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Liebe & Psychologie

Alleine an Weihnachten? Mit diesen Tipps hat Einsamkeit keine Chance

von der Redaktion Veröffentlicht am 4. Dezember 2017
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Weihnachten alleine? Das klingt ziemlich traurig. Schließlich ist es das Fest der Liebe. Damit das nicht so ist, haben wir für alle, die Weihnachten alleine sind, ein paar Tipps, wie es trotzdem ein wunderschönes Weihnachtsfest wird.

Trotz aller Hektik, der Anspannung und dem ein oder anderen Familiendrama auf den letzten Metern: Für die meisten von uns ist der Weihnachtsabend ein familiäres Highlight. Ein Abend im Kreis unserer Lieben, an dem wir die Welt draußen lassen und Jahr um Jahr das schöne Gefühl von Geborgenheit und Zusammengehörigkeit erleben.

Für einige Menschen aber ist Weihnachten alles andere als ein Fest der Freude. An kaum einem Tag im Jahr fühlen sich Alleinstehende so einsam wie am Heiligen Abend. Einer Umfrage zufolge sitzen rund 14 Prozent aller Singles unfreiwillig allein unterm Tannenbaum - immer in Angst, von einem Gefühl plötzlicher Einsamkeit und Traurigkeit überrascht zu werden.

Wer an Weihnachten allein ist, sollte für die Feiertage frühzeitig planen und aktiv gegen das Gefühl der Einsamkeit vorgehen, raten Psychologen. Wir zeigen Wege, mit denen so ein Single-Weihnachten nicht nur weniger Angst einflößt - sondern sogar richtig schön werden kann!

Nimm die Situation an

Die meisten von uns haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ein perfektes Weihnachtsfest auszusehen hat: Schön soll es sein, glanzvoll, ein Tag, an dem einfach alles stimmt - vom Weihnachtsessen über die Deko bis zu den Menschen, die mit uns feiern.

Leider übersehen wir dabei etwas Entscheidendes: Unser Bild vom vollkommenen Weihnachtsfest stammt aus unserer Kindheit. Damals sorgten unsere Eltern dafür, dass wir ein schönes Fest erleben. Sie besorgten die Geschenke, schmückten die gute Stube und applaudierten, wenn wir Weihnachtsgedichte aufsagten. Heute, als Erwachsene, müssen wir einsehen, dass sich der Zauber von Weihnachten nicht von allein einstellt. Wir müssen selbst die Verantwortung dafür übernehmen, dass wir ein glückliches Weihnachtsfest erleben.

Statt das Alleinsein als Bürde zu betrachten, kannst du es auch als Bereicherung sehen - alles eine Frage der Einstellung! Erkenn die positiven Seiten deiner Situation, genieß den Umstand, dass du keine Kompromisse machen musst - auch nicht an einem Fest wie Weihnachten. Du kannst dich voll und ganz auf dich selbst konzentrieren und musst nur tun, was DIR gut tut. Wer weiß, ob du im nächsten Jahr noch die Gelegenheit dazu hast?

Verwöhn dich selbst

Jetzt ist Zeit für ein 1 A-Verwöhnprogramm. Koch (oder bestell) dir dein Lieblingsessen, nasch die allerbesten Pralinen, leg eine Weihnachts-CD auf, beschenk dich selbst mit Dingen, die du dir von Herzen wünschst. Das kann übrigens auch Parfum und Schmuck sein - niemand weiß schließlich so gut wie du selbst, was dir wirklich gefällt!

Vielleicht schaust du eine DVD mit deinem Lieblingsfilm an, oder du machst einen ausgedehnten Schnee-Spaziergang und genießt die Stille und die Lichter in den Straßen. Das macht den Kopf garantiert frei.

Genieß das Alleinsein ganz bewusst, freu dich über ein paar freie Tage, entspann ausgiebig, und sei neugierig auf das, was das neue Jahr bringen wird - an aufregenden Momenten, spannenden Begegnungen und dem ein oder anderen Flirt...

