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"Lebe wild und gefährlich, Arthur!"

   

Sie können auch im Kleinen ausbrechen und einfach nur offen für Neues sein. - "Lebe wild und gefährlich, Arthur!"
Sie können auch im Kleinen ausbrechen und einfach nur offen für Neues sein.
Man muss nicht täglich ein Tabu brechen. Ausbrechen kann auch im Kleinen stattfinden. Manchmal reicht es schon, offen für Neues zu sein, mal rechts und links des Weges zu schauen, ohne sein Leben wirklich auf den Kopf zu stellen. "Machen Sie es anders, anders als bisher. Machen Sie Fehler! Riskieren Sie Irrtümer!", rät Else Buschheuer.

Geregelter Ausbruch
Oft lässt uns ein Hauptgrund in der Norm bleiben: Wir sind beruflich und familiär zu sehr eingespannt. Aus diesem Grund haben wir den "geregelten Ausbruch" kultiviert. Ausbrechen ja, aber dann bitte so, dass wir noch im Alltag funktionieren können. Wir buchen einen Abenteuerurlaub nach Südamerika, pflegen das durchzechte Wochenende, gönnen uns modische Verrücktheiten, schrille Ansichten und wählen die Piratenpartei. Das sind kleinen Abenteuer, mit denen wir die ewig gleiche Struktur unseres Alltags durchbrechen und der Routine die rote Karte zeigen.

"Die starke Selbstreglementierung im Alltag erzeugt eine Art Absturz-Sehnsucht. Vor allem an den Wochenenden wird der Wunsch stark, diese ganzen Einschränkungen zu sprengen. Es werden dann regelrechte Wochenend-Ausbrüche gestartet. Man schießt sich mit Alkohol ab, raucht Unmengen Zigaretten oder liegt den ganzen Tag im Bett und chillt", sagt Psychologe Stephan Grünewald.

Unzufriedenheit an der Tagesordnung?
Aber ist dieses gezielte wochenendliche Ausbrechen das, was uns hilft, oder ist es eher ein Pseudoausbrechen? Else Buschheuer: „Pseudoausbrechen kann auch wichtig sein, für allem für Leute, die ihren Job nicht mögen. Die lechzen natürlich aufs Wochenende. Seinen Job zu mögen oder, wenn das nicht der Fall ist, zu wechseln, kann da schon helfen. Fragen Sie mal jemanden, der in seinem Beruf aufgeht. Der denkt nicht nur in Kategorien wie Feierabend, Brückentag, Überstunden, Wochenende, Urlaub."

Letztlich klagen wir fast alle ab und an. Über Zeitmangel, über Zwänge, über Pflichten oder fehlende Ziele. Bleibt das Verrücktsein nicht zwangsläufig auf der Strecke, wenn wir nach einer 50-Stunden-Woche einfach platt sind? Das muss nicht so sein, meint Else Buschheuer. „Leben ist ja nichts, was uns einfach so passiert, während wir wehrlos danebenstehen. Ab und zu Nein sagen, wenn Überforderung droht, ist gar nicht so schwer - und auch nicht so gefährlich, wie die Angst uns einflüstert.“

Das Leben der anderen
Eines der größten Probleme sei die Tendenz, immer alles aufzuschieben, so die Autorin. Ihr Tipp: "Lieber kleine Reisen, realistische Ziele. Wer kapiert, dass das Leben nicht demnächst losgeht, sondern dass das, was wir gerade tun, bereits das Leben ist, in dem staut sich nicht diese Unzufriedenheit, diese Lust am Nörgeln." Wichtig sei es, etwas zu haben, auf das man sich freut: "Wer sich Kreuze in den Kalender macht und sagt, an diesem Wochenende mache ich eine Reise, der weiß, worauf er sich zubewegt.“

Schwierig wird es, wenn das Ausbrechen lediglich dem Abgleich mit anderen dient. Wenn wir nur mithalten wollen. Ein Vergleich, der nicht hilft, sondern frustriert und neidisch macht.

Else Buschheuer: „Neid ist eine schwierige Sache. Wenn wir einen Menschen treffen, dem das Leben scheinbar mühelos von der Hand geht, dann denken wir ja nicht: 'Wie macht er das? Kann ich von ihm lernen?', sondern wir denken: 'Der hat gut reden, der hat doch keine Ahnung.' Wir sollten unsere Intuition und unseren Instinkt lieber für uns selber nutzen. Dann können wir eigentlich gar nicht so viel falsch machen."

> Buchtipp:

Else Buschheuer
Verrückt bleiben!
Aufbau Verlag
188 Seiten
978-3-351-02743-8
14,99 Euro





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Veröffentlicht von
am 29/05/2012
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