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Freundschaft: Auch mal schweigen

   

Abtauchen und abtauchen lassen - auch das muss möglich sein unter guten Freunden. - Freundschaft: Auch mal schweigen
Abtauchen und abtauchen lassen - auch das muss möglich sein unter guten Freunden.

Die Zeiten von Handy, Internet und Iphone sind für Freundschaften schwierig geworden. Man ist quasi immer erreichbar – und muss es auch sein. Ein verpasster Anruf, der nicht entgegnet wird, wird schnell zum Affront. Wer den Display-Hinweis "3 Anrufe in Abwesenheit" ignoriert, ruft Ärger hervor.

Abtauchen und abtauchen lassen ist heute schwerer als früher. Schon deshalb sind meist Menschen befreundet, die ein ähnliches Nähebedürfnis und eine ähnliche Meldefrequenz  bevorzugen. Ein Manager mit 60-Stundenwoche wird mit einer freischaffenden Künstlerin nur schwer harmonieren. Aber auch das geht, wenn die Fronten klar sind. Man mag sich, deshalb ist es auch mal in Ordnung, sich nicht zu melden. Toleranz und Verständnis für den anderen machen gute Freundschaften aus.

Dennoch, hört man sich um, klagen erstaunlich viele Menschen darüber, dass sie ihre Freunde zu selten sehen und deshalb Angst um die Freundschaft haben. Sind wir irgendwann zu eingespannt mit Job und Familie, um Freunde zu haben? Der Experte: „Wir sind zu eingespannt – ja, aber die meisten Menschen sind auch zu abwartend. 'Keine Sau ruft mich an', dieser Schlager trifft für viele zu, weil sie nicht gelernt haben, wirklich Initiative zu ergreifen.“

Pflegeleichte Klick-Freunde
Wer wenig Zeit hat und sich auch nur wenig Zeit nehmen mag, für den können "virtuelle Freunde" wie die auf Facebook eine Stütze sein. Schnell den 'Like'-Button unter dem neusten Urlaubsbild des Freundes angeklickt, schon ist der Kontakt da. Man hat Präsenz und Interesse gezeigt. Auf unkomplizierte Weise am Leben des anderen teilgenommen.

Echte Freundschaften sind das in den meisten Fällen nicht. Dr. Wolfgang Krüger sagt: „Hier handelt es sich eigentlich mehr um Bekanntschaften. Wir unterschieden zwischen den Herzensfreunden, zu denen eine tiefe Innigkeit besteht, den Freizeitfreunden, mit denen viel unternommen wird, und den sogenannten Vitamin-B-Freunden. Bei Facebook sind viele Menschen 'befreundet', die eher Angst vor der Intensität wirklicher Freundschaften haben".

Leider hat die Gewöhnung an soziale Netzwerke dazu geführt, dass wir vor lauter Stress auch unsere wirklichen Freunde oft nur noch 'anstupsen' oder 'liken' anstatt einfach mal anzurufen oder uns zu treffen. Freundschaft auf kleiner Frequenz mit Minimalaufwand. Frei nach dem Motto: Ich schreibe eine knappe SMS ("Denke an dich"), und schon habe ich etwas für meine Freundschaft getan.

Ein Trugschluss, warnt Dr. Wolfgang Krüger: „Zu einer Freundschaft gehört, dass man sich auch sieht und trifft, die sozialen Netzwerke können für Freundschaften eine Unterstützung sein, mehr aber nicht. Die tatsächliche Begegnung kann nicht durch solche Netzwerke ersetzt werden.“

Gemeinsames Erleben
Neben gemeinsamen Interessen sind es gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse, die zusammenschweißen. Deshalb haben Sandkasten-Freundschaften auch gute Chancen, ein Leben lang zu halten. Dr. Wolfgang Krüger: „Schulfreundschaften oder in der Uni geschlossenen Freundschaften haben den Vorteil, dass man sich über Jahre hinweg erlebt und gemeinsame Erlebnisse teilt. Das führt zu einer tiefen Bindung. In späteren Freundschaften muss man diese Basis erst herstellen, indem man sich immer wieder trifft. Auch in Berufsfreundschaften entsteht diese Basis, allerdings sind diese oft durch Rivalitäten belastet.“

Verrat, Streit und Tränen - was muss eine Freundschaft aushalten können?
So einiges, und sie kann daran sogar wachsen, sagt der Experte. „Eine gute Freundschaft muss Pausen aushalten und auch Konflikte. Gute Freundschaften werden besser, wenn man Konflikte klären kann. Allerdings ist eine diplomatische Streitkultur wichtig, und wir sollten immer berücksichtigen: wir müssen Konflikte ansprechen, aber auch die Empfindlichkeiten des anderen respektieren.“

Wer all das kann, wird wertvolle Freundschaften fürs Leben schließen. Aber sollte auch in der Lage sein, Freundschaften, die keine mehr sind, in Würde zu beenden. Auch das macht ehrliche Freundschaft aus. 

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Veröffentlicht von
am 14/06/2012
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