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Liebe & Psychologie

Mehr als 90-60-90: DAS macht dich wirklich attraktiv für andere Menschen

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 17. September 2017
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Zwar sind die Geschmäcker verschieden, aber es gibt ein paar Dinge, die uns für andere Menschen attraktiv machen. Und die lassen sich durchaus verallgemeinern.

Viele Frauen glauben, dass vor allem die Figur entscheidend ist, ob Männer einen attraktiv finden oder eben nicht. Das mag im ein oder anderen Fall auch stimmen. Aber meist sind es darüber hinaus ganz andere Dinge, die dafür sorgen, dass jemandem die Kinnlade runterklappt.

Agata Groyecka von der Uni Breslau hat sich genau dieses Themas angenommen und hierfür insgesamt 73 Studien zur Attraktivität zwischen 1977 und 2017 ausgewertet. Laut ihrem Ergebnisbericht im Fachblatt "Frontiers in Psychology" sind es mehrere Faktoren, die dafür sorgen, dass uns jemand als attraktiv empfindet.

„In jüngster Zeit haben sich die meisten Studien auf die visuelle Attraktivität konzentriert, z.B. auf die Attraktivität von Gesicht oder Körper. Doch die wissenschaftliche Literatur über die anderen Sinne und ihre Rolle für soziale Beziehungen ist enorm gewachsen und sollte nicht vernachlässigt werden“, erläutert die Studienleiterin. Heißt: Wenn uns jemand fasziniert, dann basiert das auf mehreren positiven Sinneseindrücken und nicht nur auf den optischen Reizen.

Erster Eindruck: Check in Sekundenschnelle

Klar, der erste Eindruck, den wir von einer Person bekommen, basiert natürlich auf dem Erscheinungsbild. Also auf Äußerlichkeiten, die wir sehen. Der Personencheck dauert nur ein paar Sekunden - und entscheidet bereits maßgeblich, ob wir einen zweiten Blick wagen.

Die Person hat noch kein Wort gesagt und dennoch wissen wir innerhalb von Sekunden, in welche Schublade wir sie stecken wollen: In die mit den Menschen, in die wir uns verlieben könnten, oder in die mit denen, die maximal unser Kumpel werden könnten.

Echtes Attraktivitätsmerkmal: Der Klang der Stimme

Ob man einen Menschen attraktiv findet, entscheiden wir außerdem danach, ob wir seine Stimme angenehm finden. Welche Stimme man mag oder nicht, ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Verallgemeinernd kann man sagen, dass Männer Frauen mit einer eher hohen Stimmlage bevorzugen, Frauen dagegen Männer mit einer eher tiefen, ruhigen Stimme. Flirten wir, nutzen wir genau das auch für unsere Zwecke.

Studien haben gezeigt, dass Frauen unbewusst höher sprechen, wenn sie sich mit einem interessanten Mann unterhalten. Durch die Stimme gewinnen wir außerdem bereits viele Erkenntnisse über unser Gegenüber. Ist die Person jünger oder älter, ist sie sympathisch oder zugeknöpft, schüchtern oder eher resolut.

Attraktiv oder nicht? Der Geruch entscheidet mit

Man sagt so schön, dass man jemanden gut riechen kann. Und es stimmt wirklich, dass es Menschen gibt, deren Eigengeruch wir als angenehm und anziehend empfinden, aber eben auch solche, deren Geruch uns unangenehm ist. Auch das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Die Gründe dafür liegen in der Evolution. Menschen, deren Genmaterial dem unseren ähnlich ist oder die mit uns verwandt sind, riechen ähnlich wie wir selbst. Von Natur aus sind wir deshalb so gepolt, dass wir uns einen Partner suchen, der anders riecht als wir. Das Ganze hat den Zweck, dass wir möglichen gemeinsamen Kindern einen guten Genmix vererben und keine Inzucht betreiben. Die Vielfalt im Erbgut der Nachkommen bedeutet ein stärkeres Immunsystem und somit höhere Überlebenschancen.

Wir suchen also unterbewusst mit unserer Nase nach dem perfekten Partner, um gemeinsam möglichst gesunde Kinder zu zeugen. Natürlich ist das alles etwas, was wir gar nicht steuern können. Wer aber klug ist, hüllt sich fürs Date nicht in eine Duftwolke aus Parfum ein, da das den natürlichen Duft übertünchen kann.

Übrigens: Die Pille kann unseren Körper irritieren und wir fliegen auf ganz andere Männer, als wir das ohne Pille tun würden. Und sie sorgt auch dafür, dass uns die Männer anders wahrnehmen. Laut einer Studie von Saul Miller und Jon Maner von der Florida State University riecht eine Frau während ihrer fruchtbaren Tage anders und wirkt somit anziehend auf potentielle Partner. Die Pille verändert diese Art Botschaften an die Männer und wir wirken anders.

Gibt es noch mehr Gründe für Attraktivität?

Sehen, Hören und Riechen sind also die drei Sinne, anhand derer wir die Attraktivität eines Menschen beurteilen. Aber natürlich nicht nur diese drei. Laut Evolutionsbiologe und Verhaltensforscher Prof. Karl Grammer sind es ganze neun Punkte, nach denen wir Attraktivität bemessen. Und diese Attraktivitätsmerkmale lauten: Jugendlichkeit, Symmetrie, Haut und Haar, Bewegung, Geruch, Stimme, Körpergröße, weibliche Rundungen bzw. männliche Muskeln und Durchschnittlichkeit.

Wo bleibt jetzt der Charakter, fragt man. Nun, kommt es aufgrund dieser Sympathiepunkte zum Kennenlernen, ist natürlich das Wesen des Menschen entscheidend darüber, ob wir uns verlieben oder nicht. Das heißt: Charakter, Humor, Natürlichkeit, Ausstrahlung und Selbstbewusstsein kommen nach dem ersten Eindruck zum Tragen. Dazu ein gepflegter Eindruck und Intelligenz.

​Und es gibt noch einen Punkt, der die Schmetterlinge fliegen lässt und dafür sorgt, dass wir uns verlieben. Und der lässt sich mit keiner Studie der Welt ergründen: das gewisse Etwas.

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