Borderline Persönlichkeitsstörung

  

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Zerrissen zwischen Euphorie und Depression.  - Borderline Persönlichkeitsstörung
Borderline-Persönlichkeitsstörung: Zerrissen zwischen Euphorie und Depression.

Borderline ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Vielleicht ist sie deshalb für viele so schwer zu fassen. Meist denken Nicht-Betroffene an vernarbte Unterarme, an sich selbst verletzende Menschen. Die Unkenntnis, was wirklich hinter der Krankheit steckt, ist groß. Dabei ist Borderline die am häufigsten diagnostizierte Persönlichkeitsstörung.

Das Leben der Betroffenen ist vor allem eins: instabil. Diese Instabilität bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens, auf die Stimmung, auf zwischenmenschliche Kontakte und auf das Selbstbild. Die Betroffenen fühlen sich oft wie Grenzgänger zwischen der Normalität und der Welt der Ängste und Gefühlsschwankungen. Meist schwankt die Stimmung extrem schnell von Euphorie zu Verzweiflung, von Selbstüberschätzung zu großen Selbstzweifeln. Für die Außenwelt ein oft nicht nachvollziehbares Verhalten.

Betroffene haben Probleme, ihre Gefühle zu regulieren und reagieren oft impulsiv und ungewohnt heftig. Angst, Verzweiflung oder Wut können sie kaum kontrollieren. Viele Menschen mit Borderline-Syndrom berichten auch über ein Gefühl innerer Leere. In der Medizin wird Borderline daher als emotional-instabile Persönlichkeitsstörung bezeichnet.

Ein Bündel an Einflüssen
Diese Instabilität ist meist die Reaktion auf ein einschneidendes Erlebnis. Die Störung kann jedoch auch genetisch bedingt sein. Meist sind es mehrere Faktoren, die zusammenkommen, wie Claus Lechmann, Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Dozent an verschiedenen Ausbildungsinstituten für Verhaltenstherapie (u.a. AKiP, AVT Köln) mit Schwerpunkt Borderline und Autismus, erklärt: „Wie bei fast allen psychischen Störungen gibt es nicht die eine Ursache, sondern ein Bündel von Einflüssen, die dazu führen, dass ein Mensch diese Störung entwickelt. Besonders sind hier genetische Einflüsse und Kindheitserfahrungen zu nennen.“

Für die behandelnden Ärzte ist die Störung nicht immer eindeutig zu diagnostizieren. Zu vage sind die Symptome und zu vielschichtig die Ursachen. Claus Lechmann: „Wahrscheinlich sind Menschen mit einer späteren Borderline-Störung schon als Kleinkinder schwieriger zu beruhigen und haben größere Schwierigkeiten, ihre Spannungen zu regulieren. Diese Schwierigkeiten können einfühlsame Eltern in der Regel ausgleichen und dem Kind beibringen, Gefühle zu benennen und zu regulieren.“

Umso fataler, wenn diese Kinder in einer Umwelt aufwachsen, die von Ablehnung, Unverständnis und instabilen Beziehungen geprägt ist. „Dann kann sich eine Borderline-Störung entwickeln“, so der Experte. Nicht immer, aber in vielen Fällen sind es auch schwere Missbrauchserfahrunge oder traumatische Erlebnisse wie zum Beispiel körperliche Gewalt, die die Persönlichkeitsstörung hervorrufen.

> Lesen Sie hier weiter: Zeichen und Narben




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Veröffentlicht von
am 03/06/2012
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Inhaltsverzeichnis Borderline: Narben auf der Seele

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