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Bring Ordnung in die Bude!

  

Den Überblick verloren? Hängen inneres und äußeres Chaos zusammen? - Bring Ordnung in die Bude!
Den Überblick verloren? Hängen inneres und äußeres Chaos zusammen?

Wir alle haben als Kinder den Satz gehört „Räum doch bitte mal dein Zimmer auf, es sieht ja schlimm aus!“ Und haben ihn nicht verstanden. Unser Chaos empfanden wir nicht als Chaos. Es war der Zustand, der zu uns passte.

Doch plötzlich, als Erwachsene, haben wir ein Problem mit der Unordnung. Wenn die Wohnung aussieht, als habe eine Bombe eingeschlagen, macht uns das nervös. Plötzlich schreit das Chaos nach Aufräumarbeit. (Anm.: Wir reden hier von Frauen. Bei Männern greifen andere Mechanismen.) Wann nur ist es passiert, dass wir die Unordnung nicht mehr ertragen? Dass wir einen fusselfreien Teppich brauchen und farblich passende Kissen auf dem Sofa? 

Übersicht und Klarheit 
Dr. Ina Schmidt, Philosophin und Autorin, hat ein Buch über Chaos und Ordnung geschrieben ('Alles in bester Ordnung oder wie man lernt, das Chaos zu lieben', Ludwig Verlag). Sie erklärt: Ordnung ist übersichtlicher und damit berechenbarer. Sie ist ein menschliches Grundbedürfnis, das Sicherheit, Orientierung und Stabilität bedeutet. Wir haben das Gefühl, die Dinge kontrollieren zu können, und in einem gewissen Maß ist das auch gut und richtig so."

Übersichtlich und berechenbar – streben wir nach Ordnung, weil das Leben schon kompliziert genug ist? Brauchen wir Ordnung in den eigenen vier Wänden, weil wir genug Chaos im Kopf haben? Wer schon einmal in einer schwierigen Phase sämtliche T-Shirts neu gefaltet und sich den Frust von der Seele geschrubbt hat, der ahnt, worum es geht.  

Chaos, innen und außen
Gibt es einen Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Ordnung? Ina Schmidt sagt: „Es gibt in jedem Fall einen Zusammenhang, auch wenn der je nach Lebensphase oder Tagesform anders aussehen kann. Dennoch ist es gut, um den persönlichen Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Ordnung zu wissen: Wann hilft es mir, erst einmal aufzuräumen, um klarer zu sehen, und wann lüge ich mir damit selbst in die Tasche, indem ich mich durch das Aufräumen vor einer Entscheidung drücke?“

> Lesen Sie hier weiter: Heißgeliebte Ordnung




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Veröffentlicht von
am 16/11/2012
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