisch auf Teebaumöl. Testet unbedingt vorher aus, ob ihr das Öl vertragt.

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Hilft Zugsalbe gegen unterirdische Pickel?

Ja, Zugsalbe kann ein Mittel gegen unterirdische Pickel sein, denn sie bringt den Eiter an die Oberfläche, der sich in der Pore befindet. Wichtig bei der Anwendung von Zugsalbe: Sie sollte nur punktuell auf den tiefsitzenden Pickel aufgetragen werden, da die Substanzen gesunde Haut reizen können. Am besten gebt ihr eine sehr kleine Menge der Zugsalbe auf ein Wattestäbchen und tupft die schwarze Salbe anschließend auf den Pickel.

Nicht erschrecken: Zugsalbe führt dazu, dass sich der Pickel optisch erst einmal verschlimmert. Er wird roter, dicker und ein Eiterkopf kann sichtbar werden. Aber genau das, ist das Ziel. Denn nur an der Oberfläche kann der Pickel vollständig abheilen. Ganz wichtig: Widersteht der Versuchung den Eiterpickel auszudrücken!

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Soll ich unterirdische Pickel aufstechen?

Klare Antwort: Nein! Unterirdische Pickel solltet ihr wirklich niemals aufstechen. Nicht nur, dass ihr damit den Pickel verschlimmern könnt, weil ihr die Bakterien in der Hautschicht verteilt. Das Aufstechen von tiefliegenden Pickeln kann auch ernsthafte gesundheitliche Folgen wie z. B. eine Blutvergiftung haben.

Besonders gefährlich sind Pickel in der T-Zone (Nase und Stirn) und über der Oberlippe, denn hier verlaufen Gesichtsnerven, die sich durch den Versuch den Pickel aufzustechen entzünden können. In ernsten Fällen kann sogar eine Hirnhautentzündung drohen. Also Finger weg!

Vorbeugen: So bekommst du gar nicht erst tiefsitzende Pickel

Die beste Strategie, damit es gar nicht erst zu fiesen tiefsitzenden Pickeln unter der Haut kommt: Hände weg vom Gesicht. Unterbewusst fassen wir uns rund 400 Mal am Tag ins Gesicht. Und jedes Mal gelangen Bakterien von unseren Händen auf die Haut. Denn egal, wie oft wir unsere Hände waschen - 100 % bakterienfrei sind sie nie. Weniger ins Gesicht fassen, bedeutet weniger Keime auf der Haut, also weniger durch Bakerien verursachte Pickel.

Eine weitere Strategie, um unterirdische Pickel vorzubeugen sind regelmäßige Peelings. Sie säubern die Haut und entfernen abgestorbene Hautschuppen, die die Poren verstopfen können. Hier erfahrt ihr, wie ihr hautschonende Peelings ganz leicht selber machen könnt!

Sonderfall: Unterirdische Pickel unter der Achsel

Bisher haben wir nur über unterirdische Pickel auf der Nase, am Kinn oder der Stirn geredet. Die Knubbel unter der Haut können aber auch unter der Achsel auftreten. Anders als im Gesicht sind dort aber meist nicht verstopfte Poren, sondern eingewachsene Haare oder entzündete Schweißdrüsen die Ursache.

Damit die Entzündung und damit der Knubbel unter der Haut schnell verschwindet, solltet ihr erst mal aufs Rasieren verzichten. Auch einige Deo-Sprays können die ohnehin schon strapazierte Haut weiter reizen. Benutzt stattdessen milde Deos für sensible Haut, die es z. B. in der Apotheke gibt. Ein Hausmittel bei dieser Art von Pickeln unter der Haut sind entzündungshemmende Salben mit Ringelblume.

Auch auf gofeminin: Pickel am Po: Woher sie kommen und wie ihr sie loswerdet

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