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Liebe ist (normalerweise) der Auslöser für den Kinderwunsch. Aber unser Unterbewusstsein arbeitet auch:
- Ein Kind in die Welt setzen, das heisst auch gegen den Tod anzutreten. Eltern zu werden heisst auch das Vergehen der Zeit zu akzeptieren. Die Therapeutin Anne de Butler erklärt: "Die Möglichkeit sich vor das Leben zu stellen und den Tod zu akzeptieren bedeutet Reife und für eine Frau die Fähigkeit getrennt von der Mutter zu leben".
- Für Anne de Butler verinnerlichen Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise diesen Wunsch: "Der Mann begehrt vorerst die Frau. Es steht erst an zweiter Stelle, dass er sich auch ein Kind von dieser Frau wünscht". Ein Paar findet durch den Kinderwunsch seine konkrete sexuelle Identität. Männer und Frauen reagieren unterschiedlich und diese Unterschiede werden mit dem Elterndasein noch deutlicher werden. Die Geburt eines Kindes unterstreicht den Geschlechts-unterschied eines Paares im täglichen Leben. Diese Unterschiede haben zahlreiche Auseinandersetzungen zu Folge: ein Mann versteht die symbiotische Beziehung zwischen Mutter und Kind nicht; eine Frau findet, dass ihr Mann nicht genügend investiert. Wir reagieren bei "Kinder"-Problemen auf Grund unseres sexuellen Unterschieds verschieden, erklärt die Therapeutin.
- Die Ankunft des Kindes ist eine Revolution. Aus einer Zweisamkeit wird plötzlich eine Beziehung zu dritt. Man muss sich jetzt an die Geburt anpassen, da "zwischen dem wundervollen Kind, Frucht des Verlangens und einer Art seine Selbstachtung zu steigern, immer etwas bestehen wird, ohne das das Kind nicht es selbst werden kann".
   
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