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Perfektionismus

  

Lass' mal locker: Perfektionismus ist weder gesund noch sexy! - Perfektionismus
Lass' mal locker: Perfektionismus ist weder gesund noch sexy!
Viele von uns wollen alles und zwar auf einmal: Kind und Karriere, Traummann und Traumkörper, viele Reisen und viel Berufserfahrung. Ideal, gesund, perfekt - alles soll mehr als richtig und besser als der Durchschnitt sein.

Doch was bleibt dabei unterm Strich übrig? Raubt es uns neben kostbarer Zeit nicht auch unsere Lebensfreude, wenn wir permanent danach streben, perfekt zu sein? Wir haben mit Diplom-Psychologe Willi Zeidler über das Phänomen Perfektionismus gesprochen und wie wir dabei verlernen, zu genießen.

Hohe Ansprüche und ihre Gefahren
Ziele und Herausforderungen sind wichtig, weil sie uns anspornen, an etwas hart zu arbeiten, und uns gleichzeitig unsere Grenzen aufzeigen. Ansprüche sorgen dafür, dass wir Erfahrungen sammeln und uns selbst besser kennenlernen. Viele von diesen Zielen und hohen Ansprüchen stecken wir uns selbst, andere geben Chef, Gesellschaft oder Familie vor.

Problematisch wird es, wenn die Umwelt oder wir selbst übermäßig strenge Ansprüche an uns stellen. Dies ist besonders im Berufsleben der Fall, wie der Psychologe Willi Zeidler weiß: "Einerseits wählen wir Berufe und Herausforderungen, die uns immense Leistungen abverlangen. Wir wollen die Besten sein. Andererseits sind die Ansprüche der Arbeitswelt so hoch geworden, dass es einiges an Entschlossenheit braucht, um dem Druck standzuhalten und eine Nische zu finden und zu verteidigen, in der wir ausgewogen arbeiten und leben können."

Die Schwelle zum Perfektionismus ist schnell übertreten
Und genau von diesen hohen Ansprüchen ist auch unser Privatleben geprägt: Nichts dem Zufall überlassen, To-do-Listen, Kalorientabellen und Diziplin-Seminare. Doch ist das schon Perfektionismus?

Perfektionismus fängt da an, wo die eigenen Ziele jeden einzelnen Tag bestimmen. Weil sich im Job, in der Liebe, im ganzen Leben alles dauernd verändern kann, versucht man umso stärker, die Kontrolle zu bewahren. Diese Umstände können dann zu einem Perfektionierungswahn führen. Zeidler weiß, wie Menschen versuchen, ihre Angst mit Kontrolle zu kompensieren: "Über eine Leistungsfassade wird mit Perfektionismus versucht, Sicherheit zu erlangen und die Bewunderung, Akzeptanz und Liebe der Umwelt quasi zu erzwingen."

Zufriedene Menschen wirken sympathischer. Im Beruflichen wie im Privaten.
Zufriedene Menschen wirken sympathischer. Im Beruflichen wie im Privaten.
"Wir pendeln zwischen dem Gefühl, grandios zu sein und der Befürchtung, ungenügend zu sein."

Besonders gefährdet sind Personen mit zwanghaften und narzisstischen Persönlichkeitszügen. Sie sind anfällig für übertriebenen Perfektionismus, Detailverliebtheit und die mangelnde Fähigkeit, zu delegieren.

"Sie haben oft ein stark schwankendes Selbstwertgefühl, was nach außen oft unbemerkt bleibt. Innerlich pendelt das Erleben zwischen dem Gefühl, grandios und etwas ganz Besonderes zu sein, und der Befürchtung, ablehnenswert oder ungenügend zu sein. Dies führt zu starker Angst, Kränkbarkeit und innerlicher Brüchigkeit", erklärt Zeidler.

"Meist kommt es erst nach einem Warnschuss zur Einsicht."
Fragt sich nur, wie man aus diesem Zwang wieder herausfindet. Der Diplompsychologe weiß: "Meist kommen wir leider erst nach einem Warnschuss im Sinne eines Burnouts zur Einsicht, dass der eingeschlagene Kurs uns nicht weiter bringt. Erst dann finden wir ein angemessenes Maß an Ansprüchen, welches gesund ist und unserem Wesen entspricht. Aber die Gefahr ist natürlich immer gegeben, bei Ängsten oder unter Druck wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen."

Kommt jemand nicht zu dieser Einsicht oder fällt in alte Muster zurück, droht ihm eine Art "Perfektionismusfalle". Denn Perfektionismus schafft nicht das, was er bezweckt. Ganz im Gegenteil. "Ironischerweise schafft Perfektionismus es meist nicht, Fehlschläge im Zaum zu halten und Fehler zu verhindern. Er ist eher ein Garant, sich zu verzetteln, Dinge gar nicht erst zu beginnen, oder sie nicht zu Ende zu bringen. Genauigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration sind sicher für ein wirksames Arbeiten nötig. Perfektionismus kippt dagegen meist ins Gegenteil und kostet unterm Strich mehr Kraft für weniger Ergebnis."

> Lesen Sie weiter: Schwächen sind sexy!




sfo

 
  

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