Such dir Gleichgesinnte

Kümmer dich aktiv um soziale Kontakte. Und zwar das ganze Jahr über, nicht erst dann, wenn "der Baum brennt". Knüpf neue Bekanntschaften, pfleg alte Freundschaften (auch, wenn es manchmal Arbeit ist).

Vielleicht ergibt sich ja so auch ein Treffen über die Feiertage? Es gibt in deinem Umfeld sicher Menschen, die sich ebenso wie du über ein wenig Gesellschaft freuen würden. Sei spontan: Vielleicht kannst du die Weihnachtsgans mit ebenfalls alleinstehenden Bekannten oder mit den Nachbarn von oben teilen? Nur Mut - mehr als eine freundliche Abfuhr kannst du nicht bekommen.

Allerdings: Falls dir über Weihnachten die gutgemeinte Einladung einer befreundeten Familie ins Haus flattert, überlege dir genau, ob du die innere Stabilität besitzt, "fünftes Rad am Wagen" zu spielen. Wenn du kein Problem damit hast, auch mal am Rand zu stehen - scheue dich nicht, das Angebot anzunehmen!

Sei für andere da

Wie wäre es, wenn du das Weihnachtsfest zum Anlass nehmen würdest, Menschen zu besuchen, die definitiv schwerer dran sind als du?

In Altersheimen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen freut man sich, wenn am Heiligen Abend Besuch ins Haus schneit. Schenk Kaffee aus, bring selbstgebackene Kekse mit, plauder und spende Trost, wo es nötig ist.

Am besten fragst du vorher bei infrage kommenden Einrichtungen nach, wo deine Hilfe gebraucht wird und was du aktiv tun kannst. Man wird über dein Angebot sicher dankbar sein! Denk daran: Weihnachten ist das Fest der Liebe und Nächstenliebe - und es ist ein schönes Gefühl, in Gesellschaft anderer zu sein und daran mitzuwirken, dass dieser Tag für alle ein glücklicheres Fest wird.

Buch einen Urlaub

Wer sagt denn, dass man Weihnachten zwingend unter dem heimischen Tannenbaum verbringen muss? Wenn das Single-Dasein ein Gutes hat, dann doch wohl, dass man tun und lassen kann, was man will. Und wenn dir der Sinn spontan nach Kurzurlaub steht, dann tu es!

Vielleicht hast du ja Lust, es einmal mit dem völligen Kontrastprogramm zum klassischen Weihnachtsfest zu versuchen? Ein Last-Minute-Winterurlaub unter Palmen hat nichts mit Flucht zutun, solange es das ist, was du willst und was dir jetzt gut tut.

Oder wie wäre es mit einer (Single-)Gruppenreise in den Schnee? Gerade über die Feiertage bieten viele Veranstalter solche Reisen an. Hier triffst du andere Alleinstehende und knüpfst neue Bekanntschaften

In fremder Umgebung wirken Einsamkeitsgefühle weniger stark - und du nutzt die freien Tage auch noch sinnvoll, indem du Spaß hast und dich erholst.

Nach dem Verlust eines Menschen

Besonders schwer sind die Feiertage für all jene, die es erstmals ohne einen geliebten Menschen verbringen müssen, der verstorben ist. Der Gedanke an vertraute Rituale schnürt die Kehle zu, Weihnachten flößt schon im Vorfeld Angst und Unsicherheit aus.

Denk daran, was der andere dir gewünscht hätte: Bestimmt nicht, dass du voll Trauer und Schmerz daheim sitzt und es dir schlecht geht! Nein, diesem Menschen täte es vermutlich in der Seele weh, dich so zu sehen.

Daher ehre sein Andenken am besten, indem du dafür sorgst, dass es dir gut geht. Sorge für eine schöne Atmosphäre, betrachte vielleicht Fotoalben aus der gemeinsamen Zeit, denk an gemeinsame Momente zurück, pfleg auch gemeinsame (Weihnachts-)Rituale. Viele zünden zum Beispiel zu Weihnachten eine Kerze für den Verstorbenen an. Versink nicht in deiner Trauer: Würdige den geliebten Menschen so, wie er es verdient hat, und erkenne die schönen Seiten des Lebens an.

